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Filme der Woche / Archiv | Beitrag vom 28.11.2007

Vom Reisen und der Suche nach sich selbst

Neu im Kino: "Nichts als Gespenster", "Hotel Very Welcome"

Von Jörg Taszman

In einer Szene des Films "Nichts als Gespenster" besucht Marion (Fritzi Haberlandt) ihre Familie in Venedig. (AP/Senator)
In einer Szene des Films "Nichts als Gespenster" besucht Marion (Fritzi Haberlandt) ihre Familie in Venedig. (AP/Senator)

Wie das Reisen Beziehungen verändern kann, sich Indifferenz, Leidenschaft oder Liebe einstellt, davon erzählt die Verfilmung von Judith Hermanns Erzählungsband "Nichts als Gespenster". Das gleiche Thema greift der ebenfalls aus Deutschland kommende Film "Hotel Very Welcome" auf, in der junge Reisende ihr Glück in Asien suchen.

"Nichts als Gespenster"
Deutschland 2007, Regie: Martin Gypkens,Hauptdarsteller: August Diehl, Jessica Schwarz, ohne Altersbeschränkung

Deutscher Episodenfilm, der je nach der Geschichte unterschiedlich überzeugt. Es geht um deutsche Paare in Island, den USA, Jamaica oder Italien. Wie das Reisen Beziehungen auf die Probe stellt, sich Indifferenz, Leidenschaft oder Liebe einstellen oder nicht einstellen. Am gelungensten ist eine Episode mit Maria Simon und August Diehl in den Weiten der USA. Er mault nur, sie ist ständig begeistert. Und dann treffen beide noch auf eine Amerikanerin, die wirklich an Gespenster glaubt. Sehenswert ist die Venedig-Episode, wo eine junge Frau auf ihre Eltern trifft und sich in einem Café auf einen heftigen Flirt mit einem Italiener nur durch Blicke einlässt. Insgesamt ist der Film durchaus sehenswert, wenn auch ein wenig unterkühlt. Gute Darstellerleistungen.

"Hotel Very Welcome"
Deutschland 2007, Regie: Sonja Heiss, Hauptdarsteller: Richy Champ, Garreth Llewelyn, Eva Löbau, Chris O'Dowd, Svenja Steinfelder, ohne Altersbeschränkung

Wie der Verleihzufall so spielt an einem Kino-Donnerstag, an dem insgesamt 16! Filme gestartet werden: Noch ein deutscher Film über reisende Europäer im Ausland, diesmal jedoch eher die Rucksacktouristen in Asien. Eine junge Frau, die ihren Flug verpasst hat, geht eine seltsame Telefonbeziehung zu einem schlecht Englisch sprechenden Mann ein. Zwei junge Briten streiten ständig und beschimpfen sich gegenseitig als Faschisten, eine junge Deutsche ist auf Selbstfindungstrip und praktiziert die Ferntrennung per Telefon. Schöner kleiner Film über Missverständnisse und neue Erkenntnisse, der bereits auf der Berlinale überraschte.

"Schwerter des Königs - Dungeon Siege"
Deutschland / Kanada / USA 2006, Regie: Uwe Boll, Hauptdarsteller: Jason Statham, ab 12 Jahre

Mischung aus Ritterfilm mit optischen Anleihen bei Computerspielen, die stilistisch nicht ganz passen. Die Story ist durchschnittlich, der Film ein wenig trashig.

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