Seit 14:00 Uhr Nachrichten
Donnerstag, 25.02.2021
 
Seit 14:00 Uhr Nachrichten

Interview / Archiv | Beitrag vom 05.09.2009

Umweltbundesamt: Festhalten am Atomausstieg ist essentiell

Podcast abonnieren
Aktivisten bei der Anti-Atomkraft-Demonstration in Berlin. (AP)
Aktivisten bei der Anti-Atomkraft-Demonstration in Berlin. (AP)

Der neue Präsident des Umweltbundesamtes, Jochen Flasbarth, hat kurz vor der Großkundgebung gegen Atomkraft in Berlin die Forderungen der Demonstranten unterstützt.

Flasbarth sagte, Aufgabe seines Amtes sei, bestmöglichen wissenschaftlichen Rat bereitzustellen. Dieser decke sich in diesem Fall mit den Forderungen der Demonstranten. Die Atomenergie sei keine nachhaltige Energieform, betonte Flasbarth. Das Festhalten am Ausstieg sei essentiell für eine zukunftsfähige Energieversorgung.

"Wir haben keine Versorgungsengpässe, wenn wir aus der Atomenergie aussteigen", betonte Flasbarth: "Wir haben einen Zuwachs an erneuerbaren Energien, der ist enorm, der wird auch weiter steigen." Zusammen mit denen von der Bundesregierung formulierten Energieeffizienzzielen führe dies dazu, dass ab 2020 flexible Gaskraftwerke gebraucht würden, um Versorgungsengpässe auszugleichen. Die großen Grundlastkraftwerke im Atom- und Kohlebereich seien hingegen ein großes Hemmnis, um den Umstieg auf erneuerbare Energien zu vollziehen, sagte Flasbarth.

Zur Debatte um Gorleben sagte der Chef des Umweltbundesamts, der Standort sei nicht sorgfältig genug erkundet worden. Zudem habe es keinen Standortvergleich gegeben. "Das ist ein (…) sehr schwerwiegendes Argument gegen diesen Standort", sagte er. Er halte es für richtig, mehrere Standorte zu erkunden, so Flasbarth.

Sie können das vollständige Gespräch mindestens bis zum 5.2.2010 als MP3-Audio in unserem Audio-on-Demand-Player nachhören.

Interview

BlasphemieDie Macht der Schmähung
Dicht gedrängt stehen Menschen in Pakistan bei einer Straßendemonstration. In der ersten Reihe schlagen Flammen hoch, weil die Protestierenden Plakate verbrennen. (imago images / Pacific Press Agency / Rana Sajid Hussain)

Das Phänomen Blasphemie ist auch im 21. Jahrhundert noch immer "überraschend lebendig", sagt der Historiker Gerd Schwerhoff. Das gelte nicht nur für den Islam, auch in der christlichen Kultur habe Gotteslästerung nach wie vor "Aufregerpotenzial".Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur