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Kulturnachrichten

Dienstag, 29. April 2014

Weitere Gemälde aus jüdischem Kunstbesitz bei Preußen-Stiftung vermutet

Bei der Stiftung Preußischer Kulturbesitz gibt es offenbar weitere Gemälde aus der Sammlung Anna Caspari.

Dies teilten Vertreter der Familie der jüdischen Kunstsammlerin mit, die von den Nazis ermordet wurde. In einer in Berlin veröffentlichten gemeinsamen Erklärung mit der Stiftung heißt es, noch sei unklar, um wie viele Bilder es sich genau handele. Beide Seiten hätten aber eine enge Zusammenarbeit vereinbart, um die Geschichte der Werke in der NS-Zeit zu klären. Auslöser der Recherche ist der Verdacht, dass das Bild "Pariser Platz in Berlin" von Oskar Kokoschka der Galerie Caspari von den Nazis geraubt worden sein könnte. Es hing bis vor kurzem im Arbeitszimmer des Präsidenten der Preußen-Stiftung, Hermann Parzinger, wurde jetzt aber abgehängt.

Deutscher Kulturrat warnt vor Folgen des Freihandelsabkommens

Der Deutsche Kulturrat warnt vor den Folgen des geplanten transatlantischen Freihandelsabkommens.

Sein Geschäftsführer Olaf Zimmermann sagte in Berlin, die Vereinbarungen zwischen der EU und den USA würden die kulturelle Vielfalt in Deutschland gefährden. Bedroht seien dann etwa die Buchpreisbindung, die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und die gesamte öffentliche Kulturförderung. Auch das hohe Schutzniveau beim Urheberrecht stehe in Frage. Zimmermann äußerte sich bei der Vorstellung einer gemeinsamen Tournee mit der Anti-Globalisierungsbewegung "Attac", bei der Künstler von Freitag an unter dem Motto "Raus aus der Freihandelsfalle" auftreten.

Der Deutsche Kulturrat ist der Spitzenverband der Bundeskulturverbände.

E-Books sollen Büchern steuerlich gleichgestellt werden

E-Books und Hörbücher sollen den herkömmlichen Druckausgaben steuerlich gleichgestellt werden.

Die Koalition hat auf ihrer Klausur in Königswinter beschlossen, dass sie die Mehrwertsteuer auf solche Medien senken will - und zwar von derzeit 19 auf den verringerten Satz von sieben Prozent, wie er bei den gedruckten Büchern bereits seit langem gilt. Über dem Vorhaben steht allerdings noch ein Fragezeichen: Nötig ist nämlich eine europaweite Regelung. Dafür wolle man sich in Brüssel einsetzen, sagte Unionsfraktionschef Kauder. Der Buchhandel begrüßte die Pläne.

"Scorpions"-Schlagzeuger muss in Saudi-Arabien ins Gefängnis

Der Aufenthalt von James Kottak in Saudi-Arabien dauert länger als geplant.

Der Schlagzeuger der Hannoverschen "Scorpions" ist in dem Land zu einer einmonatigen Haftstrafe verurteilt worden. Er wurde für schuldig befunden, bei einem Zwischenstopp auf dem Flughafen in Dubai in betrunkenem Zustand die Hosen heruntergelassen und muslimische Reisende beschimpft zu haben. Sein Anwalt hatte vor Gericht erfolglos argumentiert, Kottak habe den Umstehenden lediglich seine Rückentätowierung zeigen wollen. Der Schlagzeuger war auf dem Weg zu einem "Scorpions"-Konzert in Bahrain.

Bundeskartellamt genehmigt Funke-Springer-Deal

Das Bundeskartellamt hat einen wichtigen Deal in der Zeitschriftenbranche genehmigt.

Die Behörde bewilligte den Verkauf mehrerer TV-Magazine des Springer-Verlags an die Essener Funke-Gruppe - allerdings nur unter Auflagen. Laut Bundeskartellamt verpflichtet sich Funke, einige der Titel an einen Konkurrenten weiterzuverkaufen. Damit sei sichergestellt, dass es keine Wettbewerbsverzerrungen gebe, hieß es in Bonn. Das Geschäft mit den TV-Zeitschriften ist Bestandteil eines größeren Deals: Mitte 2013 hatte Springer angekündigt, für 920 Millionen Euro traditionsreiche Blätter wie das "Hamburger Abendblatt" und die "Hörzu" an die Funke-Mediengruppe zu verkaufen und sich stattdessen stärker auf das Online-Geschäft zu konzentrieren.

Initiative gegen Abriss von Mannheims Kunsthalle

Gegen den Neubau der Mannheimer Kunsthalle regt sich Widerstand.

In der baden-württembergischen Stadt hat eine Bürgerinitiative eine allgemeine Abstimmung über den Abriss des derzeitigen Gebäudes gefordert. Der geplante Neubau sei protzig und überteuert und füge sich nicht in das Jugendstil-Ensemble am zentralen Platz am Wasserturm ein, erklärte die Bürger-Gruppe. Der derzeitige Kunsthallen-Bau des Architekten Hans Mitzlaff aus dem Jahr 1983 soll im Sommer abgerissen werden. Er ist aus Sicht der Museumsleitung zu klein und energetisch veraltet.

Gauck eröffnet Türkisch-Deutsche Universität in Istanbul

"Es ist ein neues Kapitel in den Wissenschaftsbeziehungen zwischen der Türkei und Deutschland."

Mit diesen Worten hat Bundespräsident Joachim Gauck die Türkisch-Deutsche Universität in Istanbul offiziell eröffnet. Er bezeichnete die Hochschule als Ort interkultureller Begegnung. Sie solle vor allem junge Menschen zusammenführen. Seit dem vergangenen September sind an der TDU rund 130 Hochschüler eingeschrieben - unter anderem in den Studiengängen Jura, BWL sowie "European and International Affairs". Langfristig sollen dort rund 5.000 Menschen studieren.

Journalisten weisen Kritik von Verfassungschutz-Chef Maaßen zurück

Beim Thema Enthüllungen sind Verfassungsschützer und Journalisten immer noch weiter auseinander.

Auf einer Podiumsdiskussion gestern abend in Berlin warf der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Maaßen, den deutschen Medien vor, im Umgang mit Staatsgeheimnissen mitunter verantwortungslos zu handeln. Die nationale Sicherheit müsse aber wichtiger sein als die Steigerung der Auflage, sagte Maaßen. Journalistenvertreter wiesen den Vorwurf zurück.Der Vorsitzende des Netzwerks Recherche, Oliver Schröm, sagte, Journalisten müssten Ungerechtigkeiten entlarven. Der frühere "Spiegel"-Chefredakteur Georg Mascolo meinte, der Staat schulde den Bürgern Transparenz. Es gebe oft ein Interesse der Mächtigen, bestimmte Dinge zu verbergen.

Organisatoren der Veranstaltung "Whistleblower - Helden oder Verräter" waren der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger, der Deutsche Journalisten-Verband und der Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen.

Neues Tagesschau-Design kommt bei Zuschauern gut an

Eigentlich ist der deutsche Fernsehzuschauer ja ein Gewohnheitstier.

Das neue Design von "Tagesschau" und "Tagesthemen" aber kommt beim TV-Publikum gut an. In einer repräsentativen "Forsa"-Umfrage für das Magazin "Stern" erklärten 74 Prozent der Befragten, ihnen gefalle das modernisierte Erscheinungsbild. Bei den 14- bis 29-Jährigen waren es sogar 82 Prozent. Weniger groß war die Zustimmung bei den über 60-Jährigen. Die beiden Sendungen waren am 19. April erstmals im neuen Design ausgestrahlt worden.

Forschungsausgaben steigen auf Rekord

Wirtschaft, Hochschulen und andere Einrichtungen in Deutschland haben 2012 so viel für Forschung ausgegeben wie noch nie.

Das Statistische Bundesamt meldet eine Rekordsumme von insgesamt gut 79 Milliarden Euro. Das waren fast vier Milliarden Euro als im Jahr zuvor. Der Anteil am Bruttoinlandsprodukt betrug 2,98 Prozent und entsprach damit fast der Zielvorgabe der EU von 3 Prozent. Mehr als zwei Drittel der Ausgaben entfallen auf den Wirtschaftssektor. Der Anteil der Hochschulen macht etwa ein Fünftel aus, der Rest fällt auf außeruniversitäre Forschungseinrichtungen.

Norwegen Bau der umstrittenen Utøya-Gedenkstätte wird verschoben

Die Proteste in Norwegen zeigen Wirkung.

Die Regierung hat die Eröffnung der geplanten Gedenkstätte für die Attentats-Opfer auf der Insel Utøya um ein Jahr auf 2016 verschoben. Ein Einschnitt in einen nahegelegenen Felsen soll die Wunde symbolisieren, die das Massaker des Neo-Nazis Anders Behring Breivik im Juli 2011 in der Gesellschaft hinterlassen hat. Nach Angaben des Kulturministeriums werden die Planungen nun überarbeitet - unter anderem soll ein Sichtschutz für die Anwohner geschaffen werden, die nicht täglich an die Tat erinnert werden wollen. Auch Hinterbliebene der Opfer hatten den Entwurf für das Denkmal aus verschiedenen Gründen kritisiert.

Havanna bekommt Moschee

In Kuba gibt es bald erstmals eine Moschee.

Wie der staatliche Rundfunk berichtet, soll sie bereits im kommenden Jahr in der Hauptstadt Havanna eröffnet werden. Das Gebäude werde rund 500 Menschen Platz bieten und im Stil an die Ortaköy-Moschee im türkischen Istanbul erinnern, hieß es weiter. In dem kommunistischen Land leben etwa 3.500 Muslime.

Auszeichnung: Captain Kirk von der NASA geehrt

Captain Kirk wird ausgezeichnet.

Die NASA verleiht dem Schauspieler William Shatner die höchste Ehrung für Personen, die nicht der US-Raumfahrtbehörde angehören: Die sogenannte "Distinguished Public Service Medal". Shatner habe als Captain Kirk in der TV-Serie "Star Trek" Generationen von Forschern, Ingenieuren und Astronauten inspiriert, erklärte die NASA in Washington. Nicht wenige von ihnen arbeiteten heute für die Behörde.

US-Kirche klagt gegen Verbot von Homo-Ehe

In 17 von 50 US-Bundesstaaten dürfen homosexuelle Paare mittlerweile heiraten - North Carolina gehört nicht dazu.

Eine evangelische Kirche will dieses Verbot jetzt kippen und hat deshalb Verfassungsklage eingereicht. Die Begründung der "United Church of Christ": Die Vorschrift verstoße gegen die Religionsfreiheit von Pastoren, die gleichgeschlechtliche Paare trauen wollten. US-weit laufen insgesamt etwa 70 Zivilklagen gegen Verbote der Homo-Ehe. Nach Auffassung der Kläger diskriminieren die Regelungen Schwule und Lesben. Das sei verfassungswidrig.

Die "United Church of Christ" ist ein Zusammenschluss von protestantischen Kirchen in den USA mit mehr als 5.000 Ortsgemeinden.

Köln gedenkt Nagelbombenanschlag - Aktionsbündnis gegründet

"Wir haben euch von Opfern zu Tätern gemacht."

Das sagt der Kölner Oberbürgermeister Jürgen Roters mit Blick auf den Nagelbombenanschlag der Terrorzelle "Nationalsozialistischer Untergrund". Am 9. Juni 2004 waren bei der Explosion in Köln 22 Menschen verletzt worden. Zum zehnten Jahrestag haben jetzt Kulturschaffende und Anwohner ein Aktionsbündnis gegen Rechtsextremismus ins Leben gerufen. Die Gründung wird am Pfingstwochenende durch ein dreitägiges Kulturfest besiegelt. Höhepunkt ist eine sechsstündige Kundgebung, die von Bundespräsident Joachim Gauck eröffnet wird. Geplant sind Auftritte von Musikern und Bands wie Udo Lindenberg, Peter Maffay und BAP.

Nach dem Abschlag ging die Polizei lange nicht von einem rechtsextremen Hintergrund aus, sondern von einer Abrechnung im kriminellen Milieu.

Yahya Hassans umstrittene Gedichte kommen auf die Bühne

Sein Gedichtband hatte Yahya Hassan Morddrohungen von Islamisten eingebracht.

Jetzt kommen die islamkritischen Werke des Dänen zum ersten Mal auf die Bühne. Das Theater "Mungo Park Kolding" plant in der kommenden Saison eine Inszenierung der umstrittenen Gedichtsammlung. Darin verarbeitet der Autor palästinensischer Abstammung seine Kindheit im muslimischen Migrantenghetto im dänischen Arhus. Die Theaterleitung erklärte zur Begründung, die Gedichte Hassans enthalten wichtige Gedanken und Perspektiven der Gesellschaft.

ARD muss Wahlwerbespot von Pro NRW nicht senden

Eigentlich müssen die Fernsehsender den Pateien in Deutschland Sendezeit für Wahlwerbung zur Verfügung stellen.

Das gilt nicht für einen Spot der islamfeindlichen Partei "Pro NRW". Das Berliner Verwaltungsgericht stufte den Film, der eigentlich gestern Abend laufen sollte, in einer Eilentscheidung als fremdenfeindlich ein. Den Richtern zufolge erfüllt der Spot zur Europawahl den Straftatbestand der Volksverhetzung. Pro NRW hatte gegen den RBB geklagt, der bundesweit die Wahlwerbung im Ersten koordiniert. Die Partei reichte einen neuen Spot ein. Laut RBB ist dieser rechtlich nicht zu beanstanden.

Dirigent Jansons für Erhalt von BR Klassik

Der Chefdirigent des BR-Symphonieorchesters, Mariss Jansons, möchte auf das Radioprogramm "BR Klassik" nicht verzichten.

Er sei sehr besorgt, sagte Jansons in München. Immer wenn es irgendwo Einschnitte gebe, treffe es die Kultur und die klassische Musik. Nach dem Willen des Bayerischen Rundfunks soll das BR-Klassikprogramm seinen UKW-Sendeplatz für den Jugendkanal "Plus" räumen und ab 2016 nur noch digital zu empfangen sein. Kulturschaffende und Klassik-Hörer aus ganz Deutschland protestierten gegen diese Entscheidung. Auch der Bayerische Musikrat und der Deutsche Kulturrat sprachen sich dagegen aus.

Al-Dschasira verlangt Schadenersatz von Ägypten

Al-Dschasira verlangt von der ägyptischen Regierung umgerechnet rund 108 Millionen Euro Schadenersatz.

Der Sender teilte in einer Erklärung mit, damit sollten die Investitionsverluste in dem Land seit dem Sturz des früheren Präsidenten Mohammed Mursi wettgemacht werden. Die jetzige Staatsführung habe eine "Kampagne" gegen Al-Dschasira und seine Journalisten gestartet. Ägyptischen Behörden werfen dem Sender vor, eine Plattform für die Muslimbruderschaft zu sein. Diese wurde von den Behörden als Terrororganisation eingestuft. Mehrere Mitarbeiter des Senders wurden in den vergangenen Monaten festgenommen.

Berliner Staatsoper bleibt noch länger im Schiller Theater

Die Berliner Staatsoper richtet sich bis auf weiteres auf ihr Übergangsquartier im Schiller Theater ein.

Es gebe keine Hinweise, wann das Ensemble wieder in das Gebäude Unter den Linden ziehen könne, sagte Intendant Jürgen Flimm. Generalmusikdirektor Daniel Barenboim meinte, einen Termin sollten die Bauplaner erst dann nennen, wenn es absolute Sicherheit darüber gebe. Die Wiedereröffnung war mehrmals verschoben worden. Ursprünglich wollte die Berliner Bauverwaltung in diesem Frühjahr ankündigen, wann die Staatsoper im Gebäude Unter den Linden ihren Betrieb wieder aufnehmen kann.

Ägypten: Forscher identifizieren 30 Mumien im Tal der Könige

Bislang konnten Wissenschaftler nur mutmaßen, wer in einer Grabanlage im ägyptischen Tal der Könige bestattet wurde.

Wissenschaftler aus der Schweiz haben jetzt - nach drei Jahren Kleinstarbeit - 30 Personen, die in den Gräbern bestattet wurden, identifiziert. Viele der Mumien waren demnach Mitglieder einer Pharaonen-Dynastie aus dem 14. Jahrhundert vor Christus - darunter acht bisher unbekannte Prinzessinnen und vier Prinzen. Die Forscher fanden neben Sarkophagen aus Holz auch Totenmasken und Kanopen. Gefäße, in denen die inneren Organe der Toten nach deren Mumifizierung aufbewahrt wurden.

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