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Konzert / Archiv | Beitrag vom 19.01.2020

Ultraschall Berlin – Festival für neue Musik LIVEFinale mit Johannes Kalitzke und dem DSO

Moderation: Volker Michael

Der Dirigent und Komponist Johannes Kalitzke (Till Budde/Ultraschall Berlin)
Für äußerste Präzision bekannt: Der Dirigent und Komponist Johannes Kalitzke (Till Budde/Ultraschall Berlin)

Fünf Tage Festival, fünf Tage voller neuer Musik. Am Abschlussabend singen drei Vokalisten und spielt das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin unter Leitung von Johannes Kalitzke Werke von Francisco Guerrero, Vito Žuraj und Fabien Lévy.

Ein Musiktheater über Künstliche Intelligenz, drei Orchesterkonzerte mit Ur- und Erstaufführungen, Solo- und Ensemblekonzerte im Grenzbereich von Avantgarde, Free Jazz, Elektro, mit Werken aufregender Komponistinnen und Komponisten – das ist Ultraschall Berlin, das Festival für neue Musik von Deutschlandfunk Kultur und rbbKultur, im Januar 2020. Fünf Tage in Folge live im Radio, danach auf unserer Website.

Die Kunst der Irreführung

Das Abschlusskonzert spielt traditionell das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin. Als Leiter konnte der für seine Präzision und Werktreue bekannte Dirigent Johannes Kalitzke gewonnen werden. Wie beim Auftaktkonzert, das ebenfalls das DSO Berlin gespielt hat, stehen wieder drei Werke auf dem Programm - gleich drei Vokalsolisten haben ihren großen Auftritt im stark bekenntnishaften Werk "De l’art d’induire en erreur". Dessen Schöpfer Fabien Lévy nennt es ein Stück über Kreativität und divergentes Denken. Derlei Fähigkeiten brauche man, um "die Kunst der Irreführung" zu beherrschen, meint der aus Paris stammende Komponist, der Hochschullehrer in Leipzig ist.

Die Mezzosopranistin Truike van der Poel (Manu Theobald/Ultraschall Berlin)Die Mezzosopranistin Truike van der Poel (Manu Theobald/Ultraschall Berlin)

Ähnlich konfessionsartig ist "Stand Up" von Vito Žuraj - ein Orchesterstück über Widerstand im durchaus politischen Sinne und die Verwerfungen, die Despotismus hervorruft. Den Abend eröffnet ein Werk des 1997 jung verstorbenen spanischen Komponisten Francisco Guerrero. Das hoch komplexe Stück folgt einer dichten mathematischen Logik.

Mehr Informationen zum Programm und den einzelnen Werken finden Sie hier.

Live aus dem Großen Sendesaal im Haus des Rundfunks

Francisco Guerrero
"Antar Atman" (1980) für Orchester


Andreas Göbel im Gespräch mit Vito Žuraj über sein Stück "Stand up":

Vito Žuraj
"Stand up" (2017/19) für Orchester (Uraufführung der revidierten Fassung)


Konzertpause, darin:

Sara Walther über die jungen "Ultraschall-Reporter 2020"

Diskussion mit den beiden Kritikern Albrecht Selge und Dirk Wieschollek. Sie blicken zurück auf den aktuellen Festivaljahrgang im Gespräch mit Volker Michael


Andreas Göbel im Gespräch mit Fabien Lévy über sein Stück "De l’art d’induire en erreur":

Fabien Lévy
"De l’art d’induire en erreur" (2019) für drei verstärkte Stimmen und Orchester (Uraufführung)

Truike van der Poel, Mezzosopran
Martin Nagy, Tenor
Andreas Fischer, Bass
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
Johannes Kalitzke, Leitung

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