Seit 12:00 Uhr Nachrichten

Freitag, 14.12.2018
 
Seit 12:00 Uhr Nachrichten

Fazit / Archiv | Beitrag vom 12.09.2010

"Totale Ausnahmeerscheinung"

Berlinale-Chef Kosslick würdigt Claude Chabrol als Filmemacher und Feinschmecker

Podcast abonnieren
Der französische Regisseur Claude Chabrol in Berlin (AP Archiv)
Der französische Regisseur Claude Chabrol in Berlin (AP Archiv)

Berlinale-Chef Dieter Kosslick hat den französischen Regisseur Claude Chabrol als großartigen Filmemacher und Feinschmecker gewürdigt. Kosslick sagte, Chabrol sei eine "totale Ausnahmeerscheinung" und ein "präziser Sezierer der Bourgeoisie" gewesen.

Er habe es in seinen Filmen vor allem verstanden, grausame Morde mit gutem Essen zu verbinden. Chabrol sei "verschmitzt" gewesen und habe immer einen "Super-Spruch" auf den Lippen gehabt.

Zum Werk Chabrols sagte Kosslick, dieser habe bei insgesamt 60 Filmen "nicht immer die Flughöhe gehalten". Das verschwinde aber "bei so einem riesigen Oeuvre". Was übrig bleibe, sei Chabrols Lebenslust, sein Maoismus und sein Feminismus, der seltsame Blüten getrieben habe: "Es kamen immer großartige Frauen in seinen Filmen vor, die widerliche Dinge getan haben", sagte Kosslick.

Sie können das vollständige Gespräch mindestens bis zum 12.2.2011 als MP3-Audio in unserem Audio-on-Demand-Player nachhören.

Links bei dradio.de:
Claude Chabrol ist tot - <br> Französischer Filmregisseur stirbt im Alter von 80 Jahren

Mehr bei deutschlandradio.de

Links bei dradio.de:

Claude Chabrol ist tot

Kulturpresseschau

Aus den FeuilletonsTheater ist zum Zerfleischen da
Leander Haußmann in einer Szene auf der Bühne.  (dpa / Jens Kalaene)

Intendant sei ein Scheiß-Beruf, erklärt Regisseur Leander Haußmann in der Süddeutschen Zeitung, auf die Frage, ob er nicht die Berliner Volksbühne leiten möchte. Mit 59 Jahren sei er zu alt. Daran sollten sich lieber junge Regietalente abarbeiten.Mehr

weitere Beiträge

Der Theaterpodcast

Folge 9Überwältigende Übergänge
Die Schauspielerin Sesede Terziyan (als Elisabeth) steht am 10.01.2018 in Berlin bei der Fotoprobe zu dem Stück "Glaube Liebe Hoffnung" im Maxim Gorki Theater auf der Bühne. (picture alliance / Britta Pedersen / dpa)

Ist das "Postmigrantische Theater" ein Erfolg? Wie erlebten jüdische Bühnenkünstler Deutschland eigentlich nach ihrer Rückkehr aus dem Exil? Im Theaterpodcast #9 schauen wir auf einschneidende Übergänge und erinnern an den verstorbenen Theaterkritiker Dirk Pilz.Mehr

Folge 8"Siegreich" und "schiffbrüchig"
Porträt der Kulturmanagerin Adolphe Binder. (picture alliance / dpa / Caroline Seidel)

Was steckt hinter der Theaterkrise in Wuppertal und den Vorwürfen gegen Jan Fabre? Warum sind die Arbeiten des Regisseurs Jürgen Gosch so unvergesslich? Im September-Theaterpodcast schauen wir auf "siegreiche" und "schiffbrüchige" Theatermacher.Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur