Freistil, vom 23.09.2018

Über die BosheitDas Vergnügen feiner Geister

Bosheit vergeistigt, weil sie eine Gelegenheit ist, Geist zu bekommen und fein zu werden, schreibt Friedrich Nietzsche in seinem Buch 'Jenseits von Gut und Böse'. Boshaftigkeit hat etwas mit Intelligenz, mit Verstand zu tun, mit dem Willen zu schaden, fein zu tricksen, geschickt zu täuschen, raffiniert zu manipulieren.

Zwei Frauen mit Hexenmasken blicken in die Kamera. (dpa/Swen Pförtner)
Ist die Bosheit ein untrennbarer Teil der menschlichen Natur? (dpa/Swen Pförtner)

Wer boshaft ist, handelt nicht im Affekt, ist nicht von Gefühlen der Wut oder des Zorns überwältigt. Bosheit ist nicht immer nett für die soziale Mitwelt, aber sie schult den Verstand und macht fit für die Härten des Alltags.

Zu unterscheiden ist das Böse von der Bosheit.

Das Böse ist absolut, die Bosheit enthält nur eine Dosis Böses - ist dem Bösen aber keinesfalls vollständig ausgeliefert.

Produktion: DLF 2015