Freistil, vom 28.10.2018

Vom Gastarbeiter zum Gangsta-RapAlis im Wunderland

"Ahmet Gündüz" nannte sich 1989 das wohl erste deutschsprachige Rap-Stück auf einem Tonträger, aufgenommen von der deutsch-türkischen Formation Fresh Familee. Es sind vor allem Kinder aus Gastarbeiterfamilien, die die Musik der schwarzen Parias aus den Armengettos der USA zuerst für sich entdecken.

Der Rapper Kool Savas auf der Bühne des Splash Festivals 2017. (imago stock&people / Max Patzig)
Ein Wegbereiter für Gangsta-Rap in Deutschland gilt seit den 1990er Jahren der Rapper Kool Savas. (imago stock&people / Max Patzig)

Anfang der 1980er-Jahre wird die globale Jugendkultur des Hip-Hop auch in Deutschland heimisch. Advanced Chemistry gehören zu den Vätern des deutschen HipHop ebenso wie Microphone Mafia und die Ruhrgebietsformation Sons of Gastarbeita.

Das Feature erzählt Musik- als Migrationsgeschichte. Von den transnationalen Anfängen der Old School des HipHop in der Ära der Gastarbeiter bis zu den Selbstinszenierungsstrategien heutiger Gangsta-Rapper á la Bushido als Bürgerschreck im Einwanderungsland Deutschland.


‚Alis im Wunderland‘
Vom Gastarbeiter zum Gangsta-Rap
Von Manuel Gogos
Regie: Thomas Wolfertz
Mit: Daniel Berger

Ton und Technik: Ernst Hartmann und Oliver Dannert
Redaktion: Klaus Pilger

Produktion: Dlf 2018