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Musik im Gespräch / Archiv | Sendung am 26.12.2015 um 13:05 Uhr

Über die etwas anderen Heimatlieder"Dahoam is net dahoam“

Moderation: Carsten Beyer

Wolken ziehen am 15.10.2014 hinter dem Brocken bei Wernigerode (Sachsen-Anhalt) auf. (dpa / Matthias Bein)
Der Brocken bei Wernigerode im Harz (dpa / Matthias Bein)

Jedes Volk hat seine Lieder - und liebt sie zumeist. Die Deutschen tun sich dagegen immer noch schwer mit ihren Volksliedern. "Musik im Gespräch" folgt dem Phänomen einer Identitätssuche zwischen Heimatverbundenheit und Heimatlosigkeit.

Heimat – das ist für viele Menschen im deutschsprachigen Raum ein ambivalenter Begriff. Das spiegelt sich auch in der globalen und regionalen Musik - der Begriff "Neues Heimatlied" taucht da immer wieder mal auf.

"Dahoam is net dahaom" von Georg Ringsgwandl ist nur ein Beispiel dafür, wie Musiker ihre Heimatregionen zum Thema machen. Auch Hubert von Goisern, Weiherer, Tinu Heiniger, Pippo Pollina, Dominik Plangger oder Christian Zehnder stehen für eine kritische, subjektive Auseinandersetzung mit dem, was sie unter Heimat verstehen.

Der bayerische Kabarettist und Musiker Georg Ringsgwandl (dpa / picture alliance / Armin Weigel)Der bayerische Kabarettist und Musiker Georg Ringsgwandl (dpa / picture alliance / Armin Weigel)

Doch in den "Neuen Heimatliedern" geht es nicht immer nur kontrovers zu. So beschreiben junge Bands wie etwa das Folktrio Bube Dame König aus Halle/Saale ihre Verwurzelung mit ihrer Region, und es gibt mehr und mehr den Trend, das (gesamt-)deutsche Volkslied in frischen, von kitschiger Volkstümelei und nationalistischen Tendenzen befreiten Interpretationen tatsächlich neu zu entdecken.

Dazu gehört auch der im Herbst ins Leben gerufene Studiengang Weltmusik an der Popakademie Mannheim und das Berliner Projekt "Heimatlieder aus Deutschland", bei dem in Deutschland sozialisierte Gruppen und MusikerInnen anderer Länder und Kulturen wie Kroatien, Kenia, Kuba oder Rumänien ganz selbstbewusst sagen: "Wir machen deutsche Heimatmusik - nur eben nicht in deutscher Sprache."

Carsten Beyer widmet sich mit den genannten Musikern und Gruppen ausführlich dem Phänomen einer Identitätssuche zwischen Heimatverbundenheit und Heimatlosigkeit.

Hinweis: Mit diesem Beitrag sind insgesamt vier Audio-Dateien verknüpft. Den ersten Teil finden Sie oben unter der Schaltfläche "Beitrag hören" - zum Nachhören der drei anderen Teile klicken Sie bitte hier unten.
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