Freistil, vom 02.02.2020, 20:05 Uhr

Von Ungeheuern und Menschen Meet the Monsters

Blutrünstige Biester, entstellte Kreaturen oder gestaltlose Schleimwesen: Monster weichen von der Norm ab. Sie leben am Rand der Welt, sind aber auch im Innern der menschlichen Natur zu finden. Sie können Sinnbild sein für rückschrittliche Entwicklungen, Vorurteile und Missstände. Es empfiehlt sich, ihnen zuzuhören.

Frankensteins Monster in der Verfilmung von 1931. (imago/Cinema Publishers Collection)
Boris Karloff als Frankensteins Monster im Film von 1931. (imago/Cinema Publishers Collection)

In Fabeln und Legenden verbreiten Monster Angst und Schrecken, dringen in bewohnte Lebensräume ein, zerstören Idylle. Sie sind laut, riesengroß, bewegen sich unnatürlich und leben an den Randbezirken der Welt.

Aber auch im Inneren der menschlichen Natur finden sich Monster. Individuen mit der Fähigkeit zum Ungeheuerlichen oder Opfer körperlicher Fehlbildungen werden mit dem Stigma des Monströsen gebrandmarkt. Monster können eine Gefahr darstellen, müssen es aber nicht. Sie sagen viel über eine Gesellschaft aus, über Empathie, Andersheit und Akzeptanz. Das macht sie auch zu einem pädagogischen Werkzeug.

Meet the Monsters
Von Ungeheuern und Menschen
Von Raphael Smarzoch

Regie: Philippe Brühl
Es sprachen: Judith Jakob, Wolf Aniol, Matthias Haase, Wolfgang Rüther und Volker Niederfahrenhorst
Ton und Technik: Daniel Dietmann und Hanna Steeger
Redaktion: Klaus Pilger
Produktion: Dlf 2017

Meet the Monsters. Von Ungeheuern und Menschen (PDF)

Meet the Monsters. Von Ungeheuern und Menschen (Textversion)

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