Das Feature, vom 30.11.2018

Über den Klimawandel in der LiteraturClimate Fiction

Von Jane Tversted und Martin Zähringer

Hurrikan "Katrina" hat 2005 die Golfküste im Südosten der USA stark verwüstet, 2012 kam "Sandy" bis nach New York, 2017 zog "Irma" zerstörerisch über Florida. Solche Tragödien sind Stoff der Literatur und haben sogar ein eigenes Genre begründet: CliFi.

Der Hurrikan "Michael" trifft mit großer Zerstörungskraft auf die Küste Floridas. (Douglas R. Clifford/Tampa Bay Times via AP/dpa)
Der Klimawandel ist auch in der Literatur angekommen. Inspiriert von neuerer wissenschaftlicher Forschung, geht es um mehr als Apokalypse. (Douglas R. Clifford/Tampa Bay Times via AP/dpa)

Gerade in den USA, wo das Thema Klimawandel immer noch zu heftigen Kontroversen führt, hat sich Climate Fiction oder auch Climate Change Fictionals als Genre etabliert.

Die Referenz zu SciFi - also Science Fiction - ist gewollt: Einer der wichtigsten Climate-Fiction-Autoren kommt aus der SciFi-Tradition: Kim Stanley Robinson. Robinson, berühmt für seine "Mars Trilogie", leuchtet in vielen seiner Romane die wissenschaftliche, technische und politische Seite des Klimawandels aus. In seinem neuen Roman "New York 2140" verlegt er die Handlung in eine nicht allzu ferne Zukunft, in der der Atlantik um 15 Meter angestiegen ist und die Stadt überflutet hat.

Am Golf von Mexiko hat sich dagegen eine realistische CliFi-Tradition entwickelt, die von konkreten Ereignissen wie den immer massiver werdenden Hurrikans erzählen. Geht es bei CliFi um das Schaffen von Bewusstsein oder um Sensationslust? Reagiert CliFi auf die Realität oder nimmt sie die Fakten vorweg? Und inwiefern unterscheiden sich Fakten und Fiktion?



Climate Fiction
Über den Klimawandel in der Literatur
Von Jane Tversted und Martin Zähringer

Regie: die Autoren
Redaktion: Tina Klopp

Produktion: WDR/Dlf 2018