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Fazit / Archiv | Beitrag vom 21.12.2019

Veruschka über ReligiositätOhne Umwege zu Gott

Von Susanne von Schenck

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Schauspielerin Veruschka Gräfin von Lehndorff präsentiert am 17.01.2017 in der Volksbühne in Berlin eine Kreation des Labels Esther Perbandt.  (picture alliance / Soeren Stache/dpa)
Das Alter, sagt das frühere Topmodel Veruschka, sei ihr mittlerweile wurscht. "Ich möchte eine innere Schönheit – und die ist der Geist." (picture alliance / Soeren Stache/dpa)

Sie war Germany's first Topmodel: Vera Gräfin von Lehndorff, genannt Veruschka. In unserer Serie "Was mir heilig ist" beklagt die 80-Jährige "das Verschwinden des Sakralen in unserer Gesellschaft".

Für das einstige Topmodel Vera Gräfin von Lehndorff, genannt Veruschka, ist die Geschichte Jesu vor allem in symbolischer Hinsicht eine schöne Geschichte. Doch "dieser Warenaustausch, der jetzt entsteht an Weihnachten - das ist so entrückt von allem Sakralen, dass es bedeutungslos geworden ist und dass es für mich in der Weise auch nicht feierbar ist".

Das Verschwinden des Sakralen bedauert sie zutiefst. Deswegen lebten wir so seelenlos, ist sie sich sicher. "In vielen Leben gibt es eben das alles nicht mehr. Und wir haben auch den Kontakt dazu verloren. Denn auch wir hatten das ja viel mehr. Damit meine ich nicht die Kirche, sondern Sakrales geht weit über das Kirchliche hinaus."

So versteht sie auch ihre eigene Religiosität als etwas von organisierten Religionen Verschiedenes: "Ich bin nicht nur in dem Sinne ein religiöser Mensch, der einer Religion angehört. Ich habe mich sehr mit dem Buddhismus beschäftigt, und ich finde ihn immer noch eine der für mich wichtigsten Philosophien. Aber ich lehne diese organisierten Religionen ab. Das artet ja irgendwo immer aus. Und deswegen bin ich nicht Mitglied in irgendeiner religiösen Gemeinschaft."

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