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Kulturnachrichten

Freitag, 19. Juli 2019

Trump empfängt "Apollo 11"-Astronauten

Zum 50. Jahrestag der Mondlandung hat US-Präsident Donald Trump die beiden noch lebenden Astronauten der "Apollo 11"-Mission im Weißen Haus empfangen. Das Jubiläum am Samstag sei ein "großer Tag" für die USA, sagte Trump bei dem Treffen mit Michael Collins und Buzz Aldrin im Oval Office. Der dritte Astronaut und erste Mensch auf dem Mond, Neil Armstrong, war 2012 gestorben.

Ungarische Philosophin Ágnes Heller gestorben

Die ungarische Philosophin und Soziologin Ágnes Heller ist im Alter von 90 Jahren im Plattensee-Bad Balatonalmadi gestorben. Dies bestätigte die Ungarische Akademie der Wissenschaften (MTA), deren Mitglied sie war und in derem Ferienheim sie zu ihrem Todeszeitpunkt Urlaub machte. Heller war eine Schülerin des ungarischen marxistischen Philosophen Georg Lukacs. Nach dem ungarischen Volksaufstand von 1956 stellte sie den sogenannten real existierenden Sozialismus - der die sowjetische Herrschaft über Osteuropa und damit ihre Heimat Ungarn einschloss - in Frage und wurde zur Dissidentin. 1977 emigrierte sie nach Repressionen des damaligen kommunistischen Regimes nach Australien. 1986 wurde sie Nachfolgerin von Hannah Arendt auf deren Lehrstuhl für Philosophie an der New School for Social Research in New York. Nach der demokratischen Wende 1989 kehrte sie nach Ungarn zurück. Sie wurde zu einer wichtigen und streitbaren Stimme eines modernen Liberalismus. Dies brachte sie in entschiedene Gegnerschaft zur Regierung des seit 2010 amtierenden rechtsnationalen, fremdenfeindlichen Ministerpräsidenten Viktor Orban.

WDR stellt Strafanzeige nach Morddrohung

Wegen einer Morddrohung gegen einen Journalisten des Westdeutschen Rundfunks hat der Sender Strafanzeige gestellt. Es geht um Beschimpfungen gegen den Leiter der WDR-Redaktion "Monitor", Georg Restle. Restle hatte am 11. Juli in einem Kommentar für die "Tagesthemen" im Ersten kritisch gegen die AfD Stellung bezogen. So bezeichnete der Journalist die Partei damals als "parlamentarischen Arm" der Identitären Bewegung. Zum genauen Inhalt des Drohschreibens wurde zunächst nichts bekannt.

Elf deutsche Unis werden "Exzellenzuniversität"

Elf deutsche Universitäten und Universitätsverbünde dürfen künftig den begehrten Titel "Exzellenzuniversität" tragen. Ein Gremium aus Wissenschaft und Politik kürte die besten Hochschulen. Der Titel geht einher mit zusätzlichen staatlichen Fördergeldern in Millionenhöhe. Die Jury hat folgende Universitäten ausgewählt: Die Rheinisch-Westfälische TU Aachen, der Berliner Verbund aus FU, Humboldt-Uni und TU, die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, die TU Dresden, die Universitäten Hamburg und Heidelberg, das Karlsruher Institut für Technologie, die Uni Konstanz, die Ludwig-Maximilians-Universität München, die TU München und die Eberhard Karls Universität Tübingen.

Streit um Purrmann-Bilder muss neu verhandelt werden

Der Streit um das Eigentum an zwei gestohlenen Ölgemälden des Kunstmalers Hans Purrmann, im Wert von rund 100.000 Euro, muss neu verhandelt werden. Der Bundesgerichtshof hob ein Urteil des Oberlandesgerichts Nürnberg auf und verwies den Fall zur neuen Verhandlung zurück. Die Bilder waren der Familie des 1966 gestorbenen Künstlers 1986 entwendet worden. 2009 tauchten sie bei einem Autotechnik-Großhändler wieder auf. Der Großhändler sagt, er habe die Gemälde in den späten 1980er Jahren von seinem Stiefvater geschenkt bekommen, der sie von einem Antiquitätenhändler gekauft habe. Er beruft sich darauf, die Bilder mindestens zehn Jahre in gutem Glauben besessen und damit das Eigentum daran erworben zu haben.

Deutsche Welle startet türkische Nachrichten im Internet

Die Deutsche Welle (DW) nimmt ab Montag eine türkische Nachrichtensendung ins Programm. Das Angebot "DW Haber" (DW Nachrichten) wird immer werktäglich live um 17.30 Uhr türkischer Zeit (16.30 Uhr MEZ) auf den Videoplattformen Youtube und Periscope ausgestrahlt, wie der deutsche Auslandssender mitteilte. Moderiert in den Bonner DW-Studios biete die Sendung eine Zusammenfassung der wichtigsten weltpolitischen Ereignisse sowie Nachrichten aus der Türkei und Deutschland.

Deutschland gibt Raubkunst-Bild an Italien zurück

Deutschland hat ein im Zweiten Weltkrieg geraubtes Bild des niederländischen Malers Jan van Huysum an die Uffizien in Florenz zurückgegeben. Das Ölgemälde "Vase mit Blumen", seit 1824 in Florenz, war 1943 zusammen mit anderen Kunstwerken von Wehrmachtssoldaten entwendet und nach Deutschland gebracht worden. Dort tauchte es 1991 in Privatbesitz wieder auf. Unter anderem der Direktor der Uffizien, Eike Schmidt, setzte sich für eine entschädigungsfreie Rückgabe an den italienischen Staat ein. An dem Festakt in Florenz nahmen Deutschlands Außenminister Heiko Maas und sein italienischer Amtskollege Enzo Moavero sowie Kulturminister Alberto Bonisoli teil. Maas sprach von einem "glücklichen Ende einer unfreiwilligen langen Reise".

Zahl der Kirchenaustritte 2018 gestiegen

Die beiden großen Kirchen in Deutschland haben im Jahr 2018 Mitglieder verloren. Die Zahl der Protestanten ging um etwa 395.000 zurück, die Zahl der Katholiken sank um knapp 309.000. Trotz des zunehmenden Mitgliederschwunds sind mehr als die Hälfte aller Deutschen Mitglied der evangelischen oder katholischen Kirche. Das geht aus Statistiken hervor, die die katholische Deutsche Bischofskonferenz und die Evangelische Kirche in Deutschland veröffentlichten. Demnach gehörten der evangelischen Kirche rund 21,1 Millionen Mitglieder an. Die katholische Kirche hatte im Jahr 2018 rund 23 Millionen Mitglieder.

Karlsruhe will Stadt der Medienkunst werden

Die Stadt Karlsruhe will Unesco-Stadt der Medienkunst werden. Die Bewerbung als "City of Media Arts" werde von einem umfassenden Programm begleitet, teilten das Zentrum für Kunst und Medien (ZKM) und die Stadt Karlsruhe gemeinsam mit. Sie sehen den Beitritt zum Unesco Creative Cities Network als Chance, neue globale Verbindungen mit Kunst- und Medienschaffenden auf allen Kontinenten zu knüpfen und neue Impulse zu setzen. Nach Unesco-Angaben sind bislang 180 Städte im Netzwerk aktiv, darunter vier deutsche Städte: Hannover und Mannheim als "Stadt der Musik", Heidelberg als "Stadt der Literatur" und Berlin als "Stadt des Designs".

Young Euro Classic feiert 20. Jubiläum

Mit einem Programm rund um Beethoven präsentieren sich die international besten Nachwuchsorchester während der 20. Ausgabe von Young Euro Classic in Berlin. Während man sich am Anfang vor allen Dingen auf Zentraleuropa konzentriert habe, sei mittlerweile klassische Musik weltweit im Fokus, sagt der künstlerische Leiter des Festivals, Dieter Rexroth, im Deutschlandfunk Kultur. Das Festival erwartet bis zum 6. August 19 Jugendorchester aus aller Welt, angeleitet und unterstützt von namhaften Dirigenten und Solisten. Unter dem Motto "Hier spielt die Zukunft!" geht es mit Blick auf den 2020 anstehenden 250. Geburtstag vor allem um Ludwig van Beethoven.

Geschlechtsneutrale Sprache im kalifornischen Berkeley

Die kalifornische Stadt Berkeley führt eine geschlechtsneutrale Sprache ein. Der Stadtrat beschloss diese Woche, dass Wörter wie "Feuerwehrmann" oder "Polizistin" aus offiziellen Dokumenten verbannt werden. Stattdessen sollen Formulierungen verwendet werden, die keinen Bezug zum männlichen oder weiblichen Geschlecht nehmen. Auch auf die Personalpronomen "er" und "sie" wird fortan verzichtet. Stadtrat Rigel Robinson erklärte, in den vergangenen Jahren sei das Bewusstsein für das Thema Geschlechteridentität gewachsen. Menschen, die sich weder als männlich noch weiblich identifizieren, dürften nicht ausgeschlossen werden. Das müsse sich auch in offiziellen Dokumenten der Stadt widerspiegeln.

"Uwe-Johnson-Förderpreis" für Autorin Kenah Cusanit

Die Berliner Schriftstellerin Kenah Cusanit erhält für ihren Roman "Babel" den Uwe-Johnson-Förderpreis 2019. Das teilten die Mecklenburgische Literaturgesellschaft und der Humanistische Verband Berlin-Brandenburg mit. Eine Jury habe den Roman aus einer Vielzahl von Debütarbeiten ausgewählt. Darin öffne die 40-jährige Autorin einen in der Literatur selten betretenen historischen Raum. In dem Buch schildert Cusanit einen einzigen Tag im Leben des Grabungsleiters Robert Koldewey, der sich 1913 in der Nähe von Bagdad befindet. Der mit 5000 Euro dotierte Uwe-Johnson-Förderpreis wird am 27. September in Neubrandenburg übergeben.

Brandanschlag auf Trickfilmstudio in Japan aus Rache?

Der mutmaßliche Brandstifter in Japan, der einen Anschlag auf ein Animationsfilmstudio mit 33 Todesopfern verübte, hat sich Medienberichten zufolge durch die Produktionsfirma betrogen gefühlt. Wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf Ermittlungskreise berichtete, sagte der Festgenommene der Polizei, das Studio habe seine Idee für ein Werk gestohlen. Betroffen ist die 1981 gegründete Produktionsfirma Kyoto Animation. Sie hat vor allem in den 2000er Jahren einige beliebte Fernseh-Zeichentrickserien wie "K-On!", "Free!" und "Suzumiya Haruhi no Yuutsu" produziert, die sich insbesondere an die jüngere Generation richten. Der Brandanschlag sorgte weltweit für Entsetzen und Trauer unter Fans japanischer Anime-Filme.

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