Das Feature, vom 18.04.2017, 19:15 Uhr

Vom Widerstand gegen Braunkohle"Germanys next Wendland"

Von Gerhard Klas

Den Widerstand gegen die Braunkohle sehen einige schon in der Nachfolge der Anti-Atom-Bewegung im Wendland. Ähnlich wie in den 1970er- und 1980er-Jahren machen vom anarchistischen Waldbesetzer über engagierte Bürger bis hin zu Gemeinderäten und Umweltinstituten viele mit.

Kohlegegner beim Marsch auf das Vattenfall-Kraftwerk Schwarze Pumpe (Gerhard Klas)
Kohlegegner beim Marsch auf das Vattenfall-Kraftwerk Schwarze Pumpe (Gerhard Klas)

Auch die Argumente ähneln sich: Der Ausstieg aus der Braunkohleverstromung gefährde die Energiesicherheit, Arbeitsplätze und wirtschaftliche Entwicklungsperspektiven.

Dem halten die Gegner der Braunkohle entgegen: Wenn die Klimaerwärmung noch gebremst werden soll, ist die schnellstmögliche Stilllegung der Braunkohlewirtschaft in Deutschland - dem größten Treibhausgasemittenten in Europa - das Gebot der Stunde.

Aber die Proteste gegen Braunkohle stoßen auch auf andere Hindernisse, als die der Anti-AKW-Bewegung. Braunkohleförderung hat Tradition, es gibt Tausende gut bezahlter Arbeitsplätze - der Widerstand gegen Atomkraftwerke dagegen richtete sich gegen geplante oder im Bau befindliche Anlagen.

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"Germanys next Wendland" (PDF)

"Germanys next Wendland" (Text)