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Kulturnachrichten

Dienstag, 1. Oktober 2019

US-Universität gibt Iran antike Werke zurück

Der Iran hat von der University of Chicago fast 1800 Artefakte zurückerhalten. Sie seien am Montag in Teheran eingetroffen, begleitet von zwei Lehrkräften der US-Universität, teilte die iranische Regierung auf ihrer Internetseite mit. Der Iran hatte die alten Werke vor mehr als 80 Jahren dem Orientalischen Institut der Universität geliehen, damit es diese erforschen, übersetzen und katalogisieren kann. Archäologen hatten sie in den 1930er Jahren an dem Ort entdeckt, an dem sich einst die historische Stadt Persepolis befand.

Filmproduzent Eric Pleskow gestorben

Seine Name ist mit Welterfolgen des Kinos wie "Amadeus", "Der mit dem Wolf tanzt" oder "Das Schweigen der Lämmer" verbunden. Nun ist der Filmproduzent Eric Pleskow im Alter von 95 Jahren gestorben, teilte das Festival Viennale in Wien mit. Der gebürtige Österreicher gewann in seiner Laufbahn 14 Oscars und zehn Golden Globes. 1939 war er mit seinen Eltern vor den Nazis in die USA geflohen. Nach Kriegsende kam er als Filmoffizier nach Deutschland, danach begann seine Karriere in Hollywood.

Dirigent Jansons erhält Opus Klassik für Lebenswerk

Der lettische Stardirigent Mariss Jansons wird mit einem Opus Klassik für sein Lebenswerk geehrt. Der 76-Jährige werde die Auszeichnung am 13. Oktober in Berlin entgegennehmen, teilten die Preisstifter mit. Seit Jahrzehnten sei Jansons Garant für unvergessliche Konzerterlebnisse auf den großen Podien der Welt. Jansons dirigiert in München das Symphonieorchester und den Chor des Bayerischen Rundfunks. Der Opus Klassik wird seit 2018 vom Verein zur Förderung der Klassischen Musik vergeben. Er hatte den Echopreis abgelöst, der nach dem Verleihskandal um zwei umstrittene Rapper abgeschafft worden war.

Acht deutsche Bewerber für Kulturhauptstadt 2025

Acht deutsche Städte wollen europäische Kulturhauptstadt 2025 werden. Das gaben die Kulturstiftung der Länder und die Kultusministerkonferenz nach Ablauf der Bewerbungsfrist in Berlin bekannt. Um den Titel bewerben sich Chemnitz, Dresden, Gera, Hannover, Hildesheim, Magdeburg, Nürnberg und Zittau. Deutschland darf neben Slowenien eine der beiden Kulturhauptstädte Europas stellen. Im Dezember trifft eine Jury eine Vorauswahl, im Herbst 2020 sollen dann die Titelträger feststehen. 2010 war Essen die bisher letzte deutsche Kulturhauptstadt.

Erste Käthe-Kollwitz-Schau in Frankreich

Der französische Staatspräsident Macron hat die Schirmherrschaft über die erste Ausstellung der deutschen Malerin und Grafikerin Käthe Kollwitz in Frankreich übernommen. Sie wird am Freitag im Straßburger Museum für moderne und zeitgenössische Kunst eröffnet. Die Ausstellung "Käthe Kollwitz - 'Je veux agir dans ce temps'" ("Ich will wirken in dieser Zeit") biete einen Überblick über das gesamte künstlerische Schaffen der wohl bedeutendsten deutschen Zeichnerin, Grafikerin und Bildhauerin des 20. Jahrhunderts, teilte das Kollwitz-Museum in Köln mit. Von dort stammen allein 140 der 170 Exponate. Die Ausstellung in Straßburg ist bis zum 12. Januar geöffnet.

Sopranistin Jessye Norman ist tot

Die Opernsängerin Jessye Norman ist im Alter von 74 Jahren an den Folgen einer Rückenmarksverletzung gestorben. Dies teilte eine Sprecherin ihrer Familie in New York mit. Jessye Norman gehörte mit ihrer leidenschaftlichen Sopranstimme lange Zeit zu den weltweit bekanntesten Opernstars. In ihrer Karriere erhielt sie unter anderem vier Grammys und bekam die Ehrenmedaille National Medal of Arts verliehen, eine der wichtigsten Auszeichnungen für Künstler und Kunstförderer in den USA. Die Afroamerikanerin feierte als eine der ersten dunkelhäutigen Künstler in der Opernwelt Erfolge. Sie war vor allem als Interpretin von Opern Richard Wagners bekannt, wurde aber auch als Jazz-Interpretin geschätzt. Ihr Debüt feierte Norman 1969 an der Deutschen Oper Berlin.

Aachener Kunstpreis doch nicht für Walid Raad

Die Stadt Aachen will ihren Kunstpreis wegen Antisemitismus-Vorwürfen nicht wie geplant an den libanesisch-amerikanischen Künstler Walid Raad überreichen. Man ziehe sich aus der Verleihung in diesem Jahr zurück, hieß es in einer Mitteilung. "Wir müssen nach entsprechenden Recherchen davon ausgehen, dass der designierte Preisträger Anhänger der BDS-Bewegung ist und mehrfach an Maßnahmen zum kulturellen Boykott Israels beteiligt war", sagte Oberbürgermeister Marcel Philipp (CDU) in der Begründung. Darauf angesprochen, habe sich Raad auch nicht ausreichend von der vom Landtag als antisemitisch eingestuften Bewegung distanziert. Mit dem Preis sollte Raad im Oktober für sein 15 Jahre dauerndes Projekt "The Atlas Group" gewürdigt werden. Darin setzt sich der 1967 geborene Künstler mit der gewaltsamen Geschichte des Libanon auseinander. Alle zwei Jahre wird der Kunstpreis Aachen von der Stadt, dem Kunstfreundeverein des Ludwig Forums und der Aachener Wirtschaft vergeben.

"Geo"-Chefredakteur leitet künftig Henri-Nannen-Schule

Der Chefredakteur der Zeitschrift "Geo", Christoph Kucklick, wird neuer Leiter der Henri-Nannen-Schule in Hamburg. Der 55-Jährige übernimmt den Posten zum Jahreswechsel von Andreas Wolfers, der die Journalisten-Ausbildungsstätte auf eigenen Wunsch nach zwölf Jahren an der Spitze verlässt. Die Verlagschefin von Gruner+Jahr, Julia Jäkel, lobte Kucklick als klugen Journalisten, er vereine "die klassischen Tugenden des Journalismus mit einem breiten Wissen über die Herausforderungen der digitalen Transformation, inhaltlich wie technologisch". Die Journalistenschule hatte ihr Konzept zuletzt überarbeitet und unter anderem die Ausbildung verlängert und das Lehrprogramm erweitert. Kucklick hat von 1985 bis 1987 selbst die Ausbildung der Henri-Nannen-Schule durchlaufen.

Havel-Preis für Regierungskritiker und Jugendinitiative

Der Vaclav-Havel-Preis des Europarates hat in diesem Jahr erstmals zwei Gewinner. Die Parlamentarische Versammlung zeichnete den inhaftierten chinesisch-uigurischen Wirtschaftswissenschaftler und Regierungskritiker Ilham Tohti aus. Zweiter Preisträger ist die Jugendinitiative für Menschenrechte, YIHR, die sich in mehreren Balkanländern engagiert. Für Tohti nahm ein Stellvertreter die Ehrung in Straßburg entgegen. Mit dem Vaclav-Havel-Preis zeichnet der Europarat seit 2013 Menschenrechtsaktivisten aus. Die Auszeichnung ist mit 60.000 Euro dotiert und benannt nach dem 2011 verstorbenen Bürgerrechtler und Präsidenten der Tschechischen Republik.

Axel Springer kündigt Umbau bei "Bild" und "Welt" an

Axel Springer beginnt mit einem Umbau im Verlagsgeschäft: Die "Bild am Sonntag" verliert ihre Eigenständigkeit und wird künftig in einer gemeinsamen Redaktion mit der "Bild"-Zeitung erstellt. Auch Stellen werden wegfallen - wie viele, ließ der Konzern offen. In den kommenden drei Jahren werde man zugleich sparen und investieren, kündigte der Medienkonzern an. Demnach ist ein Personalabbau in Verlag, Redaktionen, Vertrieb und Vermarktung geplant. Die werktäglichen Ausgaben von "Welt Kompakt" und "Welt Hamburg" werden eingestellt. Insgesamt will Springer den Angaben zufolge im Konzern-Bereich News Media National, zu dem "Welt" und "Bild" gehören, in den kommenden drei Jahren mehr als 100 Millionen Euro investieren.

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