Feature, vom 23.08.2014, 18:05 Uhr

UrsendungDas Menopausending

Und: Ist das alles?
Von Barbara Eisenmann

Die Menopause ist Gegenstand der neoliberalen Selbstoptimierung geworden. Durch den medizinischen Diskurs geistert sie als Risiko, das die menopausale Frau managen soll. Der Kollektivzwang zur Prävention ist überall, egal ob Schwangerschaft, Krebs, Wechseljahre.

Brustvergrößerung, 2005 ( picture-alliance/ dpa/dpaweb / Ulrich Perrey)
Brustvergrößerung ( picture-alliance/ dpa/dpaweb / Ulrich Perrey)

Die Menopause ist auch Objekt von Anti-Aging und Lifestyling mit Botox, Kunstbrüsten, Mösendesign. Und sie beschäftigt die Gesundheitsindustrie mit Hormonpräparaten und Gebärmutterentfernungen. Von der Menopause zu sprechen, öffnet ein weites Feld und rückt die kapitalismus- und sprachkritischen Wurzeln des feministischen Projekts wieder in den Blick. Das Feature spielt mit verschiedenen Genres und mischt das klassische Interview mit Doku-Fake-Formen und fiktiven Szenen. Es ist auch eine Hommage an Yvonne Rainers Film "Privilege."

Regie: die Autorin
Ton: Frieder Butzmann
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2014

Länge: 53'57

Barbara Eisenmann, geboren 1960, studierte Hispanistik und Germanistik, lebt als Radioautorin und Regisseurin in Berlin. Zuletzt: "You are not a loan! Oder: Kapitalismus als Schuldenökonomie" (DLF 2014).

 

Abonnieren Sie unseren Newsletter!