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Echtzeit | Beitrag vom 10.11.2018

Übungen in Empathie und SimulationIn deiner Haut

Moderation: Marietta Schwarz

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Eine Person steht im Gegenlicht hinter einem transparenten Vorhang und berührt diesen (Unsplash.com / Darkness)
Kann man sich innerlich so fühlen, wie ein anderer Mensch? (Unsplash.com / Darkness)

"In deiner Haut möchte ich nicht stecken" lautet eine Redensart, wenn man definitiv nicht mit jemand anderem tauschen will. Die "Echtzeit" dreht das Ganze um: Wir begleiten Menschen, die ganz bewusst versuchen, in die Haut von anderen zu schlüpfen.

An der Charité in Berlin gibt es zum Beispiel sogenannte Simulationspatienten: Laien, oder Schauspieler, die Patienten spielen, mit denen angehende Ärzte dann trainieren, wie man die richtigen Worte im Anamnese-Gespräch findet. Mehr Mitgefühl mit den Mitmenschen kann so geübt werden.

Das lässt sich auch in Familienaufstellungen erproben. Teilnehmer berichten häufig, sich innerlich so zu fühlen, wie ein anderer Mensch.

Künstliche Intelligenz und Mitgefühl

Dieses Wissen um das Innenleben anderer Menschen treibt auch die Forscher an, die sich mit der Entwicklung empathischer Roboter beschäftigen. Künstliche Intelligenzen, die uns in Zukunft bei Laune halten könnten und uns auch noch daran erinnern, wenn wir mal wieder zu wenig Wasser getrunken haben.

Und apropos Roboter – die haben zwar keine menschliche Haut imitieren diese aber immer besser. Model Shudu lässt grüßen.

Mehr zum Thema

Zeitalter der Empathie? - Fühlen, was andere fühlen
(Deutschlandfunk Kultur, Zeitfragen, 29.11.2017)

Tödliche Autonome Waffensysteme - Kampfroboter kennen keine Empathie
(Deutschlandfunk Kultur, Zeitfragen, 16.11.2017)

Gefährliche Gefühle - Schattenseiten der Empathie
(Deutschlandfunk Kultur, Sein und Streit, 05.02.2017)

Fazit

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