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Fazit / Archiv | Beitrag vom 22.09.2015

Umstrittene Preisverleihung in OsnabrückBeleidigung der Aufklärung?

Moderation: Patrick Wellinski

Der syrisch-libanesische Dichter Ali Ahmad Said, genannt Adonis. (dpa / picture alliance / Jesus Ochando)
Der syrisch-libanesische Dichter Ali Ahmad Said, genannt Adonis (dpa / picture alliance / Jesus Ochando)

Der syrische Autor Ali Ahmad Said bekommt im November in Osnabrück den Erich-Maria-Remarque Friedenspreis 2015. Die Entscheidung ist umstritten. Zu Recht? Wir sprechen mit dem Islamwissenschaftler Stefan Weidner.

Die Vergabe des Osnabrücker Erich-Maria-Remarque- Friedenspreises an den syrisch-libanesischen Dichter Ali Ahmad Said, der unter dem Namen Adonis veröffentlicht, ist teilweise auf Entsetzen und schroffe Ablehnung gestoßen. Grund sind dessen Stellungnahmen zum syrischen Bürgerkrieg. Said hat wiederholt Partei für Syriens Machthaber Baschar al-Assad ergriffen.

Auch Saids Übersetzer geht auf Distanz

Der aktuelle Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels, Navid Kermani lehnte es wegen Saids politischer Haltung ab, am 20. November in Osnabrück die Laudatio auf ihn zu halten. Er schätze das lyrische Werk des 85-Jährigen, doch habe dieser keine Distanzierung zu Bombardements, Giftgasangriffen, Massakern, Verhaftungswellen und Folter von Assad-Gegnern erkennen lassen, erklärte Kermani. Auch der Übersetzer von Saids Werken ins Deutsche, Stefan Weidner, kritisierte die Preisverleihung.

Wir wollen vom Islamwissenschaftler Stefan Weidner wissen, ob die Kritik gerechtfertigt ist.

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