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Kulturnachrichten

Montag, 26. September 2016

TV-Duell im US-Präsidentenwahlkampf

Debatte zwischen Clinton und Trump mit Spannung erwartet

3 Uhr nachts unserer Zeit findet in den USA das mit Spannung erwartete erste TV-Duell zwischen den Präsidentschaftskandidaten Hillary Clinton und Donald Trump statt. Die Debatte gilt als Höhepunkt des Wahlkampfes. Es soll ein politischer Superbowl werden. 100 Millionen Zuschauer könnten einschalten, wenn sich Clinton und Trump an der Hofstra-Universität auf Long Island ihr erstes Fernsehduell liefern. Wer hier gewinnt, ist dem Weißen Haus einen entscheidenden Schritt näher gekommen, sagen Experten. Es folgen wichtige Duelle in der US-Geschichte.

Laufenberg bleibt Intendant am Staatstheater Wiesbaden

55-Jährige nimmt Vertragsverlängerung bis 2024 an

Uwe Eric Laufenberg bleibt bis 2024 Intendant am Hessischen Staatstheater Wiesbaden. Wie das Kulturministerium in Wiesbaden mitteilte, nahm der 55-Jährige das Angebot einer Verlängerung seines bis 2019 laufenden Vertrags an. Laufenberg ist seit August 2014 Chef in Wiesbaden. Zuvor leitete er die Oper Köln. Bei den Bayreuther-Festspielen hatte er im Sommer die Inszenierung des "Parsifal" übernommen, nachdem Skandalkünstler Jonathan Meese abgesetzt worden war.

Prozess gegen Kunsthändler Wildenstein

Verhandlungen wegen Steuerhinterziehung

Das Pariser Strafgericht hat entschieden, den Prozess gegen den mächtigen Kunsthändler Guy Wildenstein wegen Steuerhinterziehung zu eröffnen. Die Verhandlungen zu verschieben, hätte einen Aufschub um mehrere Jahre bedeutet. Dafür sei der Fall zu ernst. Dem 70-jährigen Franzosen und US-Bürger wird vorgeworfen, nach dem Tod seines Vaters und seines älteren Bruders 2001 uns 2008 den Großteil des Erbes verheimlicht zu haben. Ihm drohen eine Erbschaftssteuer-Nachzahlung in Rekordhöhe von mehr als 550 Millionen Euro sowie mehrjährige Haft. Die Klage wegen Steuerhinterziehung und Geldwäsche sollte bereits Anfang des Jahres verhandelt werden, wurde jedoch mehrmals verschoben. Die Anwälte des Milliardärs hatten bestritten, einem Steuerzahler, gegen den bereits eine Forderung nach Nachzahlung besteht, doppelt zu bestrafen. Gegen Wildenstein läuft seit 2012 bereits ein Steuerberichtigungsverfahren in Höhe von 550 Millionen Euro. Er kam dieser Forderung bislang nicht nach.

Europa-Abgeordnete für höhere EU-Quote bei Filmen

Quote als Sicherungsnetz für Filmschaffende

Netflix und andere Video-Anbieter sollen nach dem Willen führender Europaabgeordneter künftig fast 30 Prozent Filme aus Europa vorhalten. Die Quote würde für Sendungen im Angebot von Video-on-Demand-Diensten gelten, wie die SPD-Parlamentarierin Petra Kammerevert in Brüssel mitteilte. Generell sei eine Quote "als Sicherungsnetz" für europäische Kultur- und Filmschaffende "existenziell wichtig", erklärte Kammerevert. Im Mai hatte die EU-Kommission ihren Vorschlag zur Überarbeitung eines EU-Gesetzes für audiovisuelle Mediendienste (AVMD-Richtlinien) vorgestellt. Die EU-Kommission hatte dabei lediglich eine Quote von 20 Prozent vorgeschlagen. Kammerevert ist zusammen mit der CDU-Abgeordneten Sabine Verheyen im EU-Parlament federführend für die AVMD-Richtlinie. Die beiden deutschen Abgeordneten stellten heute im Kulturausschuss des Parlaments vor, was sie von den Vorschlägen der Kommission übernehmen und was sie ändern wollen. Am Ende wird das EU-Parlament gemeinsam mit den EU-Mitgliedstaaten beschließen.

Neuer Musik-Direktor des Zürcher Kammerorchesters

Der Geiger Daniel Hope beginnt am 27. September

Der Geiger Daniel Hope ist neuer Musik-Direktor des Zürcher Kammerorchesters. Seine Amtszeit beginne am 27. September mit der Saisoneröffnung in der Tonhalle Zürich, teilte das Büro des in Berlin lebenden Stargeigers mit. Erstmals steht mit Hope kein Dirigent, sondern ein Instrumentalist als leitender Solist an der Spitze des renommierten Kammerorchesters. Die erste Gastspielreise unter Hope führt die Zürcher Musiker nach Südkorea und China. Im Januar 2016 war der Musiker mit seiner Familie von Wien nach Berlin gezogen.

Döpfner: Zeitungen vom Papier emanzipieren

Zeitungskongress sucht nach Wegen in die Zukunft

Der neue Präsident des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), Mathias Döpfner, sieht die Zukunft der Branche im Digitalen. "Wir müssen es hinbekommen, die Idee der Zeitung vom Papier zu emanzipieren", sagte der Vorstandsvorsitzende des Medienhauses Axel Springer in Berlin. Das sei mit Blick auf das Jahr 2050 die historische Aufgabe für die Unternehmen. Beim Zeitungskongress räumte Döpfner ein, dass nach der Silvesternacht von Köln Journalisten und Verleger eine "ganz schlechte Figur" abgegeben hätten. Er forderte außerdem eine neue Medienpolitik in Europa, was Online-Inhalte angeht. "Wir liefern die Inhalte kostenlos - das Geld, und zwar fast hundert Prozent, verdienen andere", kritisierte Döpfner. Es brauche eine europäische Lösung, die über das deutsche Recht hinausgehe, sagte Döpfner. Diese Kritik richtete sich auch an den Kongress-Gast Günther Oettinger, dem EU-Kommissar für Digitalwirtschaft.

Rechter Blogger verklagt polnisches Musikfestival

Staatsanwaltschaft ermittel wegen Alkohol- und Drogenmissbrauch

Das Musikfestival „Haltestelle Woodstock im polnischen Küstrin ist bedroht, das meldete der Rundfunk Berlin Brandenburg. Die Staatsanwaltschaft in Gorzow ermittelt gegen die Verantwortlichen. Sie hätten auf dem Festival Anfang August Sicherheitsvorkehrungen missachtet und Alkohol- und Drogenmissbrauch nicht unterbunden. Geklagt hatte ein rechtskonservativer Blogger gegen das „Haltestelle Woodstock. Nach Angaben des RBB vermuten die Veranstalter eine politische Kampagne. Das kostenlose Festival, zu dem im Sommer 350.000 Gäste kamen, ist auch bei Deutschen sehr beliebt.

Deutsche Welle klagt gegen türkisches Ministerium

Sportminister ließ Friedmann-Interview beschlagnahmen

Die Deutsche Welle wehrt sich juristisch gegen die Beschlagnahmung eines Interviews in der Türkei. Der Sender habe beim Zivilgericht in Ankara Klage auf Herausgabe des Videomaterials eingereicht, erklärte die Deutsche Welle (DW) auf ihrer Website. Der türkische Sportminister Akif Kilic hatte DW-Moderator Michel Friedman am 5. September in Ankara ein Interview gegeben. Unmittelbar nach dem Gespräch ließ er das Videomaterial beschlagnahmen. Eine für den folgenden Vormittag gesetzte Frist für die Herausgabe der Aufnahmen habe das türkische Ministerium verstreichen lassen, hieß es in der Mitteilung der DW. Auch eine zweite Frist, die Rechtsanwälte des Senders setzten, blieb ohne Reaktion. "Wir fordern die türkische Seite nun auf dem Rechtsweg zur unverzüglichen Herausgabe unseres Videomaterials auf", erklärte DW-Intendant Peter Limbourg. Der Rundfunkrat des Senders unterstützte diesen Schritt.

Keine Fotos von Jock Sturges in Moskau

Ausstellung schließt wegen öffentlichen Drucks

Die Fotoausstellung "Jock Sturges. Ohne Verlegenheit" wurde in Moskau vorfristig geschlossen. Der Organisator der Exposition, die bis Sonntag im Brüder-Lumière-Zentrum für Fotografie zu sehen war, erklärte, er wolle nicht die Öffentlichkeit in Aufruhr bringen. Zuvor hatten die Senatorin Jelena Misulina und die Ombudsfrau für Kinderrechte, Anna Kusnezowa, die Generalstaatsanwaltschaft Russlands gebeten, die Ausstellung auf Kinderpornografie zu überprüfen. Das Moskauer Brüder-Lumiere-Zentrum, hatte zuvor alle Vorwürfe zurückgewiesen. Sturges Schau, die Kinderporträts zeigt, war am 8. September eröffnet worden. Die rechtskonservative Politikerin, Kusnezowa, kündigte eine Überprüfung der Ausstellung durch die Staatsanwaltschaft an. Parallel hatte auch Senatorin Jelena Misulina die Behörden zum Einschreiten aufgefordert. Der paramilitärische Flügel der russischen Nichtregierungsorganisation „Die Offiziere Russland“ blockierte am Sonntag den Eingang in den Ausstellungsraum. Russische Medien hatten zuvor die Ausstellung von Sturges positiv besprochen.

"Quatsch oder Aufklärung" - TV-Satiresendungen-Analyse

Studie der Otto-Brenner-Stiftung

Die Otto-Brenner-Stiftung hat eine Analyse von TV-Satiresendungen mit dem Titel: „Quatsch oder Aufklärung?“ veröffentlicht. In der Studie untersuchte Prof. Bernd Gäbler, Medienwissenschaftler und ehemaliger Leiter des Grimme Instituts, nicht nur die heute show. Er vergleicht sie mit den Formaten Die Anstalt (ZDF) und extra 3 (NDR/ARD), stellt sie in die Satire-Traditionen des deutschen Fernsehen und wirft einen Blick auf das US-Fernsehen. Die Studie zeigt unter anderem: Neben vielen Kalauern zeichnet „antiautoritäres Lachen“ und Respektlosigkeit in alle Richtungen die Satire-Sendungen aus. Wer sich über Politik lustig mache, sage damit keineswegs, dass diese nicht wichtig sei. Insofern wohne der heute show wie den anderen Sendungen durchaus aufklärerisches Potential inne, befindet die Studie und grenzt sich damit von Positionen ab, die der Satire vorwerfen, Politikverdrossenheit zu fördern. Dass die Satire boome habe sicher mit der sich generell ändernden Mediennutzung zu tun. Die klassische politische Berichterstattung sei vielen zu zäh, heißt es weiter.

Gropius-App soll Bauhaus-Stätten bekannter machen

"Gropius to Go" ab 7. Oktober

Berlin will sein Bauhaus-Erbe bekannter machen. Künftig können Interessenten mit einer App Bau- und Kunstwerke des Bauhaus-Mitbegründers Walter Gropius (1883-1969) entdecken, heißt es vom Landesdenkmalamt. Die kostenlose App "Gropius to Go" kann ab 7. Oktober aus den App-Stores für iOS und Android heruntergeladen werden. Nutzer finden auf der mobilen Anwendung etwa Informationen zur Biografie und dem Werk von Walter Gropius, einen Überblick der Bauten des Bauhaus-Gründers in Berlin oder Touren zu Unesco-Welterbesiedlungen. Die Gropius-App soll künftig mit Informationen aus den Bauhaus-Stätten Dessau und Weimar erweitert werden. Anlass für die App ist die derzeit stattfindende "Triennale der Moderne" der Städte Dessau, Weimar und Berlin. In Berlin stellt die Veranstaltungsreihe vom 7. bis 9. Oktober 2016 das Thema "Walter Gropius und das Erbe der Moderne" in dem Mittelpunkt.

EU-Parlament Schirmherr von Menschenrechts-Filmpreis

Der Preis fördert Schutz der Menschenrechte

Das Europäische Parlament übernimmt die Schirmherrschaft für die neue Wettbewerbsrunde des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises. Das kündigte Parlamentspräsident Schulz an. Durch die Auszeichnung herausragender Filmproduktionen zu Themen wie Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz fördere der Preis den Schutz der Menschenrechte, erklärte Schulz. Lutz Möller, Stellvertretender Generalsekretär der Deutschen UNESCO-Kommission und einer der 18 Veranstalter, sagte, der Wettbewerb beweise, wie wichtig Filme und Fernsehsendungen seien, um für die Menschenrechte in der breiten Öffentlichkeit Verständnis und Unterstützung zu gewinnen. Dies gelte nicht nur für die Rechte von Menschen in Notsituationen und in Diktaturen, sondern auch in der eigenen Gesellschaft. Der Deutsche Menschenrechts-Filmpreis wird am 10. Dezember in Nürnberg zum zehnten Mal verliehen.

Kinderfilmfestival "Schlingel" eröffnet

180 Filme in einer Woche

Mit einer russischen Produktion hat das 21. Internationale Filmfestival "Schlingel" in Chemnitz begonnen. Der Film "Das Spielfeld" will Kinder ab 14 Jahren für das Thema Fremdenfeindlichkeit sensibilisieren. Auch die übrigen 180 Kinder- und Jugendfilme aus 54 Ländern zeigen dem jungen Publikum fremde Welten. "Filme können Grenzen und Barrieren überwinden, das wollen wir zeigen", sagte Festivalleiter Michael Harbauer. Neben vielen europäischen Filmen werden demnach Produktionen aus Nepal, dem Iran, Libanon, Kanada oder Neuseeland über die Leinwand flimmern. Im "Schlingel"-Wettbewerb treten 116 Filme in sechs Kategorien an. Insgesamt werden 16 Preise im Gesamtwert von 63 000 Euro vergeben. Zu dem einwöchigen Festival werden den Organisatoren zufolge auch zahlreiche Filmemacher erwartet, die dem Publikum im Anschluss an die Vorführungen Rede und Antwort stehen.

Münkler erhält Friedrich-Schiedel-Literaturpreis

Berliner Politikwisschenschaftler für Buch über den ersten Weltkrieg ausgezeichnet

Der Politikwissenschaftler Herfried Münkler ist mit dem Friedrich-Schiedel-Literaturpreis der Stadt Bad Wurzach in Baden-Württemberg ausgezeichnet worden. Der Professor an der Berliner Humboldt-Universität erhalte die Auszeichnung für sein 2013 erschienenes Buch "Der Große Krieg: Die Welt 1914 - 1918", teilte die Stadt mit. Der Preis ist mit 10 000 Euro dotiert. "Münklers Studie vermittelt dem Leser aus erster Hand in einem außerordentlich weitgespannten Bogen einen umfassenden Überblick über die damaligen Vorgänge", teilte die Jury zur Begründung mit. Das versetze ihn in die Lage, das Geschehen des Ersten Weltkriegs "zuverlässig reflektieren und einordnen zu können". Die Auszeichnung, die alle zwei Jahre verliehen wird, zeichnet Werke aus, die Inhalte der Geschichte des deutschsprachigen Raumes seit etwa 1715 einem breiten Leserkreis menschlich bewegend und in würdiger, literarisch wertvoller Form nahe bringen.

Wissenschaftler rekonstruieren allererste Computer-Musik

Stücke wurden vor 65 Jahren mit von Informatiker Turing gebautem Geräut aufgenommen

Neuseeländischen Wissenschaftlern ist es nach eigenen Angaben gelungen, die allerersten Aufnahmen von mit Computern generierter Musik zu restaurieren. Die 65 Jahre alten Aufnahmen zeigten, dass der britische Mathematiker und Informatiker Alan Turing auch auf musikalischem Gebiet ein Wegbereiter gewesen sei, erklärten die Forscher der Univeristät von Canterbury im neuseeländischen Christchurch. Turings Pionierarbeit bei der Umwandlung des Computers zum Musikinstrument in den 40er Jahren sei bislang wenig bekannt, erklärten sie. Die Musikaufnahmen wurden 1951 in einem Labor im nordenglischen Manchester gemacht. Der Computer generierte damals drei Musikstücke: Die britische Hymne "God Save the King", das Kinderlied "Baa Baa Black Sheep" und Glenn Millers Swing-Klassiker "In the Mood".

Demirkan: Kulturbetrieb war zu leise gegen Fremdenfeinde

AFD sei ein bürgerliches Sammelbecken für Rassismus

Die Schauspielerin und Autorin Renan Demirkan (61, "Schwarzer Tee mit drei Stück Zucker") hat die Kulturschaffenden zu einem entschlosseneren Auftreten gegen eine Verrohung der Gesellschaft aufgerufen. Der Kulturbetrieb sei im vergangenen Jahr zu leise gewesen, sagte die Gründerin der Initiative "Checkpoint Demokratie" der Oldenburger "Nordwest-Zeitung" Er habe die wachsende Fremdenfeindlichkeit ignoriert. Demirkan sagte der Zeitung zufolge über die AfD, die Partei sei ein bürgerliches Sammelbecken für Rassismus in neuen Farben. "Wenn führende Köpfe in der Partei sagen, "völkisch" sei ein normales Adjektiv, dann wird es für mich wirklich brenzlig", argumentierte Demirkan.

Ex-Ärzte-Bassist Hagen Liebing gestorben

Der Musiker und Journalist wurde 55 Jahre alt

Der Musikjournalist und frühere Bassist der Band Die Ärzte, Hagen Liebing, ist tot. Das teilten seine Arbeitgeber "Tip" und "Der Tagesspiegel" in Berlin mit. Liebing wurde 55 Jahre alt und starb nach kurzer, schwerer Krankheit. Der Musiker war ab 1986 Bassist der Band Die Ärzte, die sich 1988 auflöste. Bei der Neugründung der Band 1993 war Liebing, von den anderen Bandmitgliedern "The Incredible Hagen" genannt, nicht mehr dabei. Der gebürtige Berliner arbeitete von 1991 an als Musikjournalist beim "Tagesspiegel", später wechselte er zum Stadtmagazin "Tip". Auch als Journalist blieb er der Rockmusik treu.

Autor Nahed Hattar in Jordanien erschossen

Täter wurde festgenommen

Der in Jordanien wegen Gotteslästerung angeklagte christliche Autor Nahed Hattar ist vor Beginn seines Prozesses erschossen worden. Der Attentäter habe vor dem Eingang des Justizpalastes in der Innenstadt von Amman drei Schüsse auf Hattar abgegeben, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Petra. Der Täter sei festgenommen worden. Augenzeugen zufolge soll er etwa 50 Jahre alt und wie ein ultra-konservativer Salafist gekleidet gewesen sein. Hattar wurde vorgeworfen, über soziale Netzwerke eine Karikatur weiterverbreitet zu haben, die von konservativen Geistlichen als beleidigend für Gott und den Islam eingestuft wird. Auch die Behörden sehen darin einen Gesetzesverstoß. Hattar war Unterstützer des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. Die Karikatur zeigt einen im Himmel mit mehreren Frauen im Bett liegenden, rauchenden, bärtigen Mann, der Gott bittet, ihm Wein und Nüsse zu bringen. Der Autor entschuldigte sich später, er habe nicht die Absicht gehabt, Gott zu beleidigen.

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