Seit 15:05 Uhr Tonart

Dienstag, 12.11.2019
 
Seit 15:05 Uhr Tonart

Kulturnachrichten

Dienstag, 10. Juni 2014

UNO warnt vor zunehmendem Fremdenhass in Europa

Menschenrechtsverletzungen in Konfliktgebieten hat Navi Pillay oft schon angeprangert.

Die UNO-Hochkommissarin für Menschenrechte macht sich aber auch um Europa Sorgen: In Genf warnte Pillay vor wachsendem Fremdenhass. Er könne den Kampf gegen Diskriminierung selbst in gefestigten Demokratien schwächen.

Als Beispiel nannte Pillay die Rhetorik des früheren NPD-Vorsitzenden Udo Voigt. Er ist Abgeordneter im neuen Europaparlament und hatte mit der Aussage provoziert, Europa müsse, so wörtlich, "ein Kontinent der weißen Menschen bleiben". Auch der Erfolg des rechtsextremen Front National in Frankreich macht der UNO Sorgen.

Wissenschaftler bestätigen Echtheit eines Selbstporträts von Rembrandt

Lange dachte man, das Porträt habe ein Schüler Rembrandts gemalt.

Ein Gemälde, das dem britischen National Trust gehört, hat sich jetzt aber als Selbstporträt des Meisters entpuppt. Wie das Institut mitteilte, haben Wissenschaftler der Universität Cambridge unter anderem die Signatur, die Farbpigmente und das bemalte Holz untersucht. Sie kamen zu dem Schluss, dass Rembrandt das Bild 1635 gemalt hat.

Der National Trust hat das Werk 2010 aus dem Nachlass einer britischen Sammlerin als Schenkung erhalten. Der Wert wird auf knapp 37 Millionen Euro geschätzt - allerdings darf der National Trust keine Werke aus seinem Besitz verkaufen.

Und so sieht das Gemälde aus.

Regierungskritischer Blogger in Singapur verliert seinen Job

Roy Ngerng ist der erste Blogger, der in Singapur wegen der Kritik an einem Politiker angeklagt wurde.

Jetzt hat er auch noch seinen Job in einem staatlichen Krankenhaus verloren. Seine Vorgesetzten teilten mit, die Kritik des Bloggers an Singapurs Premierminister Lee Hsien Loong sei nicht mit den Werten der Klinik vereinbar.

Auf seiner Facebook-Seite schrieb Ngerng, er habe mit seiner Entlassung gerechnet. Im Juli muss er sich wegen Verleumdung vor Gericht verantworten. Er hatte der Regierung vorgeworfen, öffentliche Gelder zu veruntreuen.

Afghanistan: 36 Dozenten der Universität Kandahar entführt

Sie waren auf dem Weg zum Bildungsminister.

In Afghanistan sind 36 Hochschuldozenten entführt worden. Wie ein Sprecher der Provinzregierung von Ghasni mitteilte, wurde der Bus mit den Wissenschaftlern der Universität Kandahar von Unbekannten auf einer Schnellstraße in Richtung der Hauptstadt Kabul gestoppt. Die Dozenten seien an einen unbekannten Ort verschleppt worden. Die Suche nach ihnen läuft den Angaben zufolge noch - bekannt hat sich zu der Tat noch niemand.

Bildhauer Gerhard Rommel gestorben

Der Bildhauer Gerhard Rommel ist tot.

Wie seine Witwe mitteilte, starb er bereits vergangenen Freitag im Alter von 80 Jahren im brandenburgischen Gransee. Rommel studierte an der Kunsthochschule in Berlin-Weißensee. Er gestaltete zahlreiche DDR-Gedenkmünzen, Medaillen und Plastiken. Bis zur Wende stand am Park Friedrichshain in Berlin sein Denkmal für die paramilitärischen DDR-Kampfgruppen.

Unesco-Welterbe: Kloster Corvey mit karolingischem Westwerk nominiert

Ab kommenden Sonntag berät das Welterbekomitee der Unesco in Doha über die Aufnahme neuer Welterbestätten.

Auch ein Kandidat aus Deutschland kann sich Hoffnung machen: Wie die deutsche Unesco-Kommission mitteilte, hat sie das ehemalige Kloster Corvey mit dem karolingischen Westwerk in Höxter nominiert. Das im 9. Jahrhundert gegründete Benediktinerkloster sei ein bedeutendes geistiges und religiöses Zentrum des Frankenreichs gewesen, hieß es zur Begründung. Deutschland, Dänemark und die Niederlande haben außerdem gemeinsam die Erweiterung des Weltnaturerbes Wattenmeer beantragt.

Hier der Link zur Mitteilung der deutschen Unesco-Kommission und ein Überblick über alle Nominierten.

Umfrage: Deutsche Studenten misstrauen dem Bachelor-Abschluss

Wer sein Studium mit einem Bachelor abschließt, soll damit schon ins Berufsleben einsteigen können - sofern er das möchte.

Doch offenbar misstraut die Mehrzahl der Studenten in Deutschland dem Bachelor. Das geht aus einer Umfrage hevor, die das Allensbach-Institut für das Reemtsma-Begabtenförderungswerk durchgeführt hat. Von den gut 2.000 befragten Studenten sieht sich etwas mehr als die Hälfte mit einem Bachelor-Abschluss noch nicht ausreichend auf's Berufsleben vorbereitet. Fast genauso viele gehen davon aus, dass mögliche Arbeitgeber das ähnlich sehen. Knapp zwei Drittel der Studenten haben deshalb vor, an ihr Bachelor-Studium noch einen Master-Studiengang anzuhängen.

Hier der Link zur Studie.

Helmholtz-Institut für Batterieforschung in Münster gegründet

Energiespeicher und ihre Entwicklung stehen hier im Fokus.

In Münster ist das Helmholtz-Institut für Batterieforschung gegründet worden. Die Uni Münster, die TH Aachen und das Forschungszentrum Jülich wollen ihre Kompetenzen bündeln. Batterien werden in Zukunft unter anderem verstärkt für Elektroautos gebraucht. Bundesforschungsministerin Johanna Wanka erklärte, bei der Erforschung von Energiespeichern seien Fortschritte nötig, um eine sichere, bezahlbare und nachhaltige Energieversorgung zu ermöglichen. Der Bund und das Land Nordrhein-Westfalen investieren ab 2015 jährlich 5,5 Millionen Euro in das Institut.

Online-Atlas zeichnet Wege der Inuit in der Arktis nach

Die Routen, auf denen sich die Inuit seit Jahrhunderten durch die Arktis bewegt haben, werden von Generation zu Generation weitergegeben.

Jetzt kann man diese Wege auch im Netz nachvollziehen: Forscher der Universität Cambridge haben einen digitalen Atlas der Inuit-Pfade erstellt. Der Atlas zeigt ein Netzwerk von Routen über Land, Wasser und Eis hinweg. Auch die Inuit-Namen für bestimmte Orte sind dort festgehalten. Die Angaben beruhen auf Berichten von Entdeckern, Wissenschaftlern und Ethnographen, die den Inuit im 19. und 20. Jahrhundert begegnet sind. Viele der Wege werden aber auch noch heute genutzt.

Der Atlas soll dabei helfen, das Wissen der Inuit zu bewahren. Außerdem zeigt er laut den Forschern auch, wie intensiv die Inuit die Arktis schon erforscht und bewohnt haben. Das könnte auch die Position der Inuit von heute stärken - denn in der Arktis gibt es viele Bodenschätze, für die sich unter anderem auch immer mehr Öl-Firmen interessieren.

Hier der Link zum Atlas und weitere Informationen über das Forschungsprojekt.

Führender islamischer Prediger in Kenia erschossen

Er fürchtete schon länger um sein Leben -

jetzt ist der moderate kenianische Imam Sheikh Mohammed Idris in Mombasa ermordet worden. Ein Vertrauter sagte der Agentur AFP, auf den 64-Jährigen sei geschossen worden, als er sein Haus verlassen habe. Idris galt als entschiedener Gegner jeder Form von Extremismus. Er hatte die Regierung und die Polizei in Kenia mehrfach dazu aufgefordert, etwas gegen gewalttätige muslimische Jugendliche zu unternehmen. Im vergangenen Jahr griffen mehr als 100 Jugendliche die Moschee an, in der Idris Prediger war.

Thailandische Schönheitskönigin legt wegen umstrittener politischer Kommentare die Krone nieder

Mit drastischen Worten hatte die thailändische Schönheitskönigin Weluree Ditsayabut 2013 die Anhänger der damaligen Regierungschefin Yingluck Shinawatra kritisiert.

Obwohl der Kommentar längst gelöscht ist, sieht sich die Schauspielerin weiter einem Shitstorm im Internet ausgesetzt - und zieht jetzt die Konsequenzen: Sie werde ihre Kandidatur für die Wahl zur "Miss Universe" zurückziehen, teilte die 25-Jährige mit. Sie könne es nicht weiter mit ansehen, wie unglücklich ihre Mutter über die Anfeindungen sei. Viele der Kommentatoren bezogen sich auf das Aussehen Ditsayabuts, die auch als Gastgeberin einer Talkshow bekannt ist. In Thailand hat im Mai das Militär die Macht übernommen und das Kriegsrecht verhängt. Wahlen sollen frühestens in 15 Monaten stattfinden.

Norwegen: Quisling-Bunker für Publikumsverkehr geöffnet

Nicht nur das Deutsche Reich hatte im Zweiten Weltkrieg einen Führerbunker, sondern auch Norwegen.

Die unterirdische Zentrale, die Premierminister Vidkun Quisling unter seiner Villa am Rand von Oslo errichten ließ, kann ab heute besichtigt werden. Die Leiterin des norwegischen Holocaust-Zentrums, Guri Hjeltnes, sagte, man habe die Villa 2005 übernommen aber erst 2012 mit der Renovierung begonnen. Es sei lange nichts unternommen worden, weil man keine Pilgerstätte für Neonazis habe schaffen wollen. Die Historikerin betonte den historischen und pädagogischen Wert des Bunkers. Besucher fänden dort unter anderem Graffiti und Toilettenpapier aus der Nazi-Zeit. Das Gebäude wurde 1942 errichtet - aus Angst vor Bombenangriffen und Anschlägen durch Widerstandskämpfer.

Philosoph Eilenberger: Stimmung vor Fußball-WM in Brasilien schwankt

Zu diesem Fußballteam gehören Schriftsteller, Dichter und Denker.

Die deutsche Autoren-Nationalmannschaft hat in Brasilien gegen die Literaten-Elf dort 0:0 gespielt. Zum deutschen Team gehörte unter anderen der Philosoph und Publizist Wolfram Eilenberger. Er sagte im Deutschlandradio Kultur, Vorfreude auf die Weltmeisterschaft sei nicht wirklich spürbar. Manche hofften auf ein großes Fest. Andere befürchteten, dass eine vorrevolutionäre Lage entstehen könnte. Vor allem die Mittelschicht sei unzufrieden mit der Politik. Es gebe einen allgemeinen Korruptionsverdacht. Wie sich die Lage während der WM entwickele, sei schwer einzuschätzen. Straßensperren und Streiks seien möglich.

Saudi-Arabische Regisseurin: strenge Vorschriften für Frauen lockern sich

Beim Umgang mit Frauen sieht die saudi-arabische Regisseurin Haifaa Al-Mansour ihr Heimatland im Wandel.

Beispielsweise beim Sport stellt sie eine vorsichtige Lockerung der strengen Vorschriften fest. Sie sagte der "Süddeutschen Zeitung", hier und dort öffneten sich Räume, die dem Aberglauben über die angeblich schädliche Wirkung von Sport für Frauen etwas entgegensetzten. In den Stadien gebe es Bereiche, in denen auch weibliche Zuschauer Fußball sehen könnten. Den Mädchensport an staatlichen Schulen nannte Haifaa Al-Mansour einen wichtigen Schritt. Ihr Film "Das Mädchen Wadjda" wurde für einen Oscar nominiert. Er handelt von einer Elfjährigen, die Fahrrad fahren will, obwohl das Mädchen in Saudi-Arabien nicht erlaubt ist.

Bundesbildungsministerin fordert mehr Inklusion in der Berufswelt

"Wenn wir über Inklusion reden, reicht es nicht aus, nur über die Schulen zu sprechen."

Das sagte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka und forderte ein stärkeres Engagement für behinderte Menschen im Arbeitsleben. Die CDU-Politikerin sagte der Zeitung "Die Welt", die UNO-Konvention beschränke sich nicht auf den Bildungsbereich. Aus dem gemeinsamen Unterricht behinderter und nichtbehinderter Schüler gingen immer mehr Absolventen hervor, die dann Anschlussmöglichkeiten brauchten. Dem müsse sich die Berufswelt stellen.

Tänzer des kubanischen Nationalballetts flüchten nach Miami

In ihrem Heimatland verdienen sie etwa 30 Dollar im Monat.

Mindestens sechs Tänzer des kubanischen Nationalballetts haben sich auf einer Tournee durch Puerto Rico nach Miami abgesetzt. Das gab der Direktor des kubanischen Balletts von Miami, Pedro Pablo Pena, bekannt. Pena sagte, er habe den Tänzern seine Unterstützung zugesichert. Obwohl das kubanische Nationalballett sehr angesehen ist, nutzen Ensemblemitglieder internationale Auftritte immer wieder zur Flucht - zum Teil aus politischen Gründen. Viele geben aber auch wirtschaftliche oder künstlerische Motive an.

Angelina Jolie leitet Konferenz gegen sexuelle Gewalt in Krisengebieten

Angelina Jolie macht sich stark gegen sexuelle Gewalt in Krisengebieten.

Die US-Schauspielerin und UNO-Botschafterin leitet zusammen mit dem britischen Außenminister Hague eine internationale Konferenz zu dem Thema. An dem viertägigen Treffen nehmen Vertreter von Regierungen, Nicht-Regierungsorganisationen, Militär und Justiz teil. - Die Gründerin der Frauenrechts-Organisation Medica Mondiale, Monika Hauser, forderte verbindliche Leitlinien und mehr Geld für die Unterstützung der Opfer. Sie sagte im Deutschlandradio Kultur, ein Hauptproblem sei es, dass die Täter in vielen Ländern straflos ausgingen.

Warschau bekommt "Museum der verstoßenen Soldaten"

"Verstoßene Soldaten" nennt man in Polen die Kämpfer der Untergrundarmee, die im Zweiten Weltkrieg gegen die neuen kommunistischen Machthaber gekämpft haben.

Für sie soll es jetzt in der Hauptstadt Warschau ein Museum geben. Das hat die zuständige Landesverwaltung beschlossen. Die Ausstellung soll in einem historischen Gebäude im Stadtteil Praga entstehen, in dem 1944 bis 45 die polnische Zentrale des sowjetischen Geheimdienstes residierte. Während der Stalin-Ära war dort die Behörde des polnischen Sicherheitsdienstes untergebracht. In den Kellern des Hauses wurde gefoltert und gemordet. Zeitzeugen sollen zu Wort kommen. Außerdem wird das Institut für die nationale Erinnerung historische Dokumente beisteuern.

Paris: "Liebesschlösser" bringen Brückengeländer zum Einsturz

Ewige Treue ist unter Umständen eine schwere Last.

In Paris ist an einer Brücke ein Geländer mit tausenden Liebesschlössern abgebrochen. Es handelt sich um einen Handlauf am Pont des Arts. Der stellvertretende Bürgermeister Bruno Julliard sagte, man habe schon vorher über Alternativen für die Schlösser nachgedacht und dazu auch Vorschläge von Künstlern eingeholt. Es gebe Überlegungen, den Liebenden eine Skulptur zu widmen oder statt der Schlösser Bänder anzubringen, die Verbundenheit symbolisieren sollten.

Bildungsskandal erschüttert Kuba

Die kubanische Regierung spricht von einem Angriff auf das Prestige des kubanischen Bildungssystems.

In Kuba sollen Lehrer ihren Schülern die Aufgaben von Aufnahmetests für die Universität verkauft haben - für umgerechnet 44 Euro. Acht Verdächtige wurden festgenommen. Tausende Schüler in der Hauptstadt Havanna mussten die Aufnahmeprüfungen wiederholen.

Hochschulrektoren befassen sich mit Mindestlohn für Praktikanten

Auch Praktikanten sollen in Zukunft einen Mindestlohn bekommen.

Dieses Vorhaben der Bundesregierung beschäftigt jetzt die Hochschulrektorenkonferenz. Das Präsidium des Gremiums befasst sich auf seiner nächsten Sitzung mit dem Thema. Wie die Zeitung "Die Welt" berichtet, werden die geplanten Regelungen als Problem eingeschätzt. Nach den Plänen von Arbeitsministerin Andrea Nahles sollen Praktika, die länger als sechs Wochen dauern, mit mindestens 8,50 Euro pro Stunde bezahlt werden - außer wenn sie offiziell Teil der Ausbildung sind. Kritiker befürchten, dass Unternehmen unter diesen Umständen seltener Praktikanten einstellen.

Protest gegen Einschränkung der Pressefreiheit in Ungarn

"Pressefreiheit ist keine Ware".

Das skandierten Teilnehmer einer Kundgebung in Budapest, an der gestern Abend rund 1.000 Menschen teilnahmen. Sie demonstrierten gegen die Unterdrückung der Zivilgesellschaft in Ungarn. Zu den Protesten hatten regierungskritische Organisationen aufgerufen. Die Demonstranten kritisierten mit scharfen Worten Minister Janos Lazar, der Druck auf den Eigentümer des Nachrichtenportals "origo" ausgeübt haben soll. Das Portal hatte seinen Chefredakteur entlassen. "origo" gehört dem Unternehmen Magyar Telekom, das sich mehrheitlich im Besitz der Deutschen Telekom befindet.

"FAZ": Industriekonzerne weit von angepeilten Frauenquoten entfernt

Das angepeilte Ziel ist noch weit entfernt.

Die deutschen Industriekonzerne sind ihren eigenen Vorgaben zur Erhöhung der Frauenquote in Führungspositionen in den vergangenen Jahren nur geringfügig näher gekommen. Laut der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" stieg etwa im VW-Konzern der Frauenanteil in der Chefetage seit 2011 von 8,5 auf 9,8 Prozent. 30 Prozent will das Unternehmen erreichen. Noch niedriger waren die Zuwachsraten bei Heidelberg Cement und Thyssen Krupp. Trotzdem zeigten sich die Konzerne laut "FAZ" zufrieden. Die Tendenz sei weiter deutlich steigend.

Großbritannien: Lehrer sollen "Britische Werte" vermitteln

In Großbritannien sollen die Lehrer künftig "britische Werte" vermitteln.

Das will die Regierung den Schulen vorschreiben, wie Bildungsminister Michael Grove in London ankündigte. Er reagierte damit auf das Ergebnis einer staatlichen Untersuchung, wonach in einigen Bildungseinrichtungen mit überwiegend muslimischen Schülern fundamentalistische Regeln Einzug hielten. So sei dort versucht worden, den gemeinsamen Schwimmunterricht von Jungen und Mädchen abzuschaffen. Musikstunden seien mit dem Hinweis gestrichen worden, dass sie unislamisch seien. Die betroffenen Schulen wiesen die Vorwürfe zurück.

Hillary Clinton lässt Präsidentschaftskandidatur offen

Tritt sie nun an oder nicht?

Das lässt Hillary Clinton in ihrer Autobiographie "Hard Choices", die jetzt auf den Markt kommt, weiter offen. Die ehemalige US-Außenministerin erklärt in ihrem Buch, sie habe sich noch nicht entschieden, ob sie 2016 für die Präsidentschaft kandidieren werde. Allerdings werde sie das am häufigsten gefragt. Die ehemalige First Lady lobt in ihrem Buch Bundeskanzlerin Angela Merkel. Diese habe den ehrwürdigen Männerclub in Europa aufgewirbelt und Leben in die Bude gebracht.

FIFA-Film über Verbandsgeschichte kostet 27 Millionen Dollar

Der Fußball-Weltverband hat sich für einen Film über seine Geschichte ein Budget im Hollywood-Format gegönnt.

FIFA-Finanzdirektor Markus Kattner sagte in Sao Paulo, der Film "United Passions" habe rund 27 Millionen Dollar gekostet. Der Betrag entspricht in etwa dem, was der Weltverband jährlich für sein Entwicklungsprogramm "Goal" ausgibt. Kattner betonte, das Filmbudget sei vom FIFA-Kongress 2009 auf den Bahamas genehmigt worden. Zuletzt hatten FIFA-Funktionäre kritisiert, dass sie über das finanzielle Ausmaß des Projekts nicht informiert gewesen seien. In dem Film, der kürzlich im Rahmenprogramm der Festspiele in Cannes zu sehen war, spielt der britische Schauspieler Tim Roth FIFA-Chef Joseph Blatter und der Franzose Gérard Depardieu den früheren Weltverbandschef Julet Rimet.

Gauck: Birlikte setzt Zeichen für friedliches Zusammenleben von Kulturen

"Der Nationalsozialistische Untergrund hat mit seinen Morden versucht, das zu zerstören, was uns in Deutschland wertvoll ist: das selbstverständliche Miteinander verschiedener Kulturen."

Mit diesen Worten hat Bundespräsident Joachim Gauck an den Nagelbomben-Anschlag in der Kölner Keupstraße vor zehn Jahren erinnert. Auf dem Kulturfest "Birlikte" - zu deutsch: zusammenstehen - sagte er, viele Betroffene seien damals allein gelassen oder gar als Verdächtige behandelt worden. Mit dem Straßenfest zeigten die Menschen jedoch, wie sie in Deutschland zusammen leben wollten: respektvoll und friedlich. - Bei dem Anschlag am 9. Juni 2004 in der Keupstraße, wo viele Migranten leben, waren 22 Menschen verletzt worden. Erst Ende 2011 kam heraus, dass der Anschlag vermutlich auf das Konto der Neonazi-Gruppe NSU geht.

Urteil gegen christliche Sudanesin soll überprüft werden

Die verurteilte Christin im Sudan ist in Revision gegangen - jetzt darf sie noch einmal hoffen.

Nach Angaben ihres Anwalts wird das Todesurteil gegen die junge Frau überprüft. Dazu hätten die Justizbehörden drei Richter ernannt, die sich mit dem Fall beschäftigen sollen. Die Sudanesin war Mitte Mai wegen Abfalls vom islamischen Glauben zum Tode verurteilt worden. - Nach Angaben von Amnesty International war die Frau im christlich-orthodoxen Glauben erzogen worden. Ihr muslimischer Vater hatte die Familie während ihrer Kindheit verlassen.

Experten: Fortschritt bei Suche nach Grabstätte von Cervantes

Wo liegt Miguel de Cervantes begraben?

Bei der Suche nach dem Grab des Schöpfers von "Don Quijote" gibt es offenbar Fortschritte. Forscher haben mit Hilfe eines Bodenradars auf dem Gelände eines Madrider Klosters mehrere Zonen mit unterirdischen Grabstätten aufgespürt. Dort soll nun gezielt nach Cervantes' letzter Ruhestätte gesucht werden.
Der Autor des "Don Quijote" war 1616 als armer Mann gestorben und auf dem Klostergelände beigesetzt worden. Das Gebäude wurde jedoch mehrfach umgebaut und erweitert. Deshalb weiß heute niemand mehr genau, wo sich das Grab befindet.

Experten: Fortschritt bei Suche nach Grabstätte von Cervantes

Wo liegt Miguel de Cervantes begraben?

Bei der Suche nach dem Grab des Schöpfers von "Don Quijote" gibt es offenbar Fortschritte. Forscher haben mit Hilfe eines Bodenradars auf dem Gelände eines Madrider Klosters mehrere Zonen mit unterirdischen Grabstätten aufgespürt. Dort soll nun gezielt nach Cervantes' letzter Ruhestätte gesucht werden.
Der Autor des "Don Quijote" war 1616 als armer Mann gestorben und auf dem Klostergelände beigesetzt worden. Das Gebäude wurde jedoch mehrfach umgebaut und erweitert. Deshalb weiß heute niemand mehr genau, wo sich das Grab befindet.

Britischer Komiker Rik Mayall gestorben

Mit der Serie "The Young Ones" erneuerte er die britische Fernseh-Comedy.

Der Schauspieler und Drehbuchautor Rik Mayall ist im Alter von 56 Jahren gestorben. Das teilte sein Management in London mit. Mayall entwickelte und textete die Serie über eine chaotische Wohngemeinschaft, in der er auch eine der Hauptrollen spielte. "The Young Ones" war ein großer Erfolg in Großbritannien und mit ihrem anarchischen Humor Vorbild für zahlreiche weitere Comedy-Sendungen. In Deutschland wurde Mayall auch durch Auftritte in der Fernsehserie "Black Adder" mit Rowan Atkinson bekannt. Außerdem spielte er in vielen Kinofilmen mit.

Kulturnachrichten hören

Juni 2014
MO DI MI DO FR SA SO
26 27 28 29 30 31 1
2 3 4 5 6 7 8
9 10 11 12 13 14 15
16 17 18 19 20 21 22
23 24 25 26 27 28 29
30 1 2 3 4 5 6

Fazit

weitere Beiträge

Kompressor

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur