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Alte Musik / Archiv | Beitrag vom 19.01.2016

Universum JSB (2) - Neues zu Bachs Lehrmeistern"Werke geliebet und studieret"

Von Michael Maul

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Gemälde, welches die Allegorie auf die Freundschaft zwischen Buxtehude (mit Notenblatt) und dem Hamburger Amtskollegen Adam Reincken (am Cembalo) und Johann Theile darstellt. (picture-alliance/ akg-images)
Dieterich oder Dietrich Buxtehude ist hier unter Musikern am großen Streichinstrument zu sehen. (picture-alliance/ akg-images)

Der junge Johann Sebastian Bach zieht zu seinem Bruder nach Ohrdruf. Dort schreibt er Konvolute von Kompositionen ab: Werke von Buxtehude und Reincken, Böhm und Bruhnsen. Gelten diese nun als Lehrmeister des angehenden Musikers?

Vor wenigen Jahren entdeckten Forscher in der  Herzogin Anna Amalia Bibliothek Weimar ein Konvolut, das Musikalien enthält, die sich Johann Sebastian Bach, kaum 15-jährig, in Ohrdruf und Lüneburg kopierte. Und diese Kompositionen bezeugen nicht nur, dass der junge Bach schon lange vor seinem legendären Fußmarsch nach Lübeck die Werke seiner großen Vorbilder Buxtehude und Reincken studiert hat.

Abschriften detailliert betrachtet

Zugleich löst die kriminalistische Analyse dieser Notenhandschriften auch ein Rätsel, das die Bachforschung die letzten zwei Jahrhunderte umtrieb: War der Lüneburger Organist Georg Böhm nun Bachs Lehrmeister oder nicht? Dieser Frage widmet sich der Leipziger Bachforscher Michael Maul in der zweiten Folge unserer  Reihe "Universum JSB" – Neues zu Bachs Lehrmeistern.

Universum JSB

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