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Kulturnachrichten

Freitag, 17. Juni 2016

Ukraine beschließt nationale Quote für Radio-Musik

Ein Viertel der Songs müssen in ukrainischer Sprache sein

Das ukrainische Parlament hat ein Gesetz verabschiedet, wonach ein Viertel der täglich im Radio ausgestrahlten Lieder in ukrainischer Sprache sein müssen. Im folgenden Jahr wird die Quote dann auf 30 Prozent und im darauf folgenden Jahr auf 35 Prozent erhöht. Von den 450 Abgeordneten der Kiewer Rada stimmten 268 für das Gesetz. Damit es in Kraft treten kann, muss es Staatschef Petro Poroschenko noch unterzeichnen. Laut Gesetzestext ist besonders in den Musiksendern die Ausstrahlungen in ukrainischer Sprache wichtig, weil sie vor allem von jungen Leuten gehört würden. Die Sprachenfrage beschäftigt die Ukraine seit ihrer Unabhängigkeit 1991. Im Westen des Landes wird vor allem Ukrainisch gesprochen, im Osten und in Süden an der Grenze zu Russland überwiegend Russisch. Die Mehrheit der Ukrainer nutzt aber beide Sprachen.

Künstlerischer Leiter des Moers Festivals bleibt

Reiner Michalke hat Rücktrittsangebot zurück gezogen

Reiner Michalke bleibt künstlerischer Leiter des renommierten Jazz-Festivals in Moers. Bei einem Gespräch mit den Ratsfraktionen habe er sein Rücktrittangebot ebenso zurückgezogen wie der Geschäftsführer der Moers Kultur GmbH, Dirk Hohensträter, hieß in am Freitag in einer gemeinsamen Erklärung mit Bürgermeister Christoph Fleischhauer (CDU). Es habe ein konstruktives Gespräch für den Erhalt und über die Weiterentwicklung des Festivals gegeben. Aufgrund dieser Perspektive hätten beide ihre Angebote zurückgenommen. Zuvor hatte es Querelen um die finanzielle Situation des Festivals gegeben.

Innenministerium: Kritik an Berliner Künstleraktion

Aktion "Flüchtlinge Fressen" ist "zynisch"

Das Bundesinnenministerium hat die Veranstaltung "Flüchtlinge Fressen" als "unangemessen und zynisch" bezeichnet. Das für Provokationen bekannte Zentrum für politische Schönheit hatte vor dem Maxim Gorki Theater eine Arena mit lebenden Tigern aufgebaut. Darin werden sich angeblich Flüchtlinge freiwillig den Tieren zum Fraß vorwerfen, falls die Bundesregierung nicht im Sinne der Künstler handelt. Diese wollen eine Änderung im Aufenthaltsgesetz erreichen und am 28. Juni 100 Syrer mit dem Flugzeug aus der Türkei nach Deutschland bringen. Zu der Aktion sagte das Ministerium: "Es handelt sich um eine geschmacklose Inszenierung, die auf dem Rücken der Schutzbedürftigen ausgetragen werden soll." Die gesetzlich vorgesehenen Einreisevoraussetzungen würden durch solche Aktionen nicht außer Kraft gesetzt. Die Künstler kritisieren den Paragrafen 63. Er verbietet, dass Ausländer ohne die nötigen Papiere nach Deutschland befördert werden können. Das Ministerium verteidigte das Beförderungsverbot. Es diene dazu, die Einhaltung der Pass- und Visumspflicht sicherzustellen.

Widerstand bei Kulturgutschutzgesetz wächst

Baden-Württemberg und Hessen stellen sich quer

Der Widerstand gegen das geplante Gesetz zum Schutz von Kulturgütern wächst: Mit Baden-Württemberg und Hessen stellen sich zwei Bundesländer gemeinsam quer. Das laufende Gesetzgebungsverfahren erfülle sie mit Sorge, schrieben die Kunstminister Bauer (Grüne/Baden-Württemberg) und Rhein (CDU/Hessen) an Kulturstaatsministerin Grütters. Bauer und Rhein warnen vor einem «bürokratischen Kulturapparat», der mit dem Kulturgutschutz entstehe. Vor allem die geplanten Regelungen zur Ausfuhr von Kulturgut brächten "eine unabsehbare finanzielle und organisatorische Belastung" für die Länder. Die vom Bund angebotene Entlastung der Länder werde den Mehraufwand nicht ausgleichen. Die Aufstockung der Projektmittel für Provenienzforschung etwa zu Nazi-Raubkunst stelle keine Entlastung dar. Das von Grütters in den Bundestag eingebrachte Gesetz soll wertvolle deutsche Kunst vor der Abwanderung ins Ausland schützen. Zudem soll die Einfuhr von illegalen Kulturgütern aus Kriegs- und Krisengebieten eingeschränkt werden.

Bundesrat beschließt Buchpreisbindung für E-Books

Regelung soll ab September gelten

Auch elektronische Bücher unterliegen künftig der Buchpreisbindung. Ein vom Bundesrat gebilligtes Gesetz verpflichtet Verlage, für E-Books einen verbindlichen Ladenpreis festzulegen. Damit gilt die Buchpreisbindung künftig für jegliche Buchverkäufe hierzulande und auch für grenzüberschreitende Buchverkäufe an Verbraucher in Deutschland. Die Neuregelung soll zum 1. September in Kraft treten. Nach früheren Angaben des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels wurde die Preisbindung bereits auf E-Books angewendet. Es fehlte aber bisher ein expliziter Hinweis auf elektronische Bücher in dem seit 2002 geltenden Gesetz zur Buchpreisbindung.

Künstlerischer Leiter des Moers Festivals bleibt

Michalke leitet Jazz-Festival weiter

Reiner Michalke bleibt künstlerischer Leiter des renommierten Jazz-Festivals in Moers. Bei einem Gespräch mit den Ratsfraktionen habe er sein Rücktrittangebot ebenso zurückgezogen wie der Geschäftsführer der Moers Kultur GmbH, Dirk Hohensträter, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung. Es habe ein konstruktives Gespräch für den Erhalt und über die Weiterentwicklung des Festivals gegeben. Zuvor hatte es Querelen um die finanzielle Situation des Festivals gegeben. Aus Sicht Hohensträters war es finanziell schwer angeschlagen. Dagegen war Michalke überzeugt, dass die vom neuen Geschäftsführer eingebauten hohen und aus seiner Sicht völlig überzogenen Risikorücklagen zu der finanziellen Schieflage geführt hatten.

Joana Mallwitz bleibt Generalmusikdirektorin in Erfurt

Ihr Vertrag wurde bis 2018 verlängert

Die Dirigentin Joana Mallwitz will bis 2018 Generalmusikdirektorin am Erfurter Theater bleiben. Sie hatte die Stelle 2014 als damals jüngste Generalmusikdirektorin Deutschlands angetreten. Jetzt wurde der Vertrag der 30-Jährigen verlängert, teilte das Theater mit. Generalintendant Guy Montavon sagte, Mallwitz' Konzertprogramm komme hervorragend an. Als Dirigentin führe sie das Philharmonische Orchester Erfurt sowohl in den Sinfoniekonzerten als auch in den Musiktheaterproduktionen immer wieder zu Höchstleistungen. Zu ihrer außergewöhnlichen Karriere gehören die Nominierung als "Dirigentin des Jahres" 2012 der Zeitschrift Opernwelt und der "Praetorius Musik-Förderpreis 2009". Ihr Debüt am Theater Erfurt gab sie in Spielzeit 2014/15 mit dem Dirigat "Madame Butterfly".

Ruhrfestspiele zu 84 Prozent ausgelastet

Veranstalter sind hochzufrieden

Die Ruhrfestspiele haben in diesem Jahr eine Auslastung von über 84 Prozent erreicht. 80 610 Besucher wurden bei der 70. Ausgabe des Theaterfestivals gezählt. Dies sei ein überragendes Ergebnis, teilte Intendant Frank Hoffmann in Recklinghausen mit. Am Sonntag endet das Festival. Es stand in diesem Jahr unter dem Motto "Mittelmeer - Mare Nostrum?". Gezeigt wurden etwa Produktionen aus dem Mittelmeerraum wie "Zawaya. Zeugnisse der Revolution" aus Ägypten oder "Der Pfau von Silwan" aus Israel. Die Stücke berichteten von den politischen Missständen in den Ländern unmittelbar aus Sicht der Betroffenen. Stücke aus Deutschland befassten sich mit dem Schicksal der Geflüchteten und dem gesellschaftlichen Umgang mit ihnen.

Umstrittene Auktion von Nazi-Relikten ohne Öffentlichkeit

Kein Zugang von Medienvertretern

Das Münchner Auktionshaus Hermann Historica will seine umstrittene Versteigerung von Nazi-Relikten weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit über die Bühne bringen. "Wir werden auch am 17./18.06. Medienvertreter(innen)n ausnahmslos keinen Zugang zur Vorbesichtigung oder Auktion gewähren", hieß es heute in einer E-Mail. Auch die Ergebnisse der Auktion sollen nicht veröffentlicht werden. Hermann Historica hat die Versteigerung angeblich persönlicher Gegenstände von Adolf Hitler und Hermann Göring für morgen angekündigt. An der Auktion hatte es scharfe Kritik gegeben. Der Zentralrat der Juden in Deutschland bezeichnete sie als "widerlich".

42 Büros für Museum der Moderne im Rennen

Darunter Zaha Hadid, David Chipperfield und Sauerbruch Hutton

Für das in Berlin geplante Museum der Moderne sind 42 internationale Architektenbüros im Rennen - darunter sind bekannte Namen wie Herzog & De Meuron, GMP International, Max Dudler, Sauerbruch Hutton und David Chipperfield. Auch das Büro der kürzlich verstorbenen Stararchitektin Zaha Hadid steht auf der Liste für den Realisierungswettbewerb, die Kulturstaatsministerin Monika Grütters veröffentlichte. Das für 200 Millionen Euro geplante Museum für Kunst des 20. Jahrhunderts soll zwischen der Neuen Nationalgalerie und der Berliner Philharmonie entstehen. Die ersten Ideen dafür waren bereits in einer Ausstellung am Kulturforum zu sehen. Grütters erklärte: "Wir haben für diese anspruchsvolle Bauaufgabe wirklich hochkarätige Architekturbüros gewinnen können. Das sind beste Voraussetzungen für einen Museumsentwurf, der städtebaulich wie funktional überzeugt und neben den Solitären von Scharoun, Stüler und Mies van der Rohe bestehen kann."

Kleist erhält Gustav-Heinemann-Friedenspreis

Ausgezeichnet wird das Comic über eine somalische Sprinterin

Reinhard Kleist, Berliner Illustrator und Comic-Zeichner, erhält den diesjährigen Gustav-Heinemann-Friedenspreis. Geehrt wird der 46-Jährige für sein Werk "Der Traum von Olympia - Die Geschichte von Samia Yusuf Omar", teilte Nordrhein-Westfalens Jugend- und Kulturministerin Kampmann mit. In seinem Buch erzählt Kleist die wahre Geschichte der somalischen Sprinterin Samia Yusuf Omar. Islamisten wollten ihr als Frau den Sport verbieten. Sie floh nach Europa, um an den Olympischen Spielen 2012 in London teilzunehmen, kam dabei aber im Mittelmeer um. Kleists Buch berühre zutiefst, so Kampmann. "Vor allem mahnt uns die tragische Aktualität von Samias Geschichte." Der mit 7.500 Euro dotierte Preis der NRW-Landesregierung ist die wichtigste Auszeichnung für deutschsprachige Kinder- und Jugendbücher mit friedenspolitischem Inhalt.

Unbekanntes Van-Gogh-Skizzenbuch wird veröffentlicht

Französischer Verlag spricht von Sensation

Der traditionsreiche Pariser Verlag Seuil hat für November die Veröffentlichung eines bislang unbekannten Skizzenbuchs mit Zeichnungen des niederländischen Malers Vincent van Gogh angekündigt. Der für die Veröffentlichung zuständige Seuil-Mitarbeiter Bernard Comment sagte, außer ihm seien nur den Eigentümern und dem Verlagshaus die Existenz des Skizzenbuchs bekannt. Dessen Fund bezeichnete er als "atemraubend, umwerfend". Erscheinen soll das Buch mit dem Titel "Vincent van Gogh, Der Nebel von Arles" zeitgleich in Frankreich, Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden, Japan und den USA. Weitere Ausgaben in anderen Ländern sind geplant. Experten bestätigten Comment zufolge die Echtheit der mehr als ein Dutzend Zeichnungen des "sensationellen" Skizzenbuchs. Der im Alter von 37 Jahren gestorbene Van Gogh malte ab 1888 im südfranzösischen Arles einige seiner berühmtesten Bilder.

Musical "La La Land" eröffnet Filmfestival von Venedig

Romanze geht ins Rennen um den Goldenen Löwen

Das Filmmusical mit Ryan Gosling und Emma Stone eröffnet die Internationalen Filmfestspiele von Venedig Ende August. Die Romanze eines Jazz-Pianisten und einer Schauspielerin feiert bei der 73. Auflage am 31. August Weltpremiere am Lido und geht auch ins Rennen um den Goldenen Löwen, wie das Filmfestival mitteilte. Regie bei "La La Land" führt Damien Chazelle, der 2015 mit dem Musikfilm "Whiplash" fünf Oscar-Nominierungen holte und Nebendarsteller J.K. Simmons die Trophäe einbrachte. Das komplette Programm des Festivals mit Jurypräsident Sam Mendes soll Ende Juli in Rom vorgestellt werden. Die 73. Auflage findet vom 31. August bis 10. September statt. 2015 hatte das homoerotische Liebesdrama "Desde allá" (englischer Titel «From Afar») aus Venezuela den Goldenen Löwen gewonnen. Damit ging die höchste Auszeichnung der Festspiele zum ersten Mal nach Südamerika.

Der Regisseur Ken Loach wird 80

Als Fürsprecher der Arbeiterklasse wurde er berühmt

Als Chronist sozialer Missstände ist der Regisseur Ken Loach berühmt geworden, heute feiert er seinen 80. Geburtstag. Gerade hat der Brite bei dem Filmfestival in Cannes für sein Gesellschaftsdrama "I, Daniel Blake" seine zweite Goldene Palme gewonnen. Zudem wurde sein Lebenswerk in dem Dokumentarfilm "Versus: The Life and Films of Ken Loach" verewigt. Damit hat er endgültig den Sprung vom früheren Staatsfeind zum nationalen Kulturgut geschafft. Das europäische Kino verdankt Loach meisterhafte Dramen über die englische Arbeiterklassewie "Poor Cow - geküsst und geschlagen" (1967), "Raining Stones" (1993), "My Name is Joe" (1998) und "Looking for Eric" (2009). Loach selbst stammt aus einer konservativer Arbeiterfamilie und studierte mit einem Stipendium an der Elite-Universität Oxford Jura.

Meat Loaf bei Konzert in Kanada zusammengebrochen

Keine Informationen über seinen Zustand

Rock-Sänger Meat Loaf ist bei einem Konzert in Kanada zusammengebrochen. Auf Videos von der Vorstellung im Edmontoner Jubilee Auditorium ist zu sehen, wie sich der 68-Jährige vornüber beugt, dann das Mikrofon fallen lässt und auf den Boden stürzt. Musiker eilten ihm zur Hilfe und es wurde still im Saal. Die Nachrichtenagentur Canadian Press meldete, Meat Loaf sei in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Über seinen Zustand gab es zunächst keine Informationen. Der schwergewichtige Sänger, der 1977 mit dem Album "Bat Out Of Hell" legendär wurde, hatte in Kanada bereits zwei Konzerte aus gesundheitlichen Gründen abgesagt.

Internationaler Umwelt-Preis für Misereor-Jugendaktion

Animationsfilm erhält "Deauville Green Awards"

Der Videoclip "Konsum Klimawandel" der Hildesheimer kirchennahen Filmproduktionsfirma media.plus X hat beim internationalen Umweltfilm-Festival "Deauville Green Awards" den Hauptpreis erhalten. Der knapp dreiminütige Animationsstreifen setzte sich unter mehr als 300 Einsendungen durch und wurde mit dem "Golden Green Award" ausgezeichnet. Der Film entstand im Rahmen der Jugendaktion 2015 des katholischen Entwicklungshilfswerks Misereor und des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend. Der Clip zeigt, was der Kauf eines Paares Schuhe oder eines Smartphones mit Unwettern auf den Philippinen zu tun hat und thematisiert damit die Auswirkungen des Klimawandels, der durch den Konsum hierzulande mitverursacht wird.

Italienischer Bildhauer Giuseppe Spagnulo tot

Bekannt wurde er für seine massiven Eisenplastiken

Der vor allem für seine massiven Eisenplastiken berühmte italienische Bildhauer Giuseppe Spagnulo ist tot. Der im apulischen Grottaglie geborene Künstler starb im Alter von 80 Jahren, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Spagnulo studierte zwischen 1952 und 1958 am "Istituto d'Arte per la Ceramica" in Faenza in der Emilia Romagna, bevor er 1959 nach Mailand übersiedelte.Bereits 1976 stellte er seine Werke bei der Kunstbiennale von Venedig aus, ein Jahr später nahm er an der documenta 6 in Kassel teil. Heute sind zahlreiche seiner Werke im öffentlichen Raum zu sehen, etwa in Rom, Mailand und Venedig. Auch in Bochum sind mehrere Skulpturen Spagnulos zu bewundern, darunter vor dem Kunstmuseum die 53 Tonnen schwere Plastik "Grande Ruota - Ferro Spezzato". Sie wurde aus einer 80 Zentimeter starken Eisenscheibe gebaut, aus der ein Quadrat herausgelöst ist.

Ermittlungen gegen Cliff Richard eingestellt

Missbrauchsvorwürfe ließen sich nicht erhärten

Nach zwei Jahren stellen die Ermittler ihre Nachforschungen zu Missbrauchsvorwürfen gegen den britischen Popstar Cliff Richard ein. Der Generalstaatsanwalt von Yorkshire und Humberside, Martin Goldman, erklärte, dass es keine ausreichenden Beweise gegen den 75-Jährigen gegeben habe. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft war Richard sexueller Missbrauch in vier Fällen zwischen 1958 und 1983 vorgeworfen worden. Die zuständigen Ermittler der Polizei von South Yorkshire entschuldigten sich "von ganzem Herzen" für ihre Fehler im Umgang mit den Medien - vor zwei Jahren wurde eine Razzia im Haus Richards von der BBC live übertragen. Mit mehr als 250 Millionen verkauften Platten zählt Cliff Richard zu den erfolgreichsten Sängern Großbritanniens. Im Jahr 1995 wurde der Popstar, der für seinen bislang skandalfreien und christlichen Lebensstil bekannt ist, von Königin Elizabeth II. zum Ritter geschlagen.

Tate Modern neuer Anbau eröffnet

Weltweit größtes Museum für moderne Kunst wird noch größer

In London wird heute der neue Anbau der Kunstgalerie Tate Modern eröffnet. Mit denm pyramidenartigen Turm vergrößert sich die Ausstellungsfläche um 60 Prozent. 300 Künstler aus 50 Ländern sind jetzt in der Tate vertreten. Es ist auch Platz für Kunstformen wie Film oder Performances, die bisher kaum abgebildet werden konnten.
Geplant wurde das Gebäude vom Schweizer Architektenbüro Herzog und de Meuron, das schon die alte Tate gestaltete und auch für die Hamburger Elbphilharmonie verantwortlich ist.

Bund und Länder beschließen Exzellenz-Strategie

Hochschulrektorenkonferenz kritisiert zu geringe Förderung

Die neue „Exzellenz-Strategie für Spitzenforschung in Deutschland steht. Das teilte Bundeskanzlerin nach einem Treffen mit den Länder-Ministerpräsidenten mit. Damit können ab 2019 elf Hochschulen in Deutschland für sieben Jahre mit über 500 Millionen Euro besonders gefördert werden. Das Eliteprojekt ist der Nachfolger der sogenannten Exzellenzinitiative, die 2006 gestartet war. Mit einer zweiten Initiative sollen zwischen 2018 und 2027 kleine und mittelgroße Universitäten und  Fachhochschulen mit 550 Millionen Euro bezuschusst werden. Ihre Arbeit muss für Wirtschaft oder Gesellschaft besonders relevant sein, entscheidend sind Kooperationen und Transfer. Die Hochschulrektorenkonferenz kritisierte den Umfang der Förderung als zu gering.

"Lutherbibel 2017" geht in den Druck

Zehnjähriger Arbeitsprozess abgeschlossen

Die "Lutherbibel 2017" ist in Druck gegangen. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Bischof Heinrich Bedford-Strohm, und der Generalsekretär der Deutschen Bibelgesellschaft, Christoph Rösel, starteten den Druck während eines Festakts in der Druckerei C. H. Beck. Bedford-Strohm würdigte den fast zehnjährigen Arbeitsprozess und äußerte die Hoffnung, dass aus der Neuausgabe "nun ein Buch wird, das viele Menschen neu entdecken". Die Veröffentlichung der revidierten "Lutherbibel 2017" gilt als einer der Höhepunkte des Reformationsgedenkens im kommenden Jahr. Sie erscheint bereits zum diesjährigen Reformationstag in einer Startauflage von 260.000 Exemplaren. Verkaufsstart ist der 19. Oktober 2016.

Freier Eintritt verdoppelt Publikum im Folkwang Museum

Junge Leute finden Weg in die Sammlung

Das Projekt "Freier Eintritt" im Museum Folkwang in Essen zeigt sich nach einem Jahr als großer Erfolg. Die Besucherzahlen hätten sich seit Juni 2015 mehr als verdoppelt, teilte das Museum mit. Im ersten Jahr besichtigten mehr als 100 000 Besucher die Dauerausstellung. Besonders bei Kindern und Jugendlichen gebe es großen Zuwachs. Anlässlich des kleinen Jubiläums der Aktion sind acht gesonderte Ausstellungen und Präsentationen ebenfalls kostenfrei. Die feste Sammlung, für die Besucher seit einem Jahr keinen Eintritt mehr zahlen müssen, zeigt Malerei und Skulpturen deutscher und französischer Künstler des 19. Jahrhunderts. Ermöglicht wird das Projekt durch Unterstützung der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung.

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