Freistil, vom 19.08.2018, 20:05 Uhr

Vom Leben andersherumLinkshänder sein

Der Autor Jan Decker ist Linkshänder - genauso wie zehn bis 15 Prozent der deutschen Bevölkerung. Linkshänder sein heißt, in der Minderheit sein, denn wir leben in einer Rechtshändergesellschaft. In Deutschland wurden Kinder noch bis in die 1990er-Jahre auf die rechte Hand umgeschult.

Ein Linkshänder schneidet Papier. (dpa/picture alliance/Christina Sabrowsky)
Linkshänder sein heißt immernoch in der Minderheit sein, denn wir leben in einer Rechtshänder-Gesellschaft. (dpa/picture alliance/Christina Sabrowsky)

Und auch heutzutage sind spezielle Linkshänderprodukte noch sehr teuer, da sie nur in geringer Stückzahl hergestellt werden. Die Zahl der Irrtümer über Linkshänder ist dagegen sehr groß. Denn hinsichtlich Krankheiten oder Kriminalität sind sie keineswegs gefährdeter und eine besondere Begabung lassen sie - im Vergleich zu Rechtshändern - lediglich bei der Raumorientierung erkennen.

Um diesen Irrtümern entgegenzutreten, gründete der Amerikaner Dean R. Campbell 1975 den Left Handers Club, der sich aktuell hochrangiger Politiker wie Barack Obama und David Cameron in seinen Reihen rühmt.

Produktion: DLF 2015

Linkshänder sein - Vom Leben andersherum (PDF)

Linkshänder sein - Vom Leben andersherum (Textversion)

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