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Kulturnachrichten

Donnerstag, 28. November 2019

Uni Osnabrück ehrt Islamwissenschaftler Ebert

Der Leipziger Rechts- und Islamexperte Hans-Georg Ebert ist mit dem "Preis für das Engagement in der Implementierung der islamischen Theologie in Deutschland" geehrt worden. Die Auszeichnung wird von der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Islamische Theologie und dem Institut für Islamische Theologie der Universität Osnabrück verliehen. Der 66-Jährige habe sich für den gesamtgesellschaftlichen Frieden und Zusammenhalt in Deutschland eingesetzt, "in einer Zeit, in der islamophobe Grundhaltungen zu einer bedrohlichen gesellschaftlichen Kraft zu werden drohen", hieß es zur Begründung. Ebert lehrte als Professor für Islamisches Recht bis Juli 2019 an der Universität Leipzig.

Archiv von Julia Franck wird an Marbach übergeben

Die Berliner Schriftstellerin Julia Franck ist zwar erst 49 Jahre alt, ihre Aufzeichnungen und Unterlagen gibt sie dennoch bereits ans Deutsche Literaturarchiv in Marbach. Nach Angaben des Hauses von Donnerstag sind darin Manuskripte ihrer Romane und Erzählungen wie "Liebediener" und "Die Mittagsfrau" zu sehen. Außerdem enthält die Übergabe Essays und Übersetzungen, Briefe von Weggefährten und die Korrespondenz mit ihrem Verlag, teilte das Literaturarchiv mit. Das Archiv in Marbach am Neckar wächst nach Angaben seiner Direktorin Sandra Richter Jahr für Jahr um 1300 Regalmeter. Gesammelt werden unter anderem Nachlässe, Sammlungen, Archive, auch Büsten und Möbel. Im Fokus stehen Literatur und Philosophie seit 1750 bis in die Gegenwart. Offiziellen Angaben zufolge ruhen in rund 44 000 Archivkästen mehr als 1000 Nachlässe, Sammlungen von Schriftstellern oder Übersetzern, dazu Archive von Verlagen und Redaktionen.

Dresdner Ermittler setzen eine halbe Million Euro aus

Für Hinweise auf die Juwelen-Diebe in Dresden haben die Ermittler eine halbe Million Euro ausgesetzt. Das haben Polizei und Staatsanwaltschaft in der sächsischen Landeshauptstadt mitgeteilt. Zudem wurde die Sonderkommission "Epaulette" auf insgesamt 40 Mitarbeiter aufgestockt. Die Polizei geht von vier Tätern aus, die an dem Einbruch im Grünen Gewölbe beteiligt waren.

Düsseldorfer Oper wieder trocken

Der Wasserschaden in der Düsseldorfer Oper ist behoben. Am Freitag könne der Spielbetrieb wieder starten, teilte die Oper mit. Zwei Aufführungen mussten abgesagt werden. Am Montag hatte durch einen Fehlalarm Löschwasser Teile der Bühne und des Orchestergrabens geflutet. Auch Stockwerke unter der Bühne waren betroffen. Mit Hilfe von Spezialisten und eigenem Personal sei es gelungen, die bühnentechnischen Voraussetzungen für den Vorstellungsbetrieb wieder herzustellen, erklärte die Oper der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt.

Berlin benennt Platz nach Rio Reiser

Berlin ehrt seinen Rockmusiker Rio Reiser mit einem nach ihm benannten Platz in Kreuzberg. Im September 2020 werde der Heinrichplatz nach dem "König von Deutschland" umbenannt, erklärte das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg. An den Musiker zu erinnern, sei im Sinne der Diversität. Im kommenden Jahr wäre Reiser 70 Jahre alt geworden, und die Gründung seiner Band "Ton Steine Scherben" liegt dann 50 Jahre zurück.

Görlitzer Kathedrale wird zwei Jahre geschlossen

Die Görlitzer Kathedrale Sankt Jakobus wird ab Februar für rund zwei Jahre geschlossen. In dieser Zeit werde der Innenraum saniert und Kriegsschäden beseitigt, kündigte das Bistum Görlitz an. Die Kosten werden auf bis zu 3,7 Millionen Euro veranschlagt. 3,5 Millionen Euro werde das Bistum selbst tragen. Die katholische Pfarrgemeinde Heiliger Wenzel als Eigentümerin des Baus beteilige sich mit 100.000 Euro. Zum Advent 2021 soll die Kirche wieder für Gottesdienste zur Verfügung stehen, erklärte das Bistum.

Staatstheater Darmstadt bekommt Wirtschaftsprüfer

Das in finanzielle Schieflage geratene Staatstheater Darmstadt bekommt Hilfe von externen Wirtschaftsprüfern. Das hessische Kunstministerium stellt dem Haus ab Dezember Berater der Gesellschaft KPMG zur Seite. Diese sollen die wirtschaftliche Situation analysieren und Verbesserungsvorschläge unterbreiten, teilte das Ministerium in Wiesbaden mit. Das Ziel sei ein möglichst geringes Defizit ohne Abstriche an der künstlerischen Vielfalt und Qualität, sagte Kulturministerin Angela Dorn. Das Staatstheater hat bis zum Jahresende eine interne Haushaltssperre verhängt.

Mainzer Sozialmediziner ist Hochschullehrer des Jahres

Der Mainzer Sozialmediziner Gerhard Trabert ist Hochschullehrer des Jahres. Das teilte der Deutsche Hochschulverband mit. Auf den Wissenschaftler geht das "Mainzer Modell" zurück, das eine kostenfreie medizinische Versorgung für Wohnungslose anbietet. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung wird zum ersten Mal an einen Fachhochschullehrer verliehen. Frühere Preisträger sind der Astrophysiker und Fernsehmoderator Harald Lesch und der deutsch-israelische Historiker Michael Wolffsohn.

Grütters vergibt Spielstättenprogrammpreis "Applaus"

Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat in Berlin Clubbetreiber und Musikveranstalter mit dem Spielstättenprogrammpreis APPLAUS ausgezeichnet. Die Clubs böten ambitionierte und innovative Livemusikprogramme und jungen, unbekannten Künstlerinnen und Künstlern eine Bühne, sagte Grütters am Mittwochabend im Festsaal Kreuzberg. Die Initiative Musik vergibt den Preis seit 2013. Als Spielstätten des Jahres wurden das "Quasimodo" in Berlin und das "Café Wagner" in Jena ausgezeichnet. Für das Programm des Jahres wurde "Stage off Limits" aus Münster geehrt. Weitere Preise gingen an Clubs im bayerischen Neuburg an der Donau, ins niedersächsische Buchholz und nach Bremen.

Viele Online-Plattformen haben Datenschutzmängel

Online-Plattformen erfüllen die Datenschutz-Grundverordnung (DSGV) oft nur unzureichend. Das geht aus einer Studie im Auftrag des Bundesjustizministeriums hervor. Nicht ansatzweise hätten alle Dienste die Verordnung umgesetzt, und schon gar nicht vollständig, sagte Justizstaatssekretär Billen dem "Handelsblatt". Vor allem bei sozialen Netzwerken und Messenger-Diensten gebe es laut der Studie "eklatante Mängel". Die Universität Göttingen hatte dafür 35 marktrelevante Online-Dienste untersucht, darunter soziale Medien, Online-Shops, Buchungsportale und große Unternehmen.

Plácido Domingo in der Elbphilharmonie gefeiert

Plácido Domingo hat am Abend in der Hamburger Elbphilharmonie ein gefeiertes Konzert gegeben. Obwohl er im Verdacht der sexuellen Belästigung steht, gab es für den Opernstar immer wieder lauten Applaus. Mehrere Sängerinnen hatten Domingo im Zuge der "MeToo"-Bewegung teils Jahrzehnte zurückliegende Übergriffe vorgeworfen. Er hat die Beschuldigungen als unzutreffend zurückgewiesen. Im Oktober war Domingo als Chef der Oper in Los Angeles zurückgetreten. Auch an der New Yorker Metropolitan Oper will er nicht mehr auftreten. Die Salzburger Festspiele planen im nächsten Jahr weiter mit ihm.

Friedrichstadt-Palast erinnert an jüdische Wurzeln

Der Berliner Friedrichstadt-Palast will ein Zeichen für jüdisches Leben in Deutschland setzen. Er erinnert nun mit einer Fahne an seine Ursprünge. Am 29. November 1919 hatte Max Reinhardt das Große Schauspielhaus gegründet, aus dem später der Friedrichstadt-Palast hervorging. Während des Nationalsozialismus hätten Reinhardt und Theatermacher Erik Charell Deutschland verlassen müssen, sagte Intendant Berndt Schmidt. Die Fahne sei eine Erinnerung an die Wurzeln und ein Bekenntnis zu jüdischem Leben in Deutschland heute. "In diesen Zeiten - mit Anschlägen auf eine Synagoge in Halle und Angriffen auf Rabbiner - denke ich, dass wir es auch unseren Gründern schulden, auf diese Wurzeln hinzuweisen", so Schmidt.

LUX-Filmpreis geht an nordmazedonischen Film

Das EU-Parlament hat den Film"Gott existiert, ihr Name ist Petrunya" der nordmazedonischen Regisseurin Teona Strugar Mitevska zum Sieger des diesjährigen LUX-Filmpreises gekürt. Die Auszeichnung zeige deutlich, dass die Gleichbehandlung von Männern und Frauen die Gesellschaft weiterhin stark beschäftige, sagte die SPD-Abgeordnete Petra Kammerevert in Brüssel. Der LUX-Filmpreis wird seit 2007 jährlich vom EU-Parlament vergeben. Aus drei Finalistenfilmen suchen die EU-Abgeordneten den Sieger aus. Sie werden in den 24 EU-Amtsprachen untertitelt und in den Mitgliedstaaten gezeigt.

Britischer Theaterregisseur Jonathan Miller gestorben

Der britische Theaterregisseur Jonathan Miller ist tot. Der Star der satirischen Revue "Beyond the Fringe" starb im Alter von 85 Jahren an Alzheimer, wie seine Familie bekannt gab. Miller galt als einer der wichtigsten künstlerischen Persönlichkeiten Großbritanniens. In seiner Karriere war er in Theater, Fernsehen und in der Oper zu sehen. Einige der wichtigsten britischen Institutionen der Kunst und Kultur würdigten Miller für sein Schaffen, darunter das National Theatre und die Royal Opera.

Proteste gegen Gründungsdirektor der Bauakademie

Rund 180 Architekten, Kuratoren und Museumsdirektoren haben gegen die Ernennung des SPD-Politikers Florian Pronold zum Gründungsdirektor der Berliner Bauakademie protestiert. Der Bundestagsabgeordnete und Staatssekretär im Bundesumweltministerium habe nicht die Qualifikationen für das Amt, heißt es in einem Offenen Brief an den zuständigen Bundesinnenminister Horst Seehofer und den Stiftungsrat der Bundesstiftung Bauakademie. Außerdem sei das Auswahlverfahren nicht transparent gewesen. Das federführende Innenministerium erklärte, es habe ein formelles und geordnetes Bewerbungsverfahren gegeben. Danach sei der Stiftungsrat der Empfehlung der Findungskommission gefolgt. Zur Begründung hieß es damals, der 46-Jährige Bayer bringe große politische und fachliche Erfahrung aus seiner Tätigkeit als Bau-Staatssekretär mit.

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