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Fazit | Beitrag vom 10.06.2018

Virales Foto vom G7-GipfelMerkel gewinnt die Bilder-Schlacht

Richard Gutjahr im Gespräch mit Vladimir Balzer

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Merkel spricht mit Trump, während Macron, Abe und Bolton zuhören. (dpa / Jesco Denzel / Bundesregierung)
Sieht aus wie eine Standpauke: Merkel redet mit Trump. (dpa / Jesco Denzel / Bundesregierung)

Es ist ein Bild, das im Netz viral ging: Beim G7-Gipfel scheint Bundeskanzlerin Merkel US-Präsident Trump eine Standpauke zu halten. Im "PR-Krieg" hat Merkel damit eine Schlacht gewonnen, meint der Journalist und Blogger Richard Gutjahr.

Merkel als strenge Mutti, die Trump zur Ordnung ruft. Der sieht aus wie ein trotziges kleines Kind, das seinen Willen nicht bekommt. Auch Regierungssprecher Steffen Seibert hat dieses Bild auf Twitter gepostet. Laut Gutjahr findet vor unseren Augen ein "sehr geschickter PR-Krieg" statt.

"Mittlerweile lernen auch die anderen Regierungen, dass diese direkte Kommunikation, diese ikonistische Sprache, die man jetzt über Bilder durch die Netzwerke jagt, dass das heutzutage die Art und Weise ist, wie man Meinung macht."

Ansprache direkt ans Volk

Durch die sozialen Netzwerke habe eine Machtverschiebung stattgefunden. Politiker könnten nun an den Journalisten und PR-Strategen vorbei direkt zum Wahlvolk sprechen. Dabei sei das G7-Bild natürlich manipulativ, so Gutjahr.

Zumal man Trump inhaltlich Unrecht tue, da viele Zölle, um die es im Handelsstreit zwischen den USA und der EU geht, zu Ungunsten der USA seien. "Wir wählen auch immer gern die Bilder aus, die wir sehen wollen", so der Blogger.

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