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Kulturnachrichten

Montag, 4. August 2014

Ukraine will kremltreuen Kulturschaffenden Einreise verbieten

Russischer Kulturminister kritisiert die Entscheidung

Die Ukraine will gegen etwa 500 russische Künstler und Kulturschaffende wegen ihrer kremltreuen Position Einreiseverbote verhängen. "Wir bereiten jetzt eine Liste vor", teilte Anton Geraschtschenko vom ukrainischen Innenministerium in Kiew mit. Dabei gehe es um Kulturschaffende, die Russlands international kritisierte Einverleibung der Schwarzmeerhalbinsel Krim unterstützt hätten. Die Betroffenen sollten nicht mehr mit Konzerten oder Auftritten in der Ukraine Geld verdienen können. "Sie können ja an den leeren Stränden der Krim vor den Möwen auftreten", schreibt Geraschtschenko bei Facebook. Ukrainische Funktionäre hatten sich zuletzt auch für eine Zensur von russischen Kulturgütern wie Filmen und Büchern ausgesprochen, um "Kremlpropaganda" in der Ex-Sowjetrepublik zu verhindern. Zwei Filme sowie russisches Fernsehen (seit März) wurden bereits verboten. Russland warnt vor ultranationalistischen Tendenzen in der Ukraine, die Gräben zwischen den Brudervölkern aufreißen würden. Moskaus Kulturminister Wladimir Medinski kritisierte die geplante "Schwarze Liste". "Ich hoffe, dass die Ukraine noch nicht völlig den Verstand verloren hat", sagte er. Es bestehe die Gefahr, dass sich Ukrainer und Russen endgültig voneinander in Feindschaft abwenden könnten.

Verlag Das Neue Berlin insolvent

Der Verlag war füher einer der größten und auflagenstärksten der DDR

Der Verlag Das Neue Berlin ist insolvent. Geschäftsführer Matthias Oehme sagte am Montag auf Anfrage, Ziel des Verfahrens sei eine Fortführung des Verlags. "Dazu laufen bereits Gespräche mit Interessenten und Investoren." Der Verlag mit heute 16 Mitarbeitern gehört zur Eulenspiegel Verlagsgruppe. Der Eulenspiegel Verlag und andere Partner seien von der Insolvenz nicht betroffen, so Oehme. Der Verlag Das Neue Berlin, in der DDR Experte für Krimis und Science Fiction, hat seinen Schwerpunkt heute bei Biografien und Sachbüchern.

Konzert der ukrainischen Popdiva Ani Lorak in Odessa gestürmt

Innenministerium ordnet Untersuchung des Falls an

Mit gewaltsamen Protesten haben in der ukrainischen Hafenmetropole Odessa radikale Störer ein Konzert der Popdiva Ani Lorak gestürmt. "Ich habe Angst, ich bin eingeschüchtert. Ich hätte niemals gedacht, dass mit mir in meinem Land so etwas geschehen kann", sagte die 35-Jährige dem Portal super.ru. Ermittler teilten mit, dass etwa 200 proeuropäische Aktivisten und Ultranationalisten einen Club stürmten, in dem die Sängerin auftrat.
Es gab Verletzte. Die Aktivisten werfen Lorak vor, dass sie auch in Russland Konzerte gebe und sich im Ukraine-Konflikt nicht gegen das Nachbarland stelle. Sie musste ihr Programm kürzen.

Beitragssatz zur Künstlersozialkasse bleibt stabil

Schärfere Kontrollen bei Firmen sollen Einnahmen steigern

Der Beitragssatz zur Künstlersozialversicherung soll im kommenden Jahr stabil bei 5,2 Prozent bleiben. Wie das Bundesarbeitsministerium heute mitteilte, konnte durch das kürzlich verabschiedete Gesetz zur Reform des Abgabesystems ein weiterer Anstieg verhindert werden. Über die Sozialkasse sind rund 180 000 selbstständige Künstler in die Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung einbezogen. Wie normale Arbeitnehmer zahlen sie 50 Prozent der Beiträge, den Rest steuern Bund (20 Prozent) und Unternehmen (30 Prozent) bei. Deren Abgabesatz wird jährlich neu festgelegt. Bisher hatten sich viele Firmen ihrer Zahlungspflicht entzogen. Weil dadurch ein weiterer Anstieg der Umlage drohte, hatte der Bundestag im Juli schärfere Kontrollen bei der Wirtschaft beschlossen.

Ensemble kämpft für geschassten Bad Hersfelder Intendanten

Bürgermeister lässt sich nicht umstimmen

Das Ensemble der Bad Hersfelder Festspiele setzt sich für den entlassenen Intendanten Holk Freytag ein. Schauspieler übergaben heute im Rathaus mehr als 7100 Unterschriften an Bürgermeister Thomas Fehling (FDP), der die Kündigung des renommierten Theater-Machers nach langem Streit um die Finanzen vorangetrieben hatte. Zudem hätten rund 2100 Menschen eine Online-Petition gezeichnet, sagte Ensemble-Sprecher Fabian Baumgarten. Laut Bürgermeister Fehling soll sich an dem Rauswurf trotz der Unterschriften nichts ändern: "Das Engagement ist anzuerkennen. Aber das Vertrauen ist zerstört. An der Sachlage hat sich nichts geändert." Ensemble-Sprecher Baumgarten sagte: "Der Bürgermeister bleibt stur - das macht mich traurig. Wir wollen keinen Krieg, sondern nur einen konstruktiven Dialog herbeiführen." Intendant Freytag war am Montag vergangener Woche nach einem lange schwelenden Streit über die Finanzen der Festspiele entlassen worden. Sein Vertrag lief noch bis zum Saisonende 2016.

Früherer Leiter der katholischen Journalistenschule gestorben

Roger Gerhardy wurde 70 Jahre alt

Roger Gerhardy, von 1999 bis 2008 Direktor des Instituts zur Förderung publizistischen Nachwuchses (ifp), ist heute seinem Krebsleiden erlegen. Das teilte die katholische Journalistenschule auf ihrer Internetseite mit. Das ifp sei dem Augustinerpater zu großem Dank verpflichtet und werde ihm ein ehrendes Andenken bewahren, heißt es. Die Mitarbeiter trauerten um einen geschätzten Direktor und Seelsorger. Für Volontäre und Stipendiaten leitete Gerhardy bis zuletzt Besinnungswochenenden. Nach seinem Ausscheiden aus dem ifp war er Mitglied des Trägervereins.

Intendant für Berliner Stadtschloss gesucht

Grütters sucht international nach Führungskraft für das Mammutprojekt

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) sucht eigenen Angaben zufolge international nach einem Intendanten für das Humboldt-Forum im rekonstruierten Berliner Schloss. "Das Projekt, das wir da vorhaben, ist so einzigartig, dass wir mit größtmöglicher
Offenheit an die Personalsuche herangehen sollten", sagte die CDU-Politikerin in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa.
"Wir sind mit allen Beteiligten in einem guten Stadium des Auslotens. Ich denke, dass wir einen Gründungsdirektor oder -direktorin 2015 oder 2016 berufen können."

Das zu DDR-Zeiten gesprengte Schloss soll bis 2019 für 590 Millionen Euro wiederaufgebaut werden. Geplant ist die Unterbringung eines Kunst- und Kommunikationsforums vor allem für außereuropäische Kulturen unter dem Namen Humboldt-Forum.

Maler Bernhard Martin erhält Fred-Thieler-Preis 2015

Preisverleihung in der Berlinischen Galerie im Frühjahr 2015

Den mit 10 000 Euro dotierten Fred-Thieler-Preis für Malerei 2015 erhält der 1966 in Hannover geborene Künstler Bernhard Martin. Das teilte die Berlinische Galerie - Museum für moderne Kunst am Sonntag in Berlin mit. Martin werde "für seinen konzeptuellen und zugleich erzählerischen Umgang mit dem Medium der Malerei" ausgezeichnet, hieß es.

Seine oft in Serien angelegten, exzessiven Bilderzählungen folgten stilistisch keiner individuellen Handschrift, sondern suchten sich für jedes Thema die passenden Bildmittel. So fänden sich in Martins Gemälden immer wieder Anleihen an künstlerische Vorbilder wie die Malerei der Renaissance, Pablo Picasso oder Francis Bacon. Nach Angaben der Galerie wird der Fred-Thieler-Preis für Malerei seit 1992 alljährlich - seit 2007 alle zwei Jahre - am 17. März, dem Geburtstag Fred Thielers (1916-1999), vergeben.

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