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Kulturnachrichten

Sonntag, 2. Mai 2021

Verleihung des Peter-Härtling-Preises an Juliane Pickel

Die Autorin Juliane Pickel ist heute für ihren Jugendroman «Krummer Hund» mit dem Peter-Härtling-Preis ausgezeichnet worden. Die Jury um Tilman Spreckelsen und Andreas Steinhöfel wählte ihr Manuskript aus über 150 anonym eingereichten Texten aus. Autorin Pickel sei ein erstaunliches Debut und ein packendes mitunter schwebend hoffnungsvolles Buch gelungen, sagte Laudator Spreckelsen bei der heutigen digitalen Verleihung des Preises. Pickels Buch stehe damit in bester jungendliterarischer Tradition im Sinne Peter Härtlings. Der Peter-Härtling-Preis ist ein Wettbewerbspreis für deutschsprachige Kinder- und Jugendbücher. Er wird alle zwei Jahre vom Verlag Beltz und Gelberg vergeben und ist mit 3.000 Euro dotiert.

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Südafrikas Ureinwohner kritisieren Amazon

Ureinwohner Südafrikas kritisieren die Baupläne des US-Konzerns Amazon in Kapstadt. Wie die Wochenzeitung "Mail & Guardian" berichtet, sind durch die geplante Afrika-Zentrale des Internetgiganten heilige und historische Stätten der Khoikhoi bedroht. "Wir sprechen hier über einen Ort von tiefer spiritueller Bedeutung", wird der Vorsitzende eines Indigenenrates, Tauriq Jenkins, zitiert. Im Süden Kapstadts soll in den kommenden Jahren ein gigantischer Büro- und Wohnkomplex mit Amazon als Hauptmieter entstehen. Dem Bericht zufolge hatte auf dem Boden des Bauplatzes die erste Auseinandersetzung zwischen europäischen Kolonialisten und den Khoisan stattgefunden. Stadtregierung und Bauherren verteidigen die Pläne. Das Projekt werde Entwicklung bringen und gleichzeitig das Erbe der Khoikhoi durch ein Kulturzentrum ehren. Die Khoi und San gelten als ältestes Volk der Erde. Ihre Vorfahren lebten bereits vor 24.000 Jahren im südlichen Afrika.

Schau zu Beuys 100. Geburtstag eröffnet

Zum 100. Geburtstag von Joseph Beuys hat das Museum Morsbroich in Leverkusen am Sonntag die Ausstellung "Der Katalysator. Joseph Beuys und Demokratie heute" eröffnet - wegen des Lockdowns rein digital. Die Ausstellung beschäftigt sich mit der Wechselwirkung von Politik und Kunst. Sie präsentiert bis zum 29. August zwei raumgreifende Installationen Beuys' sowie Arbeiten von 18 zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern. Zu sehen ist unter anderem Beuys' Installation "Eine Straßenaktion". Sie dokumentiert ein Happening des Künstlers von 1971 in der Kölner Hohen Straße, wo er mit Passanten über seine Ideen zur direkten Demokratie diskutierte. Die Schau stellt Installationen von Beuys den Arbeiten nachfolgender Künstler-Generationen gegenüber, die mit seinem Werk in Verbindung stehen.

Steinmeier und Laschet eröffnen 75. Ruhrfestspiele

Mit einem Bekenntnis zur Bedeutung der Kultur als Grundbedingung für Demokratie hat Bundespräsident Steinmeier am Sonntag die 75. Spielzeit der Ruhrfestspiele eröffnet. Die Corona-Pandemie habe den Blick für die Bedeutung der Kultur für die Gesellschaft geschärft, sagte Steinmeier in einer voraufgezeichneten Video-Ansprache. Er forderte die Politik auf, sich "stärker den Künstlerinnen und Künstlern zuzuwenden, insbesondere den freiberuflich Tätigen". Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Laschet würdigte die Kreativität der Festival-Veranstalter, digitale Formate und live-Aufführungen zu verbinden. Als erste Inszenierung wurde die Deutschlandpremiere "Die Seidentrommel", die jüngste Theaterarbeit des 87-jährigen Schauspielers Yoshi Oida, gezeigt. Das Programm im Jubiläumsjahr steht unter dem Motto "Utopie und Unruhe". Bis zum 20. Juni werden 90 Produktionen gezeigt.

Jürgen Habermas verzichtet auf Buchpreis aus Emiraten

Der Philosoph Jürgen Habermas verzichtet auf einen mit 225.000 Euro dotierten Buchpreis aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Der 91-Jährige teilte über den Suhrkamp Verlag mit, die Annahme des "Sheikh Zayed Book Award" sei eine falsche Entscheidung gewesen, die er nun korrigiere. Die sehr enge Verbindung der Institution, die diese Preise in Abu Dhabi vergibt, mit dem dort bestehenden politischen System habe er sich nicht hinreichend klar gemacht, heißt es in seinem Schreiben. Habermas gilt als einer der namhaftesten deutschen Philosophen der Gegenwart. Die Vereinigten Arabischen Emirate sehen sich seit Jahren mit dem Vorwurf von Menschenrechtsverstößen konfrontiert.

Animations- und Trickfilmbranche kommt gut durch die Krise

Wegen der Coronavirus-Pandemie wird das Internationale Trickfilmfestival (ITFS) in Stuttgart zwar auch in diesem Jahr nur online und per Mausklick übertragen. Auf die Lage in der Branche hat das Virus aber nach Einschätzung des künstlerischen Geschäftsführers des Trickfilmfestivals, Wegenast, keinen größeren Einfluss. Einige Studios suchten sogar händeringend Mitarbeiter und die Auftragsbücher seien sehr gut gefüllt. Die Branche sei technologisch und durch weltweit kooperierende Netzwerke bestens aufgestellt. Die Arbeit für einen großen Animationsfilm könne auf viele Studios und Dienstleister aufgeteilt werden. Das Trickfilm-Festival sollte ursprünglich vom 4. bis zum 9. Mai live stattfinden. Nun wird es eine digitale Version der Veranstaltung im selben Zeitraum geben. Wettbewerbsbeiträge sollen unter anderem als Stream abrufbar sein. Auf den verschiedenen Plattformen stehen insgesamt mehr als 400 Filme auf dem Programm

Ein Holzboden für das Kolosseum in Rom

Mit einem ausfahrbaren Holzboden sollen im Kolosseum in Rom Besucher wieder den antiken Kampfplatz der Arena betreten können. Eine Experten-Kommission habe sich für den Vorschlag eines Mailänder Ingenieurbüros entschieden, hieß es am Sonntag bei einer Online-Pressekonferenz des Kulturministeriums. Der Plan sieht vor, dass das derzeit freiliegende unterirdische Areal in der Mitte der Arena mit Holzplatten zugedeckt und bei Bedarf freigelegt werden kann. Italiens Kulturminister Franceschini sprach von einem weiteren Schritt zur Wiederherstellung des ursprünglichen Bildes der Arena. Für die Umsetzung sind 18,4 Millionen Euro vorgesehen.

Kulturministerin Grütters: Demokratische Werte verteidigen

Bei einer virtuellen Gedenkveranstaltung haben Politiker, Überlebende und Befreier Sonntag an den 76. Jahrestag der Befreiung des KZ Dachau erinnert. Kulturstaatsministerin Grütters erinnerte an das "unvorstellbare Leid", das die über 200.000 Häftlinge des KZ Dachau erlitten hätten. Menschen müssten auch 76 Jahre nach Ende des NS-Terrorregimes vor Diskriminierung und Ausgrenzung geschützt werden. "Wir müssen unsere demokratischen Werte verteidigen gegen jene, die sie heute mit Füßen treten", sagte Grütters weiter. Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie musste das Gedenken auch in diesem Jahr virtuell stattfinden. Neben den Grußworten von Politikern übersandten auch die Dachau-Überlebenden Abba Naor, Elly Gotz und Leslie Rosenthal Videobotschaften. Das Konzentrationslager Dachau wurde 1933 als erstes KZ von den Nationalsozialisten errichtet. Etwa 41.500 Menschen starben an den Schikanen, an Mangelernährung und Folter.

Ruhrfestspiele werden mit "Die Seidentrommel" eröffnet

In Recklinghausen werden heute die Ruhrfestspiele eröffnet. Anlässlich des 75-jährigen Bestehens des Festivals sind Grußworte von Bundespräsident Steinmeier und dem nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Laschet geplant. Die Festrede wird die Autorin Enis Maci halten. Im Anschluss steht als Deutschlandpremiere "Die Seidentrommel", eine Theaterarbeit des 87-jährigen Japaners Yoshi Oida auf dem Programm. Im Jubiläumsjahr stehen die Festspiele unter dem Motto "Utopie und Unruhe". Bis zum 20. Juni werden 90 Produktionen gezeigt. Wegen der Pandemie sind zunächst bis zum 21. Mai ausschließlich digitale Veranstaltungen geplant.

US-Schauspielerin Olympia Dukakis ist tot

Die US-Schauspielerin Olympia Dukakis ist im Alter von 89 Jahren gestorben. Wie ihr Bruder auf Facebook schrieb, starb sie nach langer Krankheit in New York City. Dukakis wirkte in Dutzenden Filmen und TV-Serien mit, unter anderem in "Magnolien aus Stahl", "Kuck mal, wer da spricht" und "Geliebte Aphrodite" von Woody Allen. Für ihre Rolle in der Hollywood-Romantikkomödie "Mondsüchtig" wurde sie 1988 mit dem Oscar für die beste Nebendarstellerin geehrt. Dukakis war griechischer Abstammung und wurde 1931 im Bundesstaat Massachusetts geboren. Zunächst machte sie am Theater Karriere, ins Filmgeschäft stieg sie erst später ein. Ihr Cousin war der Präsidentschaftsbewerber Michael Dukakis, der 1988 dem Republikaner George Bush Senior unterlag.

Tausende feiern bei erster Clubnacht in Liverpool

In Liverpool hat zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie in Großbritannien eine legale Clubnacht stattgefunden. Rund 3000 Gäste strömten am Freitagabend Berichten zufolge auf die Tanzfläche eines Lagerhauses, in dem DJs wie Lewis Boardman und The Blessed Madonna auflegten. Die Partys am Freitag und Samstag sind Teil eines Pilotprojekts der britischen Regierung, mit dem Großveranstaltungen in Corona-Zeiten getestet werden sollen. Alle Anwesenden mussten vor dem Einlass einen maximal 24 Stunden alten negativen Corona-Test vorweisen und sollen fünf Tage nach dem Event einen weiteren Test machen. Vor Ort gilt dafür keine Abstands- und Maskenpflicht.

Vatikanische Museen öffnen ab Montag

Am Montag öffnen die Vatikanischen Museen ihre Tore wieder für Besucher. Damit folgen sie auch anderen Einrichtungen in Italien. Voraussetzung ist eine Buchung für ein bestimmtes Zeitfenster. Der Einlass erfolgt im Halbstundentakt und für eine begrenzte Personenzahl. Beim gesamten Aufenthalt ist eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Verstöße gegen Abstands- und Schutzgebote würden angezeigt und die Betreffenden des Hauses verwiesen, hieß es.

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