Das Feature, vom 22.02.2019, 20:10 Uhr

Versuch einer radikalen AktionBeing Günter Brus

Das Werk des Aktionskünstlers Günter Brus umfasst eine auf den ersten Blick verstörende Welt: In den 1960er-Jahren experimentierte der Österreicher mit Körper-Aktionen. Mal spazierte er schwarzweiß bemalt durch Wien, mal urinierte und onanierte er öffentlich, mal versuchte er, sich selbst zu zerreißen.

Ein Portrait des österreichischen Aktionskünstlers und Malers Günter Brus bei seiner Austellung in der österreichischen Galerie Belvedere, 2018. (imago stock&people)
Der österreichische Aktionskünstler und Maler Günter Brus gehört zu den prägenden Figuren des Wiener Aktionismus. (imago stock&people)

Seine Performances waren in seiner Heimat stets begleitet von einem Sturm der Entrüstung; für seine legendäre "Uni-Ferkelei" wanderte er sogar ins Gefängnis - und floh schließlich nach West-Berlin, wo er der Körperkunst abschwor und sich der Malerei und Schriftstellerei widmete.

Was bewegte Brus damals zu seinen Aktionen? Haben sie uns noch etwas in unserer Gegenwart zu sagen, in der jeder Mensch im Internet zum Performer geworden ist, und uns nichts mehr schockieren kann? Der Schriftsteller Thomas von Steinaecker wagt die Probe aufs Exempel: Er will eine eigene Aktion entwickeln, assistiert von niemandem anders als Günter Brus selbst.

Ein Experiment mit akustisch wie existenziell ungewissem Ausgang. Mit Günter Brus, Peter Weibel, Gerhard Rühm, Teresa Präauer und anderen.


Being Günter Brus
Versuch einer radikalen Aktion
Von Thomas von Steinaecker

Regie: Claudia Kattanek
Es sprachen: Justine Hauer und Jona Mues
Ton und Technik: Wolfgang Rixius und Angelika Brochhaus
Redaktion: Tina Klopp

Produktion: Dlf 2017

Being Günter Brus. Versuch einer radikalen Aktion (PDF)

Being Günter Brus. Versuch einer radikalen Aktion (Textversion)

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