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Kulturnachrichten

Donnerstag, 8. April 2021

Verband: Musikschulen wie Schulen behandeln

In der Debatte um weitere Öffnungen in der Corona-Krise fordert der Bundesgeschäftsführer des Verbands deutscher Musikschulen, Schulen und Musikschulen gleichberechtigt zu behandeln. Er wünsche sich, dass Musikschulen und Allgemeinbildende Schulen den gleichen Stellenwert erhalten, sagte Matthias Pannes, dessen Verband bundesweit rund 930 Musikschulen vertritt. "Bildung ist mehr als Schule", erklärte er. Verordnungen in den einzelnen Bundesländern regeln derzeit, wann und unter welchen Voraussetzungen Musikschulunterricht stattfinden darf.

Verkauf von mutmaßlichem Caravaggio-Gemälde für 1500 Euro gestoppt

Die spanische Regierung hat die Versteigerung eines Ölgemäldes aus dem 17. Jahrhundert gestoppt, bei dem es sich möglicherweise um ein Werk des Renaissance-Meisters Caravaggio handelt. Das Bild dürfe das Land nicht verlassen, schrieb Kulturminister José Manuel Rodríguez Uribes auf Twitter. Am selben Tag hätte das Werk mit dem Titel "Die Dornenkrönung" beim Auktionshaus Ansorena in Madrid unter den Hammer kommen sollen - für ein Startgebot von 1500 Euro. "Posten 229 wurde von der Auktion zurückgezogen", sagte eine Sprecherin des Auktionshauses. Experten seien dabei, das Gemälde zu analysieren um herauszufinden, welcher Künstler es gemalt hat.

Amanda Gorman als erste Poetin auf "Vogue"-Cover

Die junge US-Poetin Amanda Gorman, die im Januar bei der Amtseinführung des US-Präsidenten Joe Biden auftrat, ziert das neue Cover der US-Modezeitschrift "Vogue". Sie sei die erste Poetin auf dem Titelblatt der Modezeitschrift, schrieb die 23-Jährige auf Instagram. Dafür sei sie "ewig dankbar". Die 1998 in Los Angeles geborene Gorman war 2017 von der US-Kongressbibliothek mit dem Titel "National Youth Poet Laureate" geehrt worden. Bei Bidens Amtseinführung trug sie ihr dafür verfasstes Werk "The Hill We Climb" vor, in dem sie ihre eigene Lebensgeschichte mit der sozialen Realität Amerikas verwebt.

Berichte: "Twin Peaks"-Schauspieler Walter Olkewicz gestorben

US-Schauspieler Walter Olkewicz ist US-Medien zufolge tot. Der Nebendarsteller aus der amerikanischen Mysteryserie "Twin Peaks" sei in Kalifornien nach längerer Krankheit im Alter von 72 Jahren gestorben, berichteten mehrere Medien übereinstimmend unter Berufung auf seinen Sohn, Zak Olkewicz. "Er war ein guter Mann, der seine Liebe zur Kreativität und zu den Künsten in alles gesteckt hat, was er getan hat", wurde der Sohn zitiert. In der 90er-Jahre-Serie "Twin Peaks" von Regisseur David Lynch verkörperte Olkewicz den zwielichtigen Barmann und Croupier Jacques Renault. Zudem spielte er Rollen in den Fernsehserien "Grace" und "Seinfeld".

Berliner Theatertreffen will mehr aufs Klima achten

Das Berliner Theatertreffen will mehr auf den Klimaschutz achten. Dafür soll die CO2-Bilanz des Festivals ermittelt werden. Zudem ist ein Pilotprojekt zu ökologischer Nachhaltigkeit im Theater geplant. "Unser Ziel ist klar: ein maximal bemerkenswertes Festival mit möglichst minimalem CO2-Fußabdruck", teilte Festivalleiterin Yvonne Büdenhölzer mit. Das Berliner Theatertreffen zählt zu den renommiertesten Bühnenfestivals. Eine Jury wählt dafür jährlich die zehn bemerkenswerten Inszenierungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz aus. Normalerweise reisen die Theatergruppen dann nach Berlin, um ihre Aufführungen zu zeigen. In diesem Jahr findet das Festival wegen der Pandemie erneut online statt.

Digitale Bildungskampagne zum Holocaust gestartet

Mit einer neuen Internetaktion soll auf die Gefahren von Hass und Hetze aufmerksam gemacht werden. Die Bildungskampagne #ItStartedWithWords erinnert daran, dass dem Holocaust verbaler Antisemitismus vorausging, wie die Conference on Jewish Material Claims Against Germany (Claims Conference) als Initiator erklärte. Die Aktion startet am heutigen in Israel begangenen Holocaust-Gedenktag, dem Jom Haschoa. Im Internet sollen wöchentlich Videos veröffentlicht werden, in denen Schoah-Überlebende über ihre Erlebnisse berichten. Darunter ist auch die frühere Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch.

Initiative will Glaubwürdigkeit des Dokumentarfilms stärken

Mehr als 150 Dokumentarfilmer und Dokumentarfilmerinnen haben sich einer Online-Kampagne angeschlossen, die die Glaubwürdigkeit des Dokumentarfilms stärken will. In der von zwei Filmemacherinnen entworfenen Erklärung heißt es, Anspruch der Unterzeichnenden sei "Wahrhaftigkeit, Unabhängigkeit, Respekt und Sorgfalt im dokumentarischen, filmischen, oft auch journalistischen Arbeiten".
Unterschrieben wurde die Erklärung unter anderem von Stephan Lamby, Mo Asumang, Almut Faass und Thomas Frickel. Auslöser der Kampagne war die Debatte um den Dokumentarfilm "Lovemobil", in dem Regisseurin Elke Margarete Lehrenkrauss zahlreiche Szenen mit Darstellerinnen inszeniert hatte.

Händel-Festspiele 2021 in Halle abgesagt

Coronabedingt sind die Händel-Festspiele 2021 in Halle abgesagt worden. "Zu unserem großen Bedauern müssen wir nun mitteilen, dass alle Versuche gescheitert sind, und dass aufgrund der jüngsten pandemischen Entwicklung mit dem rasanten Anstieg an Infizierten eine Durchführung der Händel-Festspiele 2021 vom 28. Mai bis 13. Juni 2021 nicht möglich ist", erklärten die Organisatoren in Halle. Damit falle das große, international wahrgenommene Musikfest zum zweiten Mal in Folge aus. Die Organisatoren setzten nun ihre Hoffnungen in den Frühsommer 2022- dann sollen 100 Jahre Händel-Festspiele gefeiert werden.

Warnung vor dauerhaften Pandemie-Folgen für junge Musiker

Die deutschen Musikhochschulen und der Deutsche Musikrat warnen vor dauerhaften Folgen der Corona-Pandemie für junge Musiker. Die Qualität der Ausbildung leide massiv, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung. So seien beispielsweise Schlüsselerfahrungen wie gemeinsames Proben, Projektarbeit und Auftritte vor Publikum für Studierende kaum möglich. "In der Konsequenz werden die jungen Musiker/innen in Bezug auf ihre Zukunftschancen und Wettbewerbsfähigkeit dauerhaft geschädigt", warnen Musikrat und Rektorenkonferenz der Musikhochschulen. Von den zuständigen Bildungsministern der Länder fordern die beiden Institutionen mehr Unterstützung für eine Wiederaufnahme des Präsenzbetriebs an Musikhochschulen. Unabdingbar seien unbürokratische finanzielle Hilfen, sagte der Generalsekretär des Musikrates, Christian Höppner. Damit könnten etwa Corona-Schnelltests für Studierende und Lehrende bereitgestellt, größere Räume angemietet und Lüftungstechnik modernisiert werden.

Saarländisches Staatstheater für Publikum geöffnet

Das Saarländische Staatstheater ist wieder geöffnet. In Deutschland ist das Drei-Sparten-Haus in Saarbrücken derzeit die einzige Bühne, auf der unter strenger Einhaltung der Hygieneregeln vor Publikum gespielt werden darf. Generalintendant Bodo Busse begrüßte das "Saarland-Modell" und sagte im Deutschlandfunk Kultur, er freue sich, dass sein Haus trotz Pandemie wieder ein kulturelles Angebot machen könne.

Studie: Vertrauen in Medien im Corona-Jahr gestiegen

Das Vertrauen in Medien ist in Deutschland einer Langzeitstudie zufolge am Ende des Corona-Jahres 2020 deutlich gewachsen. 56 Prozent der Befragten gaben im November und Dezember an, voll und ganz beziehungsweise eher Medien zu vertrauen, wenn es sich um wirklich wichtige Dinge wie etwa Umweltprobleme, Gesundheitsgefahren oder politische Skandale dreht. Das geht aus der siebten Studien-Ausgabe der Johannes Gutenberg-Universität Mainz hervor. So hoch war der Wert demnach noch nie.Die Ergebnisse zu der Frage hatten sich in den vergangenen Erhebungen in einer Spanne zwischen 28 und 44 Prozent bewegt. 2019 etwa waren es nur 43 Prozent gewesen. Werte für die "Langzeitstudie Medienvertrauen" sind erstmals 2008 erfasst worden, dann nach einer Pause ab 2015 für jedes Jahr.

Kritik an Moschee-Shirt von Jay-Z

Ein von Jay-Z getragenes T-Shirt mit der Abbildung einer historischen kenianischen Moschee hat Kritik von muslimischen Geistlichen erregt. Das Shirt des kenianischen Designers Zeddie Loky zeigt die Riyadha Moschee in Lamu, die wie die gesamte Altstadt Lamus Weltkulturerbe der Unesco ist. Auf seinem Instagram-Account hatte der Designer ein Foto geteilt, das Musikmogul Jay-Z mit dem T-Shirt in Santa Monica zeigt. Das Direktorium und die Gläubigen der Gemeinde in Lamu "seien verstört und fühlten sich beleidigt" von dem Foto, teilte die Gemeinde in einem offenen Brief an Loky mit. Es sei ein Affront gegenüber den Gläubigen, dem Gründer der Moschee und der muslimischen Gemeinschaft, wenn Träger eines solchen T-Shirts "Bars, Clubs und andere frevelhafte Orte" aufsuchten. Die Gemeinde bat um Respekt für die Moschee und darum, das Porträt der Moschee zu entfernen. Wie das Magazin "Nation" berichtete, entschuldigte sich Loky in einem Brief für die Verwendung des Motivs.

Sänger Paing Takhon in Myanmar festgenommen

Der bekannte myanmarische Schauspieler und Sänger Paing Takhon, der sich dem Protest gegen die Militärjunta angeschlossen hatte, ist festgenommen worden. Der 24-Jährige wurde aus dem Haus seiner Mutter in der Wirtschaftsmetropole Yangon abgeführt, wie örtliche Medien berichteten. Über die offiziellen Gründe seiner Festnahme wurde zunächst nichts bekannt. Paing Takhon ist nicht nur in Myanmar, sondern auch im benachbarten Thailand ein Star. Er hat an den Demonstrationen gegen die Militärjunta teilgenommen und übt auch über die Onlinenetzwerke Facebook und Instagram Einfluss aus. Seit dem Militärputsch am 1. Februar finden in Myanmar ständig Massendemonstrationen gegen die Armee statt. Das Militär geht äußerst brutal mit Tränengas, Gummigeschossen und scharfer Munition gegen friedliche Demonstranten vor. Mindestens 580 Menschen wurden bislang bei den Protesten getötet, darunter fast 50 Kinder.

Dramaturg Remsi Al Khalisi geht ans Theater Münster

Die designierte Intendantin des Theaters Münster, Katharina Kost-Tolmein, hat ihr Leitungsteam zusammengestellt. Das Haus gab bekannt, dass der Dramaturg Remsi Al Khalisi ab Beginn der Spielzeit 2022 / 2023 die Schauspielsparte leiten werde. Al Khalisi hat unter anderem an der Berliner Schaubühne und am Hans-Otto-Theater Potsdam gearbeitet. Derzeit ist er Chefdramaturg und stellvertretender Intendant am ETA-Hoffmann-Theater Bamberg. Die Tanzsparte am Theater Münster soll die Choreographin Lillian Stillwell übernehmen. Die Oper leitet Intendantin Kost-Tolmein selbst, der amtierende Generalmusikdirektor Golo Berg bleibt in seiner Funktion.

Französische Doku sät Zweifel an Leonardo da Vincis Urheberschaft von "Salvator Mundi"

Ein französischer Dokumentarfilm sät neue Zweifel daran, dass das Ölgemälde "Salvátor Mundi" als eines von Leonardo da Vinci geschaffenes Werk gelten kann. Analysen des Pariser Museums "Louvre" seien zu dem Schluss gekommen, dass das Bild zwar in einem Atelier von da Vinci entstanden sei, der Meister selbst dazu aber lediglich "beigetragen" habe, heißt es in dem Film. Er soll in der kommenden Woche im französischen Fernsehen gezeigt werden. "Salvátor Mundi" gilt als das teuerste Gemälde der Welt. Es war 2017 vom Auktionshaus Christie's in New York für 450 Millionen Dollar versteigert worden. Schon seit langem gibt es Zweifel daran, dass das Werk allein oder hauptsächlich von da Vinci geschaffen wurde.

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