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Zeitfragen / Archiv | Beitrag vom 18.01.2010

Von der "Roten Heidi" zum "Blassen Dirk"

Wohin steuert die deutsche Entwicklungspolitik?

Von Wolf-Sören Treusch

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Dirk Niebel, Minister für Entwicklung und wirtschaftliche Zusammenarbeit (Deutschlandradio - Bettina Straub)
Dirk Niebel, Minister für Entwicklung und wirtschaftliche Zusammenarbeit (Deutschlandradio - Bettina Straub)

Zu den größten Überraschungen der schwarz-gelben Regierungsbildung gehörte die Ernennung von FDP-Generalsekretär Dirk Niebel zum neuen Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Gerade die FDP hatte in den vergangenen Jahren häufig die Abschaffung des Entwicklungshilfeministeriums gefordert. Niebel selbst hatte noch vor einem Jahr Konjunkturhilfen für die Entwicklungsländer kritisiert. Das Geld, so Niebel damals, sei in der deutschen Bildungspolitik besser angelegt.

Eine Kritik, mit der der neue Entwicklungshilfeminister nicht allein steht. Viele fragen sich, ob Deutschland angesichts der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise weiterhin so viel Geld in die armen und ärmsten Regionen pumpen soll. Und wie sinnvoll es ist, Schwellenländer wie China finanziell zu unterstützen? Auf der anderen Seite weiß man: Jeder Euro, der aus Deutschland in die Entwicklungsländer fließt, kehrt in mindestens eineinhalbfacher Menge wieder zurück.

Der Wechsel an der Spitze des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung bewirkt eines auf alle Fälle: Die Grundsätze und Ziele, die Niebels sozialdemokratische Vorgängerin Heidi Wieczorek-Zeul elf Jahre lang verfolgt hat, kommen auf den Prüfstand. Die Debatte darüber, was Entwicklungspolitik leisten kann und soll, ist eröffnet.

Manuskript zur Sendung als PDF-Dokument oder im barrierefreien Textformat


Links:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
Literatur- und Linkliste
Entwicklungspolitik online

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