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Interview / Archiv | Beitrag vom 17.11.2014

UkraineWenn Intellektuelle sich aufopfern

Autorin Mishchenko über selbstlose Landsleute und Erfahrungen der Maidan-Bewegung

Moderation: Nana Brink und Korbinian Frenzel

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Ein Ukrainer hält in Kiew die Nationalflagge in die Höhe. (picture-alliance/ dpa / Sergey Dolzhenko)
Man müsse aktiv bleiben - auch in Zeiten des Krieges, sagt Kateryna Mishchenko (picture-alliance/ dpa / Sergey Dolzhenko)

Viele Ukrainer unterstützen Flüchtlinge aus dem Osten ihres Landes, andere versorgen Soldaten: Die Autorin Kateryna Mishchenko findet es bewundernswert, dass sich ihre Landsleute nicht aufgeben - auch nicht nach Monaten des Krieges.

Die ukrainische Autorin Kateryna Mishchenko beobachtet bei ihren Landsleuten eine große Bereitschaft zur Selbstaufopferung: Sie seien bereit, alles aufzugeben und weiterzukämpfen für Freiheit und Würde - Werte, die in anderen Gesellschaften selbstverständlich seien. Viele würden Flüchtlinge aus dem Osten der Ukraine unterstützen, aber auch Familien von Soldaten. Andere versorgten die Armee mit Lebensmitteln und warmer Kleidung - obwohl das eigentlich Aufgabe des Staates sei.

Wie groß die Potenziale von Menschen sind

Die Proteste auf dem Maidan in Kiew zählen für Mishchenko, selbst ehemalige Aktivistin, zu den wichtigen Erfahrungen der Ukrainer: Sie hätten gezeigt, wie groß die Potentiale von Menschen sind, wenn sie sich organisieren. Politik zu machen sei eine "sehr große Herausforderung für ein Land in einer Kriegssituation", erklärte die Autorin, die selbst in Kiew lebt.

"Man muss aktiv bleiben", sagt Mishchenko. Interessanterweise gebe es jetzt einen großen Bedarf an Kommunikation und Reflektion. Dabei spielten Kulturschaffende eine wichtige Rolle: Sie würden "eine Art soziale Verantwortung" spüren.

Mehr zum Thema:

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(Deutschlandradio Kultur, Interview, 16.07.2014)

Ukraine-Konflikt - Waffenstillstand ohne Wirkung
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