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Klangkunst / Archiv | Beitrag vom 05.09.2014

UrsendungTexte für nichts

Von Reinhard Jirgl und Michael Wertmüller

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Der Autor Reinhard Jirgl blickt am 07.10.2013 am Rande der Verleihung des Deutschen Buchpreises 2013 im Rathaus Römer in Frankfurt am Main (Hessen) in die Kamera. Der Preis für die beste literarische Neuerscheinung des Jahres ist mit insgesamt 37 500 Euro dotiert. (picture alliance / dpa / Arne Dedert)
Reinhard Jirgl (picture alliance / dpa / Arne Dedert)

Wuchernde Sprachgebilde, gestörte Lesbarkeiten und eine eigenwillige, lautmalerische Orthografie. Die Texte von Reinhard Jirgl führen geradewegs in das Innerste der Sprache: Zu ihrer Form. Der Komponist Michael Wertmüller treibt diese Extraktionsprozesse noch weiter voran: In das immanent Akustische des Geschriebenen.


"was für Worte: !alt, !Beispiel. Nun sind es meine Worte geworden. Keine mildernden Umstände. Keine Gnade. Keine Goldenen Brücken. Kein Goldrausch. Alles Gold ist zu Billigpreisen für den Handel freigegeben & zu Papier gepresst wie buntes Herbstlaub gefallen in den Stürmen der Konjunk-Tour. Können nicht helfen, können nicht gewinnen. So lass den Wald, lass Dämmerung beginnen." (Reinhard Jirgl)

Text: Reinhard Jirgl
Komposition: Michael Wertmüller
Sound/Electronics: Gerd Rische
Violine: Wojciech Grabowski
Sprecherinnen: Elena Jansen und Dorothee Marecki
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2014

Länge: ca. 50'

Michael Wertmüller, geboren 1966 in Thun in der Schweiz, ist Komponist, Schlagzeuger und Improvisator.
Reinhard Jirgl, geboren 1953 in Berlin, Schriftsteller. Büchner-Preisträger 2010 und Mitglied des P.E.N.

Mit freundlicher Unterstützung des Studio für elektroakustische Musik der Akademie der Künste.

 

 

 

 

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