Klangkunst, vom 19.06.2009

Von Bojidar Spassov und Ulrich Land

Zwei Poeme des futuristischen russischen Poeten Chlebnikov (1885-1922) - in der psychiatrischen Klinik geschrieben - gaben den Anstoß zu diesem "Musik-Hörstück für Laut-Sänger, Laut-Sprecher und andere Laut-Quellen".

Blick auf die Knöpfe eines Mischpults (Stock.XCHNG / Matteo Discardi)
Blick auf die Knöpfe eines Mischpults (Stock.XCHNG / Matteo Discardi)

Für Chlebnikov, der daran arbeitete, die Sprache der Vögel, Geister und Götter zu übersetzen, war Sprache Spiel- und Klangmaterial, ein fantastischer Bauchladen frei wählbarer Phoneme. Das Hörstück ist eine Fortsetzung des Prinzips Chlebnikov mit digitalen Mitteln.

Komposition und Realisation: Bojidar Spassov/Ulrich Land
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2008
Länge: 54'06

Der Geiger und Komponist Bojidar Spassov, 1949 in Sofia geboren, lebt seit 1990 in Deutschland. Er unterrichtet an der Folkwang-Hochschule in Essen. Seine Kompositionen wurden europaweit aufgeführt.

Ulrich Land, geboren 1956, schreibt Lyrik, Prosa, Features und Hörspiele. Zuletzt "Sprache, die schreitet so tönend" (DKultur 2006, mit Rilo Chmielorz und Pedro López) und "Vernagelt" (DKultur 2008).