Seit 01:05 Uhr Tonart

Donnerstag, 24.10.2019
 
Seit 01:05 Uhr Tonart

Literatur / Archiv | Beitrag vom 29.01.2017

Von Puschkin bis heuteDer Kaukasus in der Literatur

Von Olga Hochweis

Podcast abonnieren
Die Gipfel des Kaukasus-Gebirges sind auch im Sommer schnee- und eisbedeckt. (Deutschlandradio / Mareike Aden)
Die Gipfel des Kaukasus-Gebirges sind auch im Sommer schnee- und eisbedeckt. (Deutschlandradio / Mareike Aden)

Der Kaukasus liegt an der Peripherie Russlands - in der russischsprachigen Literatur aber nimmt er einen zentralen Platz ein: als Sinnbild kultureller Reinheit, als Ort schöpferischer Inspiration.

Durch die Feldzüge des russischen Imperiums im 19. Jahrhundert und durch die politische Verbannung kommen russische Schriftsteller erstmals in den Kaukasus und entdecken ihn als einen Ort der Schönheit, der kulturellen Verwurzelung sowie der physischen und geistigen Freiheit.

Einige dieser Motive werden in der russischen Literatur bis in die 90er-Jahre - in Werken über die Tschetschenienkriege - immer wieder aufgegriffen und variiert. Manchmal erscheint der Kaukasus auch als Sinnbild kultureller Reinheit, als Ort schöpferischer Inspiration und als Grenzraum zwischen dem Eigenen und dem Fremden.

Eine neue postkoloniale Literatur in den Ländern des Kaukasus knüpft an die alten Topoi an und bricht doch zugleich mit ihnen: Alexander Ilitschewskij zeigt Aserbaidschan in seiner Komplexität aus persischer Vergangenheit und sowjetischer Prägung. Alissa Ganijewa erzählt vom verwirrenden Alltag im heutigen Dagestan zwischen Tradition und Globalisierung.

Komplettes Sendungsmanuskript als PDF-Dokument und im barrierefreien Textformat

Mehr zum Thema

Südossetien - Unterwegs an der Grenze, die keine sein soll
(Deutschlandfunk, Informationen am Morgen, 19.10.2016)

Dichter Michail Lermontow - Tragischer Tod am Fuße des Berges Maschuk
(Deutschlandradio Kultur, Kalenderblatt, 27.07.2016)

Russische Tschetschenien-Politik - Putin stellt Kadyrow Blankoscheck aus
(Deutschlandradio Kultur, Studio 9, 04.04.2016)

Literatur

Der BriefromanIrrwege der Literatur
Mit einem Federhalter wird auf einem Stück Papier geschrieben. (imago/imagebroker/theissen)

Das Briefeschreiben ist längst aus der Mode. Wer heute Nähe oder Flirt sucht, greift zur Maus, nicht zum Stift. Ist damit auch der Briefroman tot? Ein literarisches Genre mit wilder Blütezeit und zarter Renaissance.Mehr

Buchmessen-Gastland NorwegenVom Fjord an die Spree
Ein Portrait des norwegischen Autors Jostein Gaarder. (picture alliance / NTB Scanpix / Lise Åserud )

"Der Traum in uns" steht als Motto über dem Auftritt Norwegens als Gastland der Frankfurter Buchmesse. Von was träumen die Skandinavier? Von der Finanzkrise en miniature, vom Tod und von den Grenzen Russlands. Drei Autorengespräche.Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur