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Montag, 18.02.2019
 
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Kulturnachrichten

Montag, 11. Februar 2019

Ulrich Matthes neuer Filmakademie-Präsident

Er löst Iris Berben nach neun Jahren und drei Amtszeiten ab

Der Schauspieler Ulrich Matthes folgt Iris Berben an der Spitze der Deutschen Filmakademie. Matthes sei bei der Mitgliederversammlung in Berlin zum neuen Präsidenten gewählt worden, teilte die Filmakademie mit. Die Akademie hat knapp 2000 Mitglieder aus allen künstlerischen Sparten des deutschen Films. Berben war neun Jahre und drei Amtszeiten lang Präsidentin der Akademie, die unter anderem über die Gewinner des Deutschen Filmpreises entscheidet. Sie hatte sich laut der Mitteilung entschlossen, nicht noch einmal zu kandidieren. Matthes ist seit 2004 Ensemblemitglied am Deutschen Theater in Berlin und ist zudem aus zahlreichen Filmen bekannt. Darunter "Der Untergang" und "Novemberkind". Matthes erklärte, die Filmakademie sei jetzt schon viel mehr als Glamour und Filmpreis, aber sie könnte und sollte noch politischer werden. Der Deutsche Filmpreis, die wichtigste nationale Kinoauszeichnung, wird am 3. Mai in Berlin verliehen.

Dörr verlängert Intendanz an Berliner Volksbühne

Kulturverwaltung: "Wir nehmen uns die Zeit, die wir brauchen"

Die Berliner Volksbühne ist weiter auf der Suche nach einem dauerhaften Intendanten. Interimsintendant Klaus Dörr soll das Haus nun bis zum Ende der Spielzeit 2020/21 leiten. Das bestätigte der Sprecher der Kulturverwaltung, Daniel Bartsch, am Montag in Berlin. Zuvor hatte die Seite Nachtkritik.de darüber berichtet. Ein neuer Intendant solle die notwendige Vorbereitungszeit bekommen, sagte Bartsch. Deswegen sei die vorhandene Möglichkeit einer Verlängerung des Vertrages mit Dörr genutzt worden. "Wir nehmen uns die Zeit, die wir brauchen", sagte Bartsch. Der ursprünglich als Geschäftsführer vorgesehene Dörr war im vergangenen Jahr nach dem Aus für den umstrittenen Chris Dercon eingesprungen. Dercons Arbeit war seit Beginn der Spielzeit im Herbst 2017 bei Publikum und Kritik unterschiedlich aufgenommen worden.

Einkaufszentrum entfernt Michael-Jackson-Wachsfigur

Aus Furcht vor Beschwerden nach erneuten Belästigungsvorwürfen

Die älteste Shoppingmall Dänemarks hat eine Wachsfigur von Michael Jackson entfernt. Das Rødovre Centrum befürchtete, Kunden zu verärgern und zum Ziel von Vandalismus zu werden, nachdem der verstorbene Popstar beschuldigt wurde, Jungen belästigt zu haben. Die Marketingmanagerin Charlotte Andersen sagte dem Sender TV2, das Einkaufszentrum habe etwa 15 Beschwerden wegen der Figur erhalten, überwiegend von Familien mit Kindern. Die in der Nähe von Kopenhagen gelegene Mall hatte eine Ausstellung mit Wachsfiguren großer Stars angekündigt, darunter von Marilyn Monroe und Julia Roberts. Jacksons Figur wurde durch eine von Brad Pitt ersetzt.

Lied gegen Muslime: Musiker in Malawi zu Haft verurteilt

Das Lied wurde zuvor in den Sozialen Medien weit verbreitet

Ein Musiker in Malawi muss wegen eines Liedes, das unter anderem zur Beseitigung von Moscheen aufruft, ins Gefängnis. Der Künstler Anderson Chipwaila, der sich Mesho nennt, und sein Produzent seien wegen Einschüchterung und Verletzung religiöser Gefühle zu zwei Jahren beziehungsweise einem Jahr Haft verurteilt worden, sagte am Montag Polizeisprecher Ramsy Mshani. Das Lied wurde zuvor in den sozialen Medien weit verbreitet. Darin singt der Künstler unter anderem: "Lasst uns Moscheen abschaffen, dann können wir Schweinefleisch essen." Malawi ist mehrheitlich christlich, rund zwölf Prozent der Bevölkerung sind Muslime.

"Goldener Spatz" sucht junge Juroren

Das Medien-Festival braucht noch fünf Preisrichter für den digitalen Wettbewerb

25 Mädchen und Jungen für die Kinderjury des "Goldenen Spatzen" sind bereits gefunden, jetzt sucht das Medien-Festival noch fünf Preisrichter für den digitalen Wettbewerb. Aus allen Bewerbungen bis zum 8. März werden fünf Kinder aus dem deutschsprachigen Raum ausgewählt, wie das Festival in Erfurt mitteilte. Sie dürfen dann vier Tage lang ausgewählte digitale Medienangebote für ihre Altersgruppe testen und anschließend eine der begehrten goldenen Trophäen vergeben, erklärte eine Sprecherin. In diesem Jahr geht es um Angebote, die in besonderer Weise Wissens- und Lerninhalte vermitteln.Um in der Jury mitarbeiten zu können, müssen die Bewerber zwischen zehn und zwölf Jahren alt sein und eine selbstverfasste Kritik oder Rezension einsenden. Das jährlich in Gera und Erfurt stattfindende Deutsche Kinder-Medien-Festival "Goldener Spatz - Kino-TV-Online" ist das größte seiner Art in Deutschland.In der gleichnamigen Stiftung engagieren sich neben den Sendern MDR, ZDF und RTL auch die Thüringer Landesmedienanstalt und die Mitteldeutsche Medienförderung sowie die Städte Gera und Erfurt.

Entdeckte schwedische Kronjuwelen sind echt

Sie waren in einer Mülltonne gefunden worden

Nach mehreren Tagen Prüfung haben die schwedischen Behörden die Echtheit der in einer Mülltonne gefundenen Kronjuwelen bestätigt. Bei den Gegenständen, die vor rund einer Woche im Raum Stockholm entdeckt worden waren, handele es sich tatsächlich um die aus dem Dom zu Strängnäs gestohlenen Schmuckstücke, teilte die Polizei mit. Mit Hilfe der schwedischen Kirche habe das forensische Institut der Polizei letzte Zweifel an der Echtheit des Fundes beseitigen können. In welchem Zustand sie sich befinden, war zunächst noch unklar. Die Kronjuwelen - die Krone und den Reichsapfel des 1611 gestorbenen Königs Karl IX. von Schweden sowie die Krone seiner 1625 gestorbenen Frau Königin Christine von Holstein-Gottorf - waren Ende Juli 2018 aus dem Dom entwendet worden. Sie haben einen Schätzwert von umgerechnet mehr als sechs Millionen Euro. In dem Fall wurden Ende vergangener Woche zwei weitere Verdächtige festgenommen, weil sie etwas mit dem Diebstahl zu tun haben sollen.

Chinesischer Berlinale-Film fällt aus

Als Grund werden technische Probleme genannt

Im Wettbewerb um die Berlinale-Bären fällt ein Film aus: Aufgrund von technischen Problemen bei der Post-Produktion könne "Yi miao zhong (One Second)" von Zhang Yimou leider nicht wie vorgesehen am Freitag präsentiert werden, teilten die 69.Internationalen Filmfestspiele Berlin mit. Um die Preise, die am Samstag verliehen werden, konkurrieren damit noch 16 Filme. Das Festival will am Freitag einen anderen Film von Zhang Yimou im Berlinale-Palast zeigen.

Ausschluss von Netflix-Film bei Berlinale gefordert

Bislang 160 Kinobetreiber wollen, dass "Elisa y Marcela" außer Konkurenz läuft

Mehrere Kinobetreiber haben den Ausschluss eines Netflix-Films aus dem Wettbewerb der Berlinale gefordert. Es deute alles darauf hin, dass Isabel Coixets Drama "Elisa y Marcela" nicht regulär ins Kino komme, meinen sie. "Wir fordern daher, den Beitrag außer Konkurrenz zu zeigen", heißt es in einem Brief an Festivaldirektor Dieter Kosslick und Kulturstaatsministerin Monika Grütters. Bisher hätten rund 160 Kinobetreiber den Aufruf unterschrieben, teilte der Verband AG Kino - Gilde deutscher Filmkunsttheater mit. Nach früheren Angaben Kosslicks wurde dem Festival versichert, dass der Coixet-Film in Spanien ins Kino kommt. Es gibt Debatten, ob Streamingdienste überhaupt bei Filmfesten mitmachen sollen. Die Kinobetreiber fürchten um ihre Geschäfte, weil Filme von Streamingdiensten oft nicht oder nur kurz ins Kino kommen. "Elisa y Marcela" soll am Mittwoch auf der Berlinale laufen. "Unser Stand ist, dass es einen Kinostart in Spanien geben wird", sagte eine Sprecherin des Filmfestivals.

Vatikan gibt gestickte Sonderbriefmarken heraus

Die Edition umfasst 40.000 Marken zum postalischen Wert von 8,40 Euro

Der Vatikan hat eine neue Sonderbriefmarken-Edition herausgegeben - gestickt aus mehreren Zehntausend Metern Metall- und Seidengarn. Anlass für die ab sofort erhältliche Marke sind die Lateranverträge vor 90 Jahren, wie die österreichische Presseagentur Kathpress meldet. Das Abkommen vom 11. Februar 1929 begründete den Vatikanstaat in seiner heutigen Form. Die von der Vorarlberger Stickereimanufaktur "Hämmerle & Vogel" gefertigte Edition umfasst 40.000 Sondermarken zum postalischen Wert von 8,40 Euro. Die Marke zeigt auf rotem Grund das Wappen des Vatikan: die mit dem Kreuz gekrönte päpstliche Krone Tiara mit drei Reifen, umgeben von den gekreuzten Schlüsseln Petri. Darunter steht der Schriftzug "Citta del Vaticano". Am 11. Februar 1929 hatten das Königreich Italien und der Heilige Stuhl die Lateran-Verträge abgeschlossen, die den Status des Vatikanstaats als Völkerrechtsobjekt und seine Beziehungen zum italienischen Staat regelten.

Nationalmuseum zeigt jüdisches Eigentum

Für 207 der Silberobjekte konnten die Eigentümer oder Erben ermittelt werden

Unter dem Titel "Silber für das Reich" zeigt das Bayerische Nationalmuseum in München vom 28. Februar bis 10. November Silberobjekte aus jüdischem Eigentum. Nach der im Februar 1939 reichsweit erlassenen "Dritten Anordnung auf Grund der Verordnung über die Anmeldung des Vermögens von Juden" musste die Bevölkerung mit deutscher Staatsangehörigkeit alle Edelmetallgegenstände, Edelsteine und Perlen gegen eine geringe Entschädigung abliefern. Aus diesen Beständen erwarb das Nationalmuseum in den Jahren 1939 und 1940 vom Städtischen Leihamt München insgesamt 322 Silbergegenstände. Laut Mitteilung konnten seit 1951 insgesamt 207 Silberobjekte an die ursprünglichen Eigentümer oder deren Erben zurückgegeben werden. Für 112 Objekte fehle bisher ein Nachweis, oder es sei noch kein Anspruch geltend gemacht worden. In der Studioausstellung werden nun die Exponate und neue Recherche-Ergebnisse präsentiert. Damit würden beispielhaft die "intensiven Bemühungen" des Museums gezeigt, seine Bestände mit zweifelhafter beziehungsweise ungeklärter Provenienz zu erforschen, heißt es.

Grammy-Verleihung in Los Angeles

Rapper Childish Gambino holt gleich drei Auszeichnungen

Die Country-Sängerin Kacey Musgraves hat bei der 61. Grammy-Verleihung den Preis für das „beste Album des Jahres" bekommen. Sie wurde für ihr Werk "Golden Hour" geehrt. Der Rapper Childish Gambino holte in Los Angeles mit seinem Titel „This Is America" die Auszeichnungen für den „besten Song, die „beste Aufnahme und das „beste Musikvideo. In seinem Lied setzt er sich mit Rassismus und Schusswaffen-Gewalt in den USA auseinander. In der Kategorie „bester neuer Künstler gewann die britische Sängerin Dua Lipa. Die Grammys gelten als der wichtigste Musikpreis der USA.

Alfonso Cuarón triumphiert bei BAFTA-Awards

Darstellerpreise für Rami Malek und Olivia Coleman

Der mexikanische Regisseur Alfonso Cuarón ist für sein autobiografisch geprägtes Drama "Roma" bei den britischen Bafta-Filmpreisen vierfach ausgezeichnet worden. Cuarón gewann in den Kategorien bester Film, bester nicht englischsprachiger Film, beste Regie und beste Kamera. Cuaróns Film wurde bereits mit einem Golden Globe ausgezeichnet und ist einer der Favoriten bei der Oscar-Verleihung in zwei Wochen. Als bester Hauptdarsteller wurde Rami Malek für seine Rolle als Freddie Mercury in „Bohemian Rhapsody ausgezeichnet. Der Preis für die beste Hauptdarstellerin ging an Olivia Coleman für ihre Rolle als „Queen Anne in dem Film „The Favourite.

Istanbul: Grundstein für Atatürk-Kulturzentrum gelegt

Abgerissenes Gebäude war Symbol der Gezi-Proteste von 2013

Fast ein Jahr nach Abriss des symbolträchtigen Atatürk-Kulturzentrums in der türkischen Metropole Istanbul ist der Grundstein für den Neubau gelegt worden. Der Gebäudekomplex am Taskim-Platz solle in zwei Jahren fertiggestellt sein, sagte Präsident Recep Tayyip Erdogan bei der Feier zur Grundsteinlegung in Istanbul. Das im Volksmund AKM genannte Zentrum ist ein Symbol der regierungskritischen Gezi-Proteste von 2013. Diese hatten sich an der geplanten Zerstörung des Gezi-Parks am Taksim-Platz entzündet und weiteten sich zu landesweiten Protesten gegen den damaligen Ministerpräsidenten Erdogan aus. Die Demonstranten besetzten damals auch das Atatürk-Kulturzentrum und wehrten sich gegen den geplanten Abriss des Gebäudes. Das neue Gebäude soll vor allem als Opernhaus dienen.

US-Maler Robert Ryman mit 88 Jahren gestorben

Ryman gilt als wichtiger Vertreter des Minimalismus

US-Maler Robert Ryman, der mit seinen meist weißen und quadratischen Gemälden zu einem wichtigen Vertreter des Minimalismus wurde, ist tot. Die Galerie Pace bestätigte den Tod Rymans, der laut "New York Times" bereits am Freitag im Alter von 88 Jahren in New York starb. Der in Nashville im Staat Tennessee geborene Ryman war eigentlich Jazz-Musiker und fand im Museum of Modern Art (MoMA) zur Kunst, wo er als Aufseher arbeitete. Rymans Kunst wurde ein "laufendes Experiment mit der Malerei" über fünf Jahrzehnte, schreibt die Pace Gallery, die Ryman seit vielen Jahren vertritt. Ähnlich wie Frank Stella und Sol LeWitt verzichtete er in seinen Gemälden auf Inhalt, um sich fast ausschließlich der Form zu widmen.

Ehrenpreis der Ökumenischen Jury für Berlinale-Direktor

Kosslick leitet das Festival in diesem Jahr zum letzten Mal

Der scheidende Berlinale-Direktor Dieter Kosslick ist in Berlin für seine Verdienste mit dem Ehrenpreis der Ökumenischen Jury ausgezeichnet worden. Der Preis wurde Kosslick beim traditionellen Ökumenischen Empfang der Kirchen anlässlich der Filmfestspiele von der Internationalen Kirchlichen Filmorganisation "Interfilm" und der Internationalen Katholischen Vereinigung für Kommunikation "Signis" überreicht. Der Kulturbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland, Johann Hinrich Claussen, rief beim Ökumenischen Empfang die Filmbranche zu mehr Solidarität auf. "Das deutsche Kino befindet sich in einer Krise, nicht nur wirtschaftlich oder technologisch", sagte Claussen. Als Teil des deutschen Kulturlebens müsse es sich auch inhaltlich und politisch in einem raueren Klima behaupten. Kosslick leitet das Festival in diesem Jahr zum letzten Mal.

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