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Echtzeit | Beitrag vom 18.07.2020

Vom Kassengestell zum Distinktionsmerkmal Zeig her Deine Brille!

Von Marietta Schwarz

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Eine Sonnenbrille vor dem blauen Wolkenhimmel mit der Sonne. (imago images / Petra Schneider)
Sonnenbrille, Lesebrille, Kassenbrille – Geschichten über Brillen sind so vielfältig wie ihre Formen und Funktion. (imago images / Petra Schneider)

41 Millionen Deutsche über 15 Jahren tragen eine Brille. Sie ist praktische Lesehilfe, notgedrungenes Übel oder einfach nur schickes Accessoire. Einst wurde sie in Deutschland sogar noch von der Kasse bezahlt, aber das ist lange her.

Die Brille ist so verbreitet, dass man sie kaum wahrnimmt. 41 Millionen Deutsche tragen eine und können dafür seit einiger Zeit in hippen und urbanen Shops von Optikerketten einkaufen. Am besten gleich zwei, drei oder elf Stück auf einmal, wie Marietta Schwarz bei der Recherche festgestellt hat.

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Es geht um die große Frage, warum Brillen so teuer sind. Oder eben billiger werden als schickes Modeelement und nicht mehr die Prothese, die im Begriff des Kassengestells noch nachklingt.

Es ist eine vertrackte Geschichte, zu der auch gehört, dass die Zuzahlungen durch die Krankenkassen immer weniger und schließlich ganz eingestellt wurden – unter Mitwirkung der SPD, wie deren Gesundheitsexperte Karl Lauterbach zugesteht. Lauterbach ist ja selbst Brillenträger. Er trägt übrigens seit Jahren das gleiche Modell – fern aller Moden und gegen die Tipps seiner Berater.

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