Seit 17:05 Uhr Studio 9

Freitag, 14.12.2018
 
Seit 17:05 Uhr Studio 9

Literatur / Archiv | Beitrag vom 29.01.2017

Von Puschkin bis heuteDer Kaukasus in der Literatur

Von Olga Hochweis

Podcast abonnieren
Die Gipfel des Kaukasus-Gebirges sind auch im Sommer schnee- und eisbedeckt. (Deutschlandradio / Mareike Aden)
Die Gipfel des Kaukasus-Gebirges sind auch im Sommer schnee- und eisbedeckt. (Deutschlandradio / Mareike Aden)

Der Kaukasus liegt an der Peripherie Russlands - in der russischsprachigen Literatur aber nimmt er einen zentralen Platz ein: als Sinnbild kultureller Reinheit, als Ort schöpferischer Inspiration.

Durch die Feldzüge des russischen Imperiums im 19. Jahrhundert und durch die politische Verbannung kommen russische Schriftsteller erstmals in den Kaukasus und entdecken ihn als einen Ort der Schönheit, der kulturellen Verwurzelung sowie der physischen und geistigen Freiheit.

Einige dieser Motive werden in der russischen Literatur bis in die 90er-Jahre - in Werken über die Tschetschenienkriege - immer wieder aufgegriffen und variiert. Manchmal erscheint der Kaukasus auch als Sinnbild kultureller Reinheit, als Ort schöpferischer Inspiration und als Grenzraum zwischen dem Eigenen und dem Fremden.

Eine neue postkoloniale Literatur in den Ländern des Kaukasus knüpft an die alten Topoi an und bricht doch zugleich mit ihnen: Alexander Ilitschewskij zeigt Aserbaidschan in seiner Komplexität aus persischer Vergangenheit und sowjetischer Prägung. Alissa Ganijewa erzählt vom verwirrenden Alltag im heutigen Dagestan zwischen Tradition und Globalisierung.

Komplettes Sendungsmanuskript als PDF-Dokument und im barrierefreien Textformat

Mehr zum Thema

Südossetien - Unterwegs an der Grenze, die keine sein soll
(Deutschlandfunk, Informationen am Morgen, 19.10.2016)

Dichter Michail Lermontow - Tragischer Tod am Fuße des Berges Maschuk
(Deutschlandradio Kultur, Kalenderblatt, 27.07.2016)

Russische Tschetschenien-Politik - Putin stellt Kadyrow Blankoscheck aus
(Deutschlandradio Kultur, Studio 9, 04.04.2016)

Literatur

Literatur nach 1945Anfänge lesen
Das stark beschädigte Brandenburger Tor bei Kriegsende. (picture alliance / dpa / RIA Novosti)

Die Diktatur des guten Buches spielte in der Entnazifizierung Deutschlands, egal ob in Ost oder in West, eine große Rolle. Christian Adam hat eine Untersuchung über den Buchmarkt der "Stunde Null" in den Jahren nach 1945 vorgelegt.Mehr

Wettbewerb Open MikeWo Literaturkarrieren beginnen
Junge Männer und Frauen sitzen und stehen in einem größeren Raum, sie schauen freundlich in die Kamera. (Mirko Lux)

Zum 26. Mal wurde in Berlin der Open Mike vergeben, der wichtigste Preis für junge Literatur. Er ist das Sprungbrett für den Nachwuchs - für die jungen Autoren heißt es: scheitern oder durchstarten. Doch wie originell und widerspenstig können da ihre Text noch sein?Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur