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Sonntag, 18.08.2019
 
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Kulturnachrichten

Freitag, 15. Februar 2019

Teddy-Preis der Berlinale für Film aus Argentinien

Jury: Film zeigt Freundschaft und Akzeptanz

Der queere Teddy-Preis auf der Berlinale für den besten Spielfilm geht in diesem Jahr an "Breve historia del planeta verde" aus Argentinien. Die am Freitagabend in der Berliner Volksbühne vergebene Auszeichnung würdigt Werke aus dem gesamten Programm der Festspiele, die sich auf besondere Weise mit queeren Themen beschäftigen. Im Mittelpunkt des Gewinner-Films von Regisseur Santiago Loza stünden Freundschaften, Loyalität und Akzeptanz, urteilte die Jury. Das Werk sei von Wärme durchdrungen, "die uns durch Zeiten der inneren Spaltung und des äußeren Drucks führen wird und die heute so dringend benötigt wird". Die internationale Koproduktion entstand auch unter deutscher Beteiligung. Einen Teddy als bester Dokumentarfilm gab es für die chilenisch-kolumbianische Produktion "Lemebel". Bester Kurzfilm wurde "Entropia" aus Ungarn.

Keine Veröffentlichung von neuem Ryan-Adams-Album

Vorwürfe von sexuellem Fehlverhalten gegen den Sänger

Nach Vorwürfen von Manipulation und sexuellem Fehlverhalten gegen den US-Musiker Ryan Adams ist die Veröffentlichung seines neuen Albums "Big Colors" vorerst gestoppt worden. Hintergrund ist ein Bericht der "New York Times", in dem ihm sieben Frauen unter anderem kontrollierendes Verhalten vorwerfen. Darunter ist auch Adams Ex-Frau Mandy Moore. "Big Colors" sollte am 19. April auf Ryans eigenem Label Pax-Am erscheinen. Tickets zu Konzerten seiner Tournee, die den 44-Jährigen im Juni auch in fünf deutsche Städte führt, waren am Freitag nach wie vor verfügbar.

NRW-Ministerin will Schulpflicht durchsetzen

Klimaproteste während der Unterrichtszeit seien "grundsätzlich unzulässig"

NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) will nicht hinnehmen, dass Schüler wegen der seit Monaten stattfindenden Protestaktion "Fridays for Future" den Unterricht schwänzen. In einem Brief an alle Schulleiter in NRW bekräftigte sie, die Schulpflicht sei durchzusetzen. Die Teilnahme an einem Schülerstreik sei während der Unterrichtszeit "grundsätzlich unzulässig". Zuvor hatte der WDR berichtet. Am Freitag beteiligten sich erneut in zahlreichen Städten in Nordrhein-Westfalen und anderen deutschen Städten Schüler an den Demonstrationen.

Erstmals mehr als 30 Millionen verkauft

Zahl der E-Bookkäufer ist ebenfalls gestiegen

Die Deutschen haben im vergangenen Jahr deutlich mehr E-Books gekauft als zuvor. Der Absatz knackte erstmals die 30-Millionen-Marke und stieg um 12,7 Prozent auf 32,8 Millionen E-Books, wie boersenblatt.net am berichtete. Mit E-Books wurden 2018 fünf Prozent des Buchumsatzes am Publikumsmarkt gemacht, hieß es. Erstmals seit fünf Jahren ist auch die Zahl der Käufer wieder gestiegen: 3,6 Millionen Menschen erwarben 2018 mindestens ein E-Book. Außerdem setzt sich der Trend zum Kauf günstigerer Titel fort: 2018 gaben Käufer durchschnittlich nur noch 6,19 Euro pro E-Book und damit 3,0 Prozent weniger als im Vorjahr aus.

Daniel Kehlmann erhält Schubart-Literaturpreis

Ausgezeichnet wird der Roman "Tyll"

Der Schriftsteller Daniel Kehlmann wird mit dem Schubart-Literaturpreis der Stadt Aalen ausgezeichnet. Wie die schwäbische Kommune mitteilte, erhält der 44-Jährige den mit 20 000 Euro dotierten Preis für seinen Roman "Tyll". Darin nehme Kehlmann viele Anleihen an die mittelalterliche Figur des Till Eulenspiegel, gehe aber "in seiner großen Fabulierkunst" zugleich frei damit um. "Besser kann man ein Buch über einen Freigeist nicht schreiben", urteilte die Jury. "Man darf annehmen, dass C.F.D Schubart an Daniel Kehlmanns "Tyll" seine helle Freude gehabt hätte." Die Auszeichnung ist nach Christian Friedrich Daniel Schubart (1739-1791) benannt, der seine Jugendjahre in Aalen verbrachte.

Anwalt: Neues Sex-Video von R. Kelly übergeben

Video soll den Sänger mit einer Minderjährigen zeigen

Nach Vorwürfen gegen R. Kelly wegen sexuellen Missbrauchs ist einem Anwalt zufolge ein neues Video aufgetaucht, das den R&B-Sänger beim Sex mit einem minderjährigen Mädchen zeigen soll. Das 45 Minuten lange Video sei ein "bedeutender neuer Beweis, der Herrn Kellys illegale sexuelle Übergriffe auf junge Mädchen schlüssig belegt", teilte Michael Avenatti mit. Er habe das Ermittlern bisher unbekannte Video der Staatsanwaltschaft in Chicago übergeben. Gegen R. Kelly ("I Believe I Can Fly") waren Anfang Januar in einer TV-Dokumentation Vorwürfe wegen sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen erhoben worden. Die Vorwürfe reichen bis in die 90er Jahre zurück. Kelly hat diese mehrfach abgestritten.

Schweden: Angeklagter gibt Kronjuwelendiebstahl zu

Kostbarkeiten waren im Müll gefunden worden

Ein 22 Jahre alter Schwede hat zugegeben, die Kronjuwelen aus einem Dom bei Stockholm gestohlen zu haben. "Ich bin es gewesen, der den Diebstahl begangen hat", sagte er nach Angaben des Fernsehsenders SVT vor Gericht in Eskilstuna. Er habe die Tat begangen, um Geld zu verdienen - umgerechnet zwischen 4800 bis 5700 Euro. Bislang hatte er den Diebstahl abgestritten. Die Kronjuwelen waren Ende Juli 2018 aus dem Dom zu Strängnäs etwa 70 Kilometer westlich von Stockholm gestohlen worden. Es handelt sich um die Krone und den Reichsapfel des 1611 gestorbenen Königs Karl IX. von Schweden sowie die Krone seiner Frau Königin Christine. Insgesamt haben sie einen Schätzwert von umgerechnet mehr als sechs Millionen Euro. Die Kostbarkeiten waren letzte Woche in einer Mülltonne wieder aufgetaucht.

Künstler ersteigert Stück Trump-Hochzeitstorte

Verwendungszweck des Kuchenstücks für 1700 Euro ist unklar

Der umstrittene US-Künstler Andres Serrano hat ein 19 Jahre altes Stück Hochzeitstorte der Heirat von Präsident Donald Trump und seiner Frau Melania ersteigert. Das knapp acht Zentimeter hohe Stück "Schokoladentrüffel-Kuchen mit Buttercreme-Rose und Goldflocken" stammt von der Hochzeit des damaligen Immobilienmaklers Trump und dem Model Melania im Club Mar-a-Lago in Florida. Der Kunstzeitung "Art Newspaper" zufolge zahlte Serrano bei der Auktion in Boston vergangene Woche ungerechnet etwa 1700 Euro. Was Serrano mit dem Stück Torte plant, ist unklar. Für den Einsatz ungewöhnlicher Materialen ist er aber bekannt.

Facebook geht vor Gericht gegen Kartellamt vor

Behörde hatte den Konzern beim Datensammeln eingeschränkt

Facebook geht vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf gegen das Bundeskartellamt vor. Der US-Konzern habe eine Beschwerde gegen die Wettbewerbshüter eingelegt, sagte eine Sprecherin des Gerichts. Diese hatten Facebook zuvor weitreichende Beschränkungen für die Verarbeitung von Nutzerinformationen auferlegt. Die Plattform dürfe künftig seine Daten nicht ohne Zustimmung mit denen anderer Anbieter wie beispielswiese den Tochterfirmen Whatsapp oder Instagram verknüpfen, so das Bundeskartellamt. Die Umsetzung der Auflagen können sich durch die Beschwerde von Facebook verzögern.

Maria Simon verabschiedet sich vom "Polizeiruf"

Nachfolge der Brandenburger Kommissarin ist unklar

Hauptkommissarin Olga Lenski geht: Die Schauspielerin Maria Simon verlässt den "Polizeiruf 110" im kommenden Jahr. Nach neun Jahren soll Schluss sein, teilte der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) mit. Dies sei eine Entscheidung Simons. Drei Filme mit Lenski wird es noch geben - im Herbst 2020 soll dann der 17. Film mit ihr auch ihr letzter in der Reihe sein. Wer Simon nachfolgt, ist offen: "Adam Raczek im Polizeikommissariat in Swiecko bei Frankfurt an der Oder ermittelt weiter, mit wem, wird sich zeigen", erklärte rbb-Programmdirektor Jan Schulte-Kellinghaus.

Online-Portal zur deutschen Kolonialgeschichte

Mehr Transparenz für die Archive zur deutschen Kolonialgeschichte

Mit der deutschen Kolonialgeschichte beschäftigt sich ein neues Online-Portal. Ziel des Projekts ist, historische Fakten und Überlieferungen aus der Kolonialzeit zusammenzufassen und mit Informationen zu Orten, Akteuren und Ereignissen zu verknüpfen, wie die Fachhochschule Potsdam bekanntgab. Kooperationspartner ist das Auswärtige Amt, das das Projekt auch finanziert. Es gehe um "mehr Transparenz bei der Darstellung der Überlieferungssituation von Archivalien zur deutschen Kolonialgeschichte", betonen die Potsdamer Forscher. Bisher umfasst das Archiv 64.000 Beschreibungen aus 300 Institutionen. Das Projekt wird laufend weitergeführt und soll voraussichtlich Ende 2019 abgeschlossen werden.

Pariser Auktionshaus versteigert seltenen Gauguin

Seit 1920 war es nur zwei Mal zu sehen

Paul Gauguins Frühwerk "Le Jardin de Pissarro, Quai du Pothuis à Pontoise" kommt in Paris unter den Hammer. Für das Auktionhaus Sotheby's, das das Bild in Paris am 29. März versteigert, ist die Auktion ein Ereignis. Das Werk sei seit 1920 nur zwei Mal öffentlich zu sehen gewesen. Auf dem Bild ist das Landhaus von Camille Pissarro abgebildet und ein Sonnenschirm, unter dem ein Mann sitzt. Dabei soll es sich um Pissarro selber handeln. Das Bild sei eine Hommage an Pissarro, wie das Auktionshaus erklärte. Das Bild besitzt noch eine weitere Besonderheit. Auf seiner Rückseite befinden sich zwei skizzierte Porträts von Gauguin. Laut Sotheby's könnten es die ersten Selbstbildnisse des Malers sein.

Trauerfeier für Tomi Ungerer in Straßburg

Der Zeichner und Karikaturist wurde als "großer Elsässer" gewürdigt

Straßburg hat sich mit einer bewegenden Trauerfeier von dem Zeichner und Karikaturisten Tomi Ungerer verabschiedet. Der Straßburger Erzbischof Luc Ravel würdigte den Toten im Münster der Stadt als "großen Elsässer". "Mit ihm geht ein Teil des Elsass", sagte er vor Hunderten Trauergästen, darunter Ungerers Angehörige und Straßburgs Bürgermeister Roland Ries. Tomi Ungerer war am 9. Februar im Alter von 87 Jahren in Irland gestorben. Der 1931 in Straßburg geborene Ungerer schrieb und illustrierte berühmte Kinderbücher wie "Die drei Räuber" und "Der Mondmann". Außerdem schuf er scharfzüngige Bilderbücher für Erwachsene.

3000. "Perry Rhodan"-Band ist erschienen

Abenteuer des Weltraumhelden werden seit 1961 wöchentlich veröffentlicht

Der 3000. Band der Science-Fiction-Serie "Perry Rhodan" ist erschienen. Autoren des Jubiläumsbandes "Mythos Erde" sind Christian Montillon und Wim Vandemaan.
Die Romane werden weltweit von Japan bis Brasilien veröffentlicht, die erste Ausgabe "Unternehmen Stardust" kam im September 1961 in den Handel. Anschließend folgte wöchentlich ein neuer Roman der unendlich erscheinenden Fortsetzungsgeschichte um den Weltraumhelden Perry Rhodan im Rastatter Pabel-Moewig-Verlag. Die Science-Fiction-Serie ist inzwischen multimedial: Jeder Roman wird dem Verlag zufolge in gedruckter Form, als E-Book und Hörbuch veröffentlicht.

Berlinale zeigt Musikfilme

Abend mit den Toten Hosen wird einer der Höhepunkte des Festivals

Bei der Berlinale werden gleich zwei Musikfilme gezeigt. In "Weil du nur einmal lebst" geht es um eine Konzert-Tour der Düsseldorfer Band. Die Regisseurin Cordula Kablitz-Post folgte den Toten Hosen bei ihren Auftritten bis nach Argentinien. Dort haben die Musiker die treuesten Fans außerhalb des deutschsprachigen Raums. Der Abend mit der Band um Frontmann Campino dürfte einer der letzten Höhepunkte des Filmfestivals werden. Die Doku ist nicht im Wettbewerb, sondern ist ein Berlinale Special. Im Festival-Palast am Potsdamer Palast wird "Amazing Grace" gezeigt, darin geht es um das gleichnamige legendäre Gospelalbum der Soul-Ikone Aretha Franklin, die 2018 im Alter von 76 Jahren starb. Die Preise der 69. Internationalen Filmfestspiele Berlin werden am Samstag vergeben.

Buchgroßhändler KNV ist pleite

Insolvenz könnte Auswirkungen auf die Lieferkette haben

Nachdem Investorengespräche gescheitert sind, gab der Stuttgarter Buch- und Mediengroßhändler Koch, Neff & Volckmar, die KNV-Gruppe, seine Insolvenz bekannt. Betroffen sind die 1900 Mitarbeiter in Stuttgart und dem Logistikzentrum in Erfurt. Als größter deutscher Buchgroßhändler ist KNV Bindeglied zwischen Verlagen und Buchhandlungen. Er hält 590.000 Bücher von 5.000 Verlagen auf Lager, die zum nächsten Tag geliefert werden können. Der Geschäftsbetrieb von KNV und damit die Belieferung sollen vorerst weiter laufen. Ein Insolvenzverwalter ist noch nicht bestellt. In der Branche gibt es Befürchtungen, dass bei einem Scheitern die Konkurrenten Libri und Umbreit große Teile des Geschäfts unter sich ausmachen könnten.

Filmschaffende kritisieren Oscar-Pläne

Künstler stellen sich gegen Straffung der Preisverleihung

Knapp einhundert Filmschaffende, darunter Regisseure wie Martin Scorsese, Quentin Tarantino, Spike Lee, Damien Chazelle und Ang Lee, haben Pläne der Oscar-Akademie für eine Straffung der Preisverleihung kritisiert. In einem offenen Brief fordern sie, das übliche Format beizubehalten. Es sei eine Beleidigung, wenn wichtige Kinokunst herabgewürdigt werde, heißt es in dem Schreiben. Es geht um die Pläne der Filmakademie, die Oscars in den vier Kategorien Kamera, Schnitt, Live Action-Kurzfilm sowie Make-up und Haarstyling, erstmals während der Werbepausen auszuhändigen, um die Gala kürzer zu halten. Die Akademie verteidigte das Konzept mit dem Hinweis, dass die Übergabe und die Dankesreden in der Live-Übertragung im Internet zu sehen sein werden.

Facebook droht Milliarden-Bußgeld

US-Behörden ziehen offenbar Konsequenzen aus Datenschutzpannen

Facebook droht wegen Datenschutzpannen ein Rekordbußgeld von mehreren Milliarden Dollar. Das meldet die „Washington Post". Auf die genaue Höhe sollen sich das soziale Netzwerk und die US-Verbraucherschutzbehörde FTC noch nicht geeinigt haben. Bei Facebook hat es in den vergangenen Jahren mehrere Datenschutzpannen gegeben. Im Mittelpunkt steht vor allem der Skandal um Cambridge Analytica im März 2018. Damals schöpfte die Datenanalyse-Firma persönliche Informationen von rund 87 Millionen Facebook-Nutzern ohne deren Zustimmung ab. Ziel der Aktion war es, deren Stimmabgabe bei den US-Wahlen im Jahr 2016 im Sinne von Auftraggebern zu beeinflussen. Im Kern geht es um die Frage, ob Facebook gegen eine Vereinbarung mit der FTC aus dem Jahr 2011 verstoßen hat, laut der die Privatsphäre von Nutzern zu schützen sei.

Benefizkonzert für Venezuela geplant

Milliardär Branson will Großveranstaltung organisieren

Im Streit um Hilfslieferungen für Venezuela will der britische Milliardär Richard Branson ein Benefizkonzert an der Grenze des Krisenstaates zu Kolumbien organisieren. Es soll am 22. Februar stattfinden. Geplant sind Auftritte von Ex-Genesis-Frontmann Peter Gabriel, des puerto-ricanischen Sängers Luis Fonsi ("Despacito") sowie venezolanischen und kolumbianischen Musikern. Ziel sei es, innerhalb von 60 Tagen 100 Millionen US-Dollar zu sammeln und die Grenze Venezuelas zu öffnen, damit die humanitäre Hilfe endlich die Millionen von Menschen erreichen könne, die sie am meisten benötige, heißt es auf der Website von "Venezuela Aid Live". Virgin-Gründer Branson sagte in einem Video, der selbsternannte Übergangspräsident Juan Guaidó und der Oppositionelle Leopoldo López hätten ihn gebeten, mit der Organisation des Konzerts zu helfen. In Venezuela herrscht ein Machtkampf zwischen dem linksnationalistischen Staatschef Nicolás Maduro und dem Parlamentspräsidenten Guaidó. Maduro lehnt Hilfslieferungen aus dem Ausland ab, weil er eine US-Militärintervention befürchtet.

"Roma"-Schauspieler erhält doch US-Visum

Jorge Antonio Guerrero kann an Oscar-Verleihung teilnehmen

Nach mehreren vergeblichen Versuchen hat Jorge Antonio Guerrero, einer der Schauspieler des für zehn Oscars nominierten Films "Roma", doch ein US-Visum bekommen, um an der Preisverleihung am Sonntag in einer Woche teilnehmen zu können. Medienberichten zufolge hat der Streaming-Dienst Netflix, der den Film von Regisseur Alfonso Cuarón produzierte, dem mexikanischen Schauspieler geholfen. Innerhalb des letzten Jahres waren drei seiner Anträge abgelehnt worden, hatte er zuvor in Interviews erklärt. Der Film "Roma" gilt als einer der Oscar-Favoriten. Der in Schwarz-Weiß gedrehte Film ist unter anderem in den Sparten "Bester Film" und "Beste Regie" nominiert. Darin geht es um die Geschichte einer Familie und ihrer Haushälterinnen im Mexiko der 70er Jahre. Guerrero spielt den Freund des Dienstmädchens Cleo, der einer militanten Gruppe beitritt.

Neue Direktorin am Literaturarchiv Marbach

Sandra Richter heute offiziell in ihr Amt eingeführt

Das Deutsche Literaturarchiv Marbach (DLA) ist für seine neue Direktorin Sandra Richter ein multimedial und international ausgerichteter Lernort. Es sollte öffentliches Forschungsarchiv und "dialogischer Thinktank für Literatur und Geistesgeschichte" sein, sagte Richter vor Journalisten in der Schillerstadt. Die 45-jährige Literaturwissenschaftlerin ist Nachfolgerin des langjährigen DLA-Chefs Ulrich Raulff. Neues Projekt des DLA ist ein "Science Data Center". Hier sollen künftig digitale Texte und Materialien aus dem Internet - etwa literarische Webseiten oder Blogs - archiviert und dauerhaft erhalten werden. Das DLA Marbach wurde 1955 in der Geburtsstadt Friedrich Schillers gegründet. Zur Institution gehören das Archiv mit Beständen von 1750 bis zur Gegenwart, das Schiller-Nationalmuseum, das Literaturmuseum der Moderne (LiMo) sowie das Collegienhaus. Träger ist die Deutsche Schillergesellschaft.

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