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Kulturnachrichten

Dienstag, 13. Juni 2017

US-Rapper Diddy ist bestbezahlter Promi der Welt

US-Magazin "Forbes" veröffentlicht neue Liste

Der US-Rapper Sean "Diddy" Combs ist der bestbezahlte Prominente der Welt. Er führt eine Liste mit hundert Namen an, die "Forbes" gestern veröffentlichte. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die US-Sängerin Beyoncé und die britische Autorin der "Harry Potter"-Bücher, J.K. Rowling. Diddy verdiente laut dem Magazin im vergangenen Jahr rund 130 Millionen Dollar, Beyoncé kam auf 105 Millionen Dollar und Rowling auf 95 Millionen Dollar. Die britische Autorin ist damit der bestbezahlte Promi außerhalb der Musikbranche. Der 47-jährige Diddy, der sich früher auch Puff Daddy oder P. Diddy nannte, wurde in den 90 Jahren zu einem der erfolgreichsten Rapmusiker der Welt. Inzwischen veröffentlicht er kaum noch neue Songs, er hat seine Aktivitäten aber unter anderem auf die Mode- und Getränkebranche ausgeweitet. Als erster Deutscher folgt Formel-1-Pilot Sebastian Vettel mit einem Jahreseinkommen von rund 34 Millionen Dollar auf Platz 63.

Thüringer Literaturstipendium für Ron Winkler

"Harald Gerlach"-Stipendium ist mit 12.000 Euro dotiert

Der in Jena geborene Dichter und Übersetzer Ron Winkler ist mit dem Thüringer Literaturstipendium "Harald Gerlach" ausgezeichnet worden. Winkler erhielt die Auszeichnung am Dienstag von Kulturminister Benjamin-Immanuel Hoff in Erfurt. Winkler überzeuge durch seine Lyrikbände, durch zahlreiche Übersetzungen und auch als Herausgeber der Lyrik-Anthologie "Thüringern im Licht", erklärte Hoff. Seine Texte überzeugten durch originell gesetzte Metaphern und Humor, mit denen er thüringische Kindheits- und Jugenderinnerungen nicht als unumstößliche Wahrheiten ins Bild setze. Das Literaturstipendium trägt den Namen des 2001 gestorbenen Thüringer Autors Harald Gerlach.

Botschafter besucht Yücel im Gefängnis

Außenminister Sigmar Gabriel forderte abermals, Deniz Yücel zu entlassen

Lange Zeit verweigerte die Türkei deutschen Diplomaten Besuche bei Deniz Yücel im Gefängnis. Am Dienstag konnte der deutsche Botschafter in der Türkei, Martin Erdmann, erstmals den inhaftierten "Welt"-Korrespondenten Deniz Yücel im Gefängnis besuchen. Aus der Deutschen Botschaft in Ankara hieß es nach dem Besuch: "Botschafter Erdmann hat heute über eine Stunde frei mit Herrn Yücel sprechen können. Deniz Yücel geht es gut. Die Unterstützung aus Deutschland - Lesungen, Konzerte, Autokorsos - tut ihm gut. Er weiß so, dass er nicht allein ist und nicht vergessen wird." Gegen Yücel wurde Ende Februar Untersuchungshaft verhängt. Ihm werden Terrorpropaganda und Volksverhetzung vorgeworfen. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat Yücel außerdem öffentlich beschuldigt, ein Terrorist und deutscher Spion zu sein. Auch der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte befasst sich mit dem Fall.

Hamburger Künstler vergoldet Fassade

Projekt "Veddel vergolden" ist umstritten

Der Künstler Boran Burchhardt hat in Hamburg mit seinem umstrittenen Kunstprojekt "Veddel vergolden" begonnen. Von einer Hebebühne aus trug er hauchdünnes Blattgold mit einem Spezialkleber auf eine 300 Quadratmeter große Hauswand in dem sozial schwachen Stadtteil auf. "Unser Ziel, die Aufmerksamkeit auf die Veddel zu lenken, hat bereits funktioniert", erklärte er. Das Kunstprojekt hatte bereits im Vorfeld für viel Wirbel gesorgt. Die Hamburger Kulturbehörde stellt für das Vorhaben 85 000 Euro aus einem Topf für Kunst im öffentlichen Raum bereit. "Ab heute wird ein weiteres beschämendes Kapitel von Steuergeldverschwendung geschrieben", sagte Sabine Glawe vom Bund der Steuerzahler Hamburg. Auch der SPD-Politiker Klaus Lübke und die Grünen hatten die Aktion als überflüssig kritisiert.

Protest gegen Schließung von Kunstgeschichte-Institut

Senat und Uni-Präsidium suchen nach Alternativ-Lösungen für Schließung

Wenn 2023/24 am Kunsthistorischen Institut Osnabrücke alle drei Professorenstellen vakant werden, möchte die Universität diese Posten an andere Institute verlegen und die Kunstgeschichte dicht machen. Dagegen protestieren wiederholt Studenten und Wissenschaftler aus der Region. 17 Museen und Kulturinstitutionen in Osnabrück wollen am kommenden Sonntag unter dem Motto "Zwölf Stunden Kunstgeschichte" auf populäre Art und Weise Kunstwerke in Museen und unter freiem Himmel erläutern. Der Direktor des Diözesanmuseums Osnabrück, Hermann Queckenstedt, sagte, die Museen in der Stadt profitierten auf vielfältige Weise von dem Universitätsinstitut. Eine Schließung würde zu einer Verarmung des Kulturlebens in Stadt und Region führen. Einen endgültigen Beschluss zur Schließung des Instituts gibt es noch nicht.

Regensburger "Porta Praetoria" wird wiedereröffnet

Römische Torbogen gilt als eines der ältesten erhaltenen Bauwerke Regensburgs

Der römische Torbogen "Porta Praetoria" in Regensburg wird am Freitag nach Sanierungsarbeiten wiedereröffnet. "Als Teil des römischen Legionslagers 'Castra Regina' steht die 'Porta Praetoria' für die Geburt der Welterbestätte Regensburg", erklärte Staatssekretär Bernd Sibler vom bayerischen Kultusministerium am Dienstag. Erstmals kann der römische Torbogen auch von Innen besichtigt werden. Die Sanierungsarbeiten begannen im Frühjahr 2016; die Kosten wurden auf rund drei Millionen Euro geschätzt. Die "Porta Praetoria" stammt aus der Zeit um 179 nach Christus. Der römische Torbogen war damals der Zugang zum Legionärslager "Castra Regina". Heute zählt das Bauwerk wie die Altstadt und die Steinerne Brücke zum Unesco-Weltkulturerbe. Neben dem Stadttor "Porta Nigra" in Trier ist die "Porta Praetoria" die einzige erhaltene römische Toranlage nördlich der Alpen.

Berliner Brücke-Museum bekommt neue Leiterin

Neue Leiterin Lisa Marei Schmidt soll Haus für "neue Publikumsschichten" öffnen

Die Kunsthistorikerin Lisa Marei Schmidt wird neue Leiterin des Berliner Brücke-Museums. Die gebürtige Rheinländerin tritt zum 1. Oktober die Nachfolge von Magdalena Moeller an, die nach fast 30 Jahren an der Spitze des Hauses in den Ruhestand geht. Schmidt war zuletzt Kuratorin am Berliner Gegenwartsmuseum Hamburger Bahnhof. Sie hat in Marburg, Amsterdam und Berlin Kunstgeschichte und Neuere Deutsche Literatur studiert, arbeitete bei der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen und am Museum Folkwang. Berlins Kultursenator Klaus Lederer (Linke) erklärte, Schmidt habe die Findungskommission nicht zuletzt durch kluge strategische Überlegungen und gute Programmideen überzeugt. "Von ihr erhoffe ich mir, dass sie das Haus auch für neue Publikumsschichten öffnet." Das Brücke-Museum im Berliner Stadtteil Dahlem ist das Landesmuseum für Werke der Künstlergruppe Brücke. Es feiert am 15. September sein 50-jähriges Bestehen.

"Bild.de" zeigt zurückgehaltene Antisemitismus-Doku

ARTE und WDR möchten Doku aus "handwerklichen Gründen" vorerst nicht senden

"Bild.de" hat die vieldiskutierte ARTE-Dokumentation "Auserwählt und ausgegrenzt - Der Hass auf Juden in Europa" online gestellt. Arte weigert sich weiterhin, die Dokumentation über Antisemitismus in Europa zu senden. Der jetzige Film entspreche nicht dem geplanten Projekt: "Vereinbart war ein von zwei Koautoren erstelltes Panorama des Antisemitismus heute in Europa. Zum Großteil spielt aber der von einem einzigen Autor erstellte Film zwischen Berlin und dem Nahen Osten." Arte teilte mit, man habe zur Kenntnis genommen, dass "Bild.de" die Dokumentation "in eigener Verantwortung" online gestellt habe. "Auch wenn diese Vorgehensweise befremdlich ist, hat Arte keinen Einwand, dass die Öffentlichkeit sich ein eigenes Urteil über den Film bilden kann", erklärte der Sender auf seiner Seite. Zuletzt hatte es viel Kritik an der Vorgehensweise von Arte und dem WDR gegeben. Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, hatte sich in einem Schreiben an Arte, WDR und ZDF verwundert geäußert, dass die Dokumentation nicht wie geplant gesendet werden soll.

Friedenspreis für Schriftstellerin Margaret Atwood

Auszeichnung gehört zu den renommiertesten Kulturpreisen des Landes

Die kanadische Schriftstellerin Margaret Atwood erhält den diesjährigen Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Das hat der Börsenverein des Deutschen Buchhandels zur Eröffnung der Buchtage Berlin mitgeteilt. Die 77-jährige Atwood gilt als erfolgreichste Autorin Kanadas, ihre Bücher wurden in mehr als 30 Sprachen übersetzt. In der Jury-Begründung heißt es, Atwood zeige in ihren Romanen und Sachbüchern "immer wieder ihr politisches Gespür und ihre Hellhörigkeit für gefährliche, unterschwellige Entwicklungen und Strömungen". Humanität, Gerechtigkeitsstreben und Toleranz prägten ihre Haltung, Atwood blicke mit wachem Bewusstsein und tiefer Menschenkenntnis auf die Welt. Der mit 25 000 Euro dotierte Preis geht dem Statut zufolge an Persönlichkeiten, "die in hervorragendem Maße vornehmlich durch ihre Tätigkeit auf den Gebieten der Literatur, Wissenschaft und Kunst zur Verwirklichung des Friedensgedankens beigetragen" haben. Die Auszeichnung wird zum Abschluss der Frankfurter Buchmesse am 15. Oktober in der Paulskirche verliehen. Preistägerin 2016 war die deutsche Publizistin Carolin Emcke.

Wirbel um Trump-"Ermordung" auf der Bühne

US-Theater hält an "Julius Cäsar"-Inszenierung fest

Eine Shakespeare-Inszenierung, in der Roms Herrscher Julius Cäsar Ähnlichkeiten mit US-Präsident Donald Trump aufweist und am Ende des Stücks wie immer ermordet wird, sorgt für Wirbel in New York. Das Public Theater stellte sich entschieden hinter die Produktion - obwohl mit Delta Airlines und der Bank of America zwei namhafte Sponsoren abgesprungen waren. Man erkenne an, dass die Aufführung hitzige Diskussionen ausgelöst habe, doch genau das sei das Ziel "unseres staatsbürgerlich-engagierten Theaters", hieß es in einer Erklärung. Das Stück befürworte in keiner Weise Gewalt. In der Inszenierung des Klassikers "Julius Cäsar" von William Shakespeare trägt der römische Imperator eine rote Krawatte, einen Anzug und eine ähnlich blonde Haartracht wie Trump. Seine Frau weist- in Anlehnung an Trumps Gemahlin Melania - einen osteuropäischen Akzent auf.

Rom will Brunnen besser schützen

Geldstrafen sollen Fehlverhalten verhindern

Wer Roms historischen Brunnen zu nahe kommt, muss künftig tief in die Tasche greifen. Strafen in Höhe von 40 bis 240 Euro können verhängt werden, wenn an den Brunnen gepicknickt wird, Kleidung oder Tiere darin gewaschen werden oder in ihnen gebadet wird. "Die Schönheit von Rom muss von allen respektiert werden", sagte die Bürgermeisterin der italienischen Hauptstadt, Virginia Raggi, in einer Videobotschaft auf Facebook. In den vergangenen Wochen gab es immer wieder Berichte über Menschen, die in Meisterwerken wie dem Trevi-Brunnen oder der Fontana della Barcaccia vor der Spanischen Treppe badeten oder an ihnen hochkletterten. Das nun verabschiedete Dekret ist bis Ende Oktober gültig.

Start der Hamburger Privattheatertage

Sechste Ausgabe des Festivals beginnt am Abend mit britischem Stück

Im Altonaer Theater wird Mike Bartletts Stück "King Charles III." von der Bremer Shakespeare Company aufgeführt. Bis zum 24. Juni bewerben sich in neun Hamburger Spielstätten zwölf kleinere Bühnen aus der gesamten Republik um die undotierten Monica-Bleibtreu-Preise. Eine Fachjury hatte ihre Produktionen in den Sparten Zeitgenössisches Drama, Moderner Klassiker und Komödie ausgewählt. Die vom Bund geförderte Leistungsschau endet am 25. Juni mit einer Gala samt Preisverleihung in den Kammerspielen.

Bühnenkünstlerin Rosalie ist tot

Sie starb nach kurzer Krankheit mit 64 Jahren in Stuttgart

Als Gudrun Müller wurde sie 1953 im baden-württembergischen Gemmrigheim geboren. Bekannt machte sie sich mit dem Künstlernamen Rosalie und mit Lichtleitfasern, die sie erstmals auf einer Bühne einsetzte. Für ihr künstlerisches Gesamtwerk erhielt sie dafür 2008 den Europäischen Kulturpreis und stellte auf der Biennale in Venedig aus. Nach dem Studium von Malerei, Grafik und Plastisches Arbeiten an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, war Rosalie seit 1979 freischaffende Künstlerin. Sie entwarf experimentelle Raum- und Figurenkonzepte und war als Malerin, Installationskünstlerin und Bildhauerin tätig, arbeitete für Oper, Schauspiel, Ballett und Film. „Verklärte Nacht“, „Pierrot lunaire“ und „Helios –La Nube Luminosa“ heißen ihre bekanntesten Arbeiten. Seit 1995 lehrte Rosalie mit dem eigens für sie geschaffenen Lehrstuhl an der Hochschule für Gestaltung Offenbach Bühnen- und Kostümbild. 2013 hatte sie den Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg erhalten.

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