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Kulturnachrichten

Dienstag, 8. April 2014

Ungewöhnliches Meerestier-Fossil entdeckt

Es ist gut eine halbe Milliarde Jahre alt und ähnelt einer Garnele.

In China haben Wissenschaftler das Fossil eines Meerestieres mit dem bislang ältesten bekannten Herz-Kreislauf-System entdeckt. Das etwa siebeneinhalb Zentimeter lange Tier mit dem Namen "Fuxianhuia protensa" hat ein langgestrecktes, röhrenförmiges Herz . Der Fund ist vor allem deshalb so besonders, weil Weichteile toter Tiere normalerweise schnell verwesen. Die Forscher vermuten, dass eine Schlammlawine oder ein plötzlicher Staub-Niederschlag dafür gesorgt haben, dass die Gefäße so gut erhalten sind.

EuGH kippt Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung

Dieses Gesetz greift massiv in die Grundrechte der Bürger ein.

So beurteilte der Europäische Gerichtshof die EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung, die nun reformiert werden muss. Die Luxemburger Richter entschieden, dass Telefon- und Internetverbindungsdaten künftig nur in Fällen schwerer Kriminalität gespeichert werden dürfen. Außerdem muss ein Richter dem zustimmen. Die Vorratsdatenspeicherung ist in der EU hoch umstritten. In Deutschland gibt es zurzeit keine gesetzliche Regelung dazu.

Erdogan: Aufhebung der Twitter-Sperre ist "falsch"

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan will nicht hinnehmen, dass die Twitter-Blockade gerichtlich aufgehoben wurde.

Erdogan sagte vor Abgeordneten der AKP in Ankara, das Urteil des Verfassungsgerichts sei falsch und müsse revidiert werden. Die Richter hätten der Gerechtigkeit damit keinen guten Dienst erwiesen. Das Verfassungsgericht hatte vergangene Woche die Blockade außer Kraft gesetzt, weil sie nach Ansicht der Richter gegen die Meinungsfreiheit verstößt. Erdogan hatte Twitter sperren lassen, nachdem über den Dienst Korruptionsvorwürfe gegen ihn verbreitet worden waren.

Kunstfahnder Toussaint : Sammlung Gurlitt ist kein Einzelfall

Die Sammlung Gurlitt ist kein Einzelfall.

Das betonte der Kunstfahnder Clemens Toussaint im Deutschlandfunk. Mit dem selben Ermittlungsdruck müsse man sich den Werken widmen, die der Staat ohnehin als Treuhänder besitze. Es gehe um die Kunstbestände, die amerikanische Offiziere nach dem Zweiten Weltkrieg der Bundesrepublik überlassen hätten. Diese seien in Museen in ganz Deutschland verteilt.
Zum Vertrag, der gestern zwischen der Bundesregierung, dem Freistaat Bayern und dem Kunstsammler Gurlitt geschlossen wurde, äußerte sich Toussaint skeptisch. Er sieht vor, die Herkunft der Kunstwerke innerhalb eines Jahres zu klären. Toussaint sagte, das sei fast unmöglich.

Journalistin der Münchner Abendzeitung erhält "Wächterpreis der Tagespresse"

Ihre hartnäckige Recherche ist belohnt worden.

Die Journalistin Angela Böhm von der "Abendzeitung München" ist mit dem Wächterpreis der Tagespresse ausgezeichnet worden. Wie die Stiftung "Freiheit der Presse" mitteilte, deckte Böhm gegen erhebliche Widerstände die Vetternwirtschaft im Bayerischen Landtag auf. In ihren Texten habe sie die Praxis von Abgeordneten enthüllt, dort Ehepartner und Kinder auf Kosten des Steuerzahlers zu beschäftigen. Die Journalistin habe entscheidend dazu beigetragen, diese Beschäftigungsverhältnisse zu beenden.

Der zweite Preis geht an Peter Berger und Joachim Frank vom "Kölner Stadt-Anzeiger", die sich mit der umstrittenen Haltung katholischer Kliniken zu vergewaltigten schwangeren Frauen auseinandergesetzt haben. Mit dem dritten Preis werden Rudi Kübler und Christoph Mayer von der "Südwest Presse" in Ulm gewürdigt. Sie recherchierten die Fehler am dortigen Universitätsklinikum rund um den millionenschweren Neubau einer Chirurgie.

Bildungsforscher fordern mehr Schutz von Lehrern vor psychischen Belastungen

30 Prozent der Lehrer und Beschäftigten im Bildungswesen leiden unter psychischen Problemen.

Zu diesem Ergebnis kommt der Aktionsrat Bildung in einem aktuellen Gutachten. Die Wissenschaftler appellieren auf dieser Grundlage an Bund und Länder, Maßnahmen zur Gesundheitsförderung zu ergreifen. Bleibe der jetzige Zustand unverändert, seien Abstriche in der Bildungsqualität die Folge, warnten die Forscher. Sie empfehlen zum Beispiel, Lehrerkompetenzen zur Stressprävention und zum Klassenmanagement zu fördern. Auch ein Auswahl- und Beratungsgespräch vor Beginn eines Lehramtsstudiums wird als sinnvoll erachtet, um über die Anforderungen im Beruf zu informieren.

Barlach zieht Klage gegen Suhrkamp-Chefin zurück

Im Streit um den Suhrkamp-Verlag hat Miteigentümer Hans Barlach eine Klage gegen Verlagschefin Ulla Unseld-Berkéwicz zurückgezogen.

Der Hamburger Medienunternehmer hatte der Verlegerin nachträglich verbieten lassen wollen, über ihren Insolvenzplan für das angeschlagene Unternehmen abzustimmen. Nachdem das Oberlandesgericht Frankfurt heute deutlich machte, dass es Barlachs Anliegen für unbegründet halte, zog dieser die Klage von sich aus zurück. Er kam damit einer drohenden Prozessniederlage zuvor. Die beiden Gesellschafter sind seit Jahren zutiefst zerstritten. Barlach hält 39 Prozent an Suhrkamp, Unseld-Berkéwicz 61 Prozent.

Filmindustrie US-Komiker will "Halalywood" für Muslime gründen

Langbärtige Bösewichte und Szenen mit nacken Frauen - all das soll es bei "Halalywood" nicht geben.

So heißt die Filmindustrie, die der muslimische US-Schauspieler und Komiker Omar Regan auf die Beine stellen will. Regan sagte, "Halalywood" solle Unterhaltung produzieren, die den Geboten des Koran entspreche und ein positives Bild vom Islam vermittele. Außerdem solle sie speziell muslimischen Autoren und Schauspielern ein Betätigungsfeld bieten. Der Schauspieler begründete seinen Schritt mit den Worten, er habe es satt, dass Muslime immer die Bösen seien. Erstes Projekt bei Halalywood soll übrigens eine Komödie sein, die Islamophobie in US-Behörden aufs Korn nimmt.

Tarifvereinbarung: Film- und Fernsehschaffende erhalten mehr Geld

Das dürfte die Film- und Fernsehschaffenden freuen: ab Juli erhalten die Beschäftigten 2,2 Prozent mehr Geld.

Das teilten die Gewerkschaft Verdi und die Allianz deutscher Produzenten für Film und Fernsehen mit. Anfang 2015 soll die Gage dann um weitere 2,5 Prozent erhöht werden. Außerdem habe man sich darauf geeinigt, die Höchstarbeitszeiten zu reduzieren. Die Tarifvereinbarungen gelten für all diejenigen, die bei Kino- und TV-Produktionen tätig sind, vom Fahrer über den Regisseur bis hin zu den Schauspielern. Verdi zufolge betrifft das rund 25.000 Beschäftigte.

Ausstellung "Menschenschlachthaus" zum Ersten Weltkrieg in Wuppertal und Reims zu sehen

Die Menschen sollen so stark von der Wucht der Bilder getroffen werden, dass sie künftig Krieg vermeiden wollen.

Mit diesem Vorsatz ist eine Ausstellung über den Ersten Weltkrieg in Wuppertal eröffnet worden. Der Direktor des Von der Heydt-Museums, Gerhard Finckh, sagte, neben Bildern deutscher und französischer Maler seien in der Schau auch historische Aufnahmen aus den Schützengräben zu sehen. Die Ausstellung mit dem Titel "Menschenschlachthaus" ist ein Gemeinschaftsprojekt mit der französischen Stadt Reims. Finckh sagte, auch dies sei eine bewusste Wahl gewesen. Denn Reims war die erste Großstadt in Frankreich, die von den Deutschen bombardiert wurde.

Die Ausstellung "Menschenschlachthaus" ist zunächst bis Ende Juli in Wuppertal zu sehen. Danach wandert sie nach Reims und wird dort im September unter dem Titel "Tage des Krieges und des Friedens" eröffnet.

Ausstellung: Rom in den Augen deutscher Künstler

Was hat deutsche Künstler nach Rom gezogen?

Dieser Frage geht eine Ausstellung in der italienischen Hauptstadt nach. In der Schau werden Aquarelle und Zeichnungen deutscher Künstler aus dem 17. und 18. Jahrhundert gezeigt. Nach Angaben des Museums dokumentieren sie die Italienbegeisterung, die Faszination für die Antike und das Licht des Südens. Die Ausstellung widmet sich auch der Schlüsselrolle der Schweizer Malerin Angelika Kauffmann. Ihr Haus in Rom war Ende des 18. Jahrhunderts ein Treffpunkt für Künstler. Zu ihren Gästen gehörten auch die Schriftsteller Goethe und Herder. Die Schau "Deutsche Vedutenmaler in Rom vom 18. und 19. Jahrhundert" wird morgen eröffnet.

Sie beschließt einen dreiteiligen Ausstellungszyklus. Die beiden früheren Ausstellungen waren englischen und französischen Künstlern gewidmet.

Journalisten in Griechenland streiken

Im griechischen Fernsehen laufen heute nur Filme, Serien und Dokumentationen.

Die Nachrichten fallen aus, auch im Radio. Der Grund: die Journalisten streiken. Sie protestieren dagegen, dass viele Medien geschlossen und Löhne gekürzt wurden. Der Chef der größten Journalistengewerkschaft sagte, die Arbeitgeber schuldeten ihren Angestellten seit Monaten ihre Gehälter. Der Streik dauert 24 Stunden.

Chile : Justiz gibt Geheimarchive frei

Die Akten sollen Aufschluss über das Schicksal hunderter Opfer der Militärdiktatur bringen.

Die chilenische Justiz gibt ein großes Geheimarchiv frei. Wie der zuständige Sonderrichter mitteilte, enthält es Informationen über Oppositionelle, die zwischen 1973 und 1990 verschwunden sind. Die Unterlagen seien an Angehörige und das Nationale Menschenrechtsinstitut weitergeleitet worden. Das Archiv war 2005 in der ehemaligen deutschen Siedlung "Colonia Dignidad" gefunden worden. Auf dem Anwesen der Sekte hatte die Geheimpolizei ein Folterzentrum unterhalten.

Neues Museum über Johannes Paul den Zweiten in Polen

Wadowice feiert Johannes Paul den Zweiten.

Kurz vor seiner Heiligsprechung Ende des Monats bekommt die Heimatstadt des ehemaligen Papstes ein neues Museum. In einer multimedialen Ausstellung soll es Besucher über das Leben Karol Wojtylas informieren. Zu sehen sind persönliche Gegenstände wie Turnschuhe, Familienfotos und die Gebetsbank, die er als Jugendlicher benutzt hat. Gezeigt wird auch die Waffe, mit der das Attentat auf den Papst verübt wurde. Das Museum hat mehr als sechs Millionen Euro gekostet und wird morgen offiziell eröffnet.

Archäologie: Jesus am Kreuz falsch dargestellt?

Jesus starb an einem T-förmigen Kreuz - so wird es seit Jahrhunderten in der Kirche dargestellt.

Aber sah das Kreuz wirklich so aus? Der italienische Archäologe Matteo Borrini bezweifelt das. Er untersucht Blutspuren längst verstorbener Menschen und auch das Turiner Grabtuch, in dem Jesus nach seinem Tod begraben worden sein soll. Borrinis Erkenntnis nach starb der Gekreuzigte mit hochgereckten Armen, nicht mit seitlich hängenden. Entgegen der Bildtradition wäre er demnach an ein Y-förmiges Kreuz, nicht an ein T-förmiges geschlagen worden. Der Archäologe meint, das Kreuz könnte eine große Astgabel gewesen sein. Um zu untersuchen, welche Position Jesus am Kreuz hatte, experimentierte der Archäologe mit einer am Handgelenk befestigten Kanüle und Blutkonserven. Sein Ergebnis: Auch diese Spuren sprechen für eine Kreuzigung in einer Y-Form.

Wieder aufgetauchtes Fabergé-Ei wird ausgestellt

Seine Wiederentdeckung hatte weltweit für Schlagzeilen gesorgt - jetzt wird das Fabergé-Ei erstmals seit mehr als hundert Jahren wieder der Öffentlichkeit gezeigt.

Sein neuester Besitzer - ein anonymer Sammler - hat zugestimmt, dass das 24 Millionen Euro teure Kunstwerk demnächst eine Zeit lang in einem Ausstellungsraum in London zu sehen ist. Der Londoner Antikhändler Wartski, der den Kauf des Eis vermittelt hatte, sagte der Nachrichtenagentur Reuters, vermutlich werde es danach wieder für Jahrzehnte im Privatbesitz verschwinden. Wiederentdeckt hatte das Schmuckstück ein Schrotthändler in den USA, der es für wenig Geld auf einem Trödelmarkt kaufte und erst danach feststellte, dass es sich um eine Spezialanfertigung des berühmten Juweliers Peter Carl Fabergé für Zar Alexander den Dritten aus dem Ende des 19. Jahrhunderts handelte.

Holocaust-Museum : Vor Völkermord in Ruanda gab es viele Warnzeichen

"Personen, Institutionen und Regierungen haben versagt."

Mit deutlichen Worten hat das Holocaust-Museum in Washington die internationale Gemeinschaft im Zusammenhang mit dem Völkermord in Ruanda kritisiert. Direktorin Sara Bloomfield sagte, vor 20 Jahren habe es in dem ostafrikanischen Land viele Warnzeichen gegeben. Doch die Gemeinschaft habe nicht darauf reagiert. Der Jahrestag erinnere daran, dass frühe Warnungen und schnelle Reaktionen der Schlüssel seien, um eine Wiederholung zu verhindern. In Ruanda waren 1994 über 800.000 Menschen getötet worden.

Aktionsrat Bildung fordert Präventionsmaßnahmen gegen Lehrer-Burnout

Mehr Unterstützung für vom Burnout bedrohte Lehrer - das verlangt der Aktionsrat Bildung.

Das Gremium stützt seine Forderung auf eine Studie, die heute in München vorgestellt wird. Demnach nehmen psychische Erkrankungen im Bildungswesen immer mehr zu. Gründe dafür seien mangelnde Anerkennung des Lehrerberufs und Mobbing. Ein Sprecher sagte, die Länder und die Bildungseinrichtungen seien gefordert, ihren Beitrag zu Prävention und Intervention zu leisten. Notwendig seien flächendeckende Service-Einrichtungen, um die Lehrer zu betreuen. Außerdem müsse es schon im Studium Gespräche mit den Studenten geben.

Freigelassener vietnamesischer Dissident in den USA eingetroffen

Mit einem Hungerstreik hatte Cu Huy Ha Vu letztes Jahr international für Aufsehen gesorgt.

Jetzt ist der vietnamesische Dissident aus der Haft entlassen worden und in die USA ausgereist. Das teilte das Außenministerium in Washington mit. Vu war 2011 zu sieben Jahren Gefängnis und drei Jahren Hausarrest verurteilt worden. Ihm wurde Propaganda gegen den Staat vorgeworfen. Er hatte sich für ein Mehrparteiensystem und eine Absetzung der Parteiführung ausgesprochen. Vietnam geht mit großer Härte gegen Regierungskritiker vor.

International Opera Awards an Diana Damrau und Bayreuther Chor

Bei den International Opera Awards sind Künstler und Opernhäuser aus Deutschland ganz vorn.

Wie die Veranstalter in London mitteilten, wurde als bester Dirigent Kirill Petrenko von der Bayerischen Staatsoper in München ausgezeichnet. Der Preis für den besten Chor ging an die Wagner-Festspiele in Bayreuth. Als beste Sängerin wurde die Sopranistin Diana Damrau geehrt. Die Auszeichnung als bester Regisseur erhielt Barrie Kosky, der zurzeit an der Komischen Oper Berlin tätig ist. Die Preise werden in insgesamt 23 Kategorien vergeben. Schon im vergangenen Jahr hatten deutsche Teilnehmer bei dem Wettbewerb vorne gelegen. So bekam die Oper Frankfurt die Auszeichnung für das beste Opernhaus.

Kulturstaatsministerin Grütters: Vereinbarung mit Gurlitt historische Situation

Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat Kunstsammler dazu aufgefordert, ihre Bilder, wie im Fall Gurlitt, begutachten zu lassen.

Die CDU-Politikerin sagte im Deutschlandfunk, mit solch einem Schritt lebe es sich besser als mögliche Raubkunst in den Beständen zu haben. Den zwischen der Bundesregierung, dem Freistaat Bayern und dem Münchner Kunstsammler unterzeichneten Vertrag nannte sie historisch. Erstmals gebe es in dieser Frage eine Vereinbarung mit einer Privatperson. Darin erklärt sich Gurlitt dazu bereit, alle seine unter Raubkunstverdacht stehenden Bilder prüfen zu lassen. Rechtmäßigen Besitzern der Bilder wolle er entgegen kommen. In der Wohnung des 81-Jährigen waren mehr als 1.000 Kunstwerke beschlagnahmt worden, die ihren früheren Eigentümern von den Nazis zum Teil unter Zwang abgenommen worden waren.

Lettland und Litauen verbieten russische Fernsehsendungen

Die baltischen Staaten reagieren besorgt auf die Ankündigung Russlands, auch außerhalb des Landes russischsprachige Bevölkerungen schützen zu wollen.

Lettland und Litauen haben deshalb Sendungen des russischen Staatsfernsehens verboten. Ab heute werden in Lettland für insgesamt drei Monate Sendungen von RTR Rossija unterbunden. Eine Sprecherin des Medienrats sagte, einige Programme über die Krise in der Ukraine seien tendenziös und nicht im Sicherheitsinteresse des Landes. Im benachbarten Litauen hatte die Medienaufsichtsbehörde ein ähnliches Verbot verhängt. In den baltischen Staaten Litauen, Lettland und Estland leben große russischsprachige Minderheiten.

Bildhauer Subirachs gestorben

Der Bildhauer Joseph Maria Subirachs ist tot.

Nach Angaben seiner Familie starb er im Alter von 87 Jahren. Subirachs ist für seine Skulpturen an der Basilika Sagrada Familia in Barcelona bekannt. Berühmt wurde er vor allem mit seinen expressionistischen Arbeiten zur Leidensgeschichte Jesu an der Passions-Fassade des Gotteshauses. Für die Basilika von Antonio Gaudí fertigte Subirachs insgesamt mehr als 100 Werke an. Viele weitere Skulpturen sind auf öffentlichen Plätzen in Barcelona zu sehen.

"Vom Winde verweht" - Darstellerin Mary Anderson gestorben

In "Vom Winde verweht" spielte sie eine junge Südstaatenschönheit.

Die amerikanische Schauspielerin Mary Anderson ist tot. Wie die "Los Angeles Times" berichtet, starb sie mit 96 Jahren im kalifornischen Burbank. Mary Anderson wurde in den 40er Jahren bekannt. Den größten Erfolg ihrer Karriere feierte sie als Krankenschwester in dem Hitchcock-Thriller "Das Rettungsboot". Weitere Rollen spielte sie in dem Drama "Das Lied von Bernadette" und "Mutterherz".

UNO fordert mehr Engagement für die Rechte von Frauen und Kindern

Um die Frauen- und Kinderrechte steht es weltweit nach wie vor nicht gut.

Darauf hat der Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen hingewiesen. Weltweit erfolgten pro Jahr fast 9 Millionen Abtreibungen unter unsicheren Bedingungen. Außerdem hätten mehr als 200 Millionen Frauen noch immer keinen Zugang zu Verhütungsmitteln. Der Bevölkerungsfonds mahnte die politischen Verantwortlichen zu mehr Bewusstsein für diese Probleme. Er forderte die Regierungen auch auf, stärker gegen Kinderehen vorzugehen. In Entwicklungsländern werde jedes dritte Mädchen verheiratet, bevor es 18 Jahre alt sei.

Amnesty International prangert EU wegen Diskriminierung von Roma an

Amnesty International erhebt Vorwürfe gegen die EU-Staaten.

Die Menschenrechtsorganisation beklagte anlässlich des heutigen Internationalen Roma-Tages, die systematische Diskriminierung der Volksgruppe werde vielerorts stillschweigend hingenommen. Die Generalsekretärin der deutschen Sektion, Selmin Caliskan, forderte die Mitgliedsländer auf, entschlossener gegen zunehmende rassistische Angriffe vorzugehen. Die EU-Kommission müsse notfalls auch Vertragsverletzungsverfahren einleiten.

Konsequenz aus der Loveparade : Dezernent nicht wiedergewählt

Mehr als dreieinhalb Jahre nach der Loveparade-Katastrophe hat der Rat der Stadt Duisburg eine personalpolitische Konsequenz gezogen.

Eine Mehrheit der Ratsmitglieder stimmte gegen die Wiederwahl von Ordnungsdezernent Wolfgang Rabe. Dieser und die übrige Führung der Stadt waren nach der Loveparade-Katastrophe mit 21 Toten und hunderten Verletzten in die Kritik geraten, das Technofestival auch gegen Sicherheitsbedenken durchgesetzt zu haben. Rabes Rolle bleibt umstritten. Die Staatsanwaltschaft hat aber die Ermittlungen gegen ihn eingestellt.

Restauratorin über Manuskripte : Schatz so wertvoll wie alle Bibliotheken Deutschlands

"Selbst denjenigen, die nicht lesen oder schreiben können, ist klar, dass diese Dokumente ein unfassbarer kultureller Schatz sind."

Das sagte Eva Brozowksy der Zeitung "Die Welt". Die Restauratorin koordiniert die Rettung tausender Manuskripte, die während der Besetzung Nordmalis vor zwei Jahren von Timbuktu nach Bamako geschmuggelt wurden. Eva Brozowsky sagte, bei den Dokumenten handele es sich um einen Schatz, den man nur mit dem Bestand sämtlicher Bibliotheken in Deutschland vergleichen könne. Die meisten Schriften seien noch gar nicht von Wissenschaftlern erfasst worden. Bei der Restaurierung der Manuskripte sei nun höchste Eile geboten. Viele seien schon jetzt sehr fragil.

Finanziert wird das Projekt zur Rettung der gut 270.000 Dokumente unter anderem vom Auswärtigen Amt und der Gerda-Henkel-Stiftung.

Feuilleton würdigt Mickey Rooney - "Der Straßenköter, der sich durch Hollywood biss"

Der große kleine Mann Amerikas.

Mit dieser Überschrift würdigt das Feuilleton der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" den verstorbenen US-Schauspieler Mickey Rooney. Der Darsteller sei zwar nur einen Meter 58 groß gewesen, aber dafür mit Charme und Talent gesegnet, das im 20. Jahrhundert seines gleichen suche. 300 Filme, acht Ehefrauen und mehrere Vermögen im Spielrausch verloren - das fasziniert die FAZ. Die "Süddeutsche Zeitung" spricht hingegen von einem Überlebenskünstler, dem immer wieder das Comeback gelungen sei. Die Zeitung "Die Welt" formuliert es so: Mickey Rooney sei der erste Underdog in den USA gewesen, der ein Superstar war. Der Nachruf ist deshalb mit den Worten überschrieben: "Der Straßenköter, der sich durch Hollywood biss".

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