Seit 22:03 Uhr Literatur

Sonntag, 13.10.2019
 
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Tonart

Sendung vom 02.05.2019

Gang of Four: "Happy Now"Über 60, eckig, unbequem

Andy Gill steht auf einer violett erleuchteten Bühne und spielt Gitarre. (picture alliance / Invision / Robb Cohen)

Die Welt werde von alten weißen Männern regiert, kritisiert Andy Gill, inzwischen selbst jenseits der 60. Mit seiner Band Gang of Four stemmt er sich noch immer gegen das Establishment, auch auf dem neuen Album "Happy Now".

Die Mitglieder der US-amerikanischen Band Big Thief sitzen auf einer Wiese (4AD)

"Big Thief": "U.F.O.F." Das F steht für Freunde

Auf dem neuen Album "U.F.O.F." ergründet die US-amerikanische Folkpop-Band Big Thief Wahlverwandtschaften. Sie schließt sogar Freundschaft mit einem Außerirdischen. Sängerin Adrianne Lenker erklärt, wofür der Alien ein Symbol ist.

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14.10.2019, 01:05 Uhr Tonart - Klassik
Klassik
Im Gespräch: Johannes Moser - Violoncellist
Moderation: Philipp Quiring
Von der Gattung Klaviertrio hielt Peter Tschaikowsky lange Zeit nichts: „Mir scheint, dass diese Klangfarben nicht miteinander harmonieren, und ich versichere Ihnen, dass es für mich eine Qual ist, ein Trio oder eine Sonate mit Geige und Cello zu hören.“. Dennoch entstand Anfang der 1880er Jahre sein großangelegtes Werk in a-Moll von rund 45 Minuten Länge; der Grund: Er wollte dem verstorbenen Pianisten und Gründer des Moskauer Konservatoriums Nikolaj Rubinstein die letzte Ehre erweisen. Der Cellist Johannes Moser spricht in der Tonart Klassik über seine Herausforderungen mit diesem Stück, die auch seine Kollegen Vadim Gluzman und Yevgeny Sudbin betreffen. Klanglich müsse man an Grenzen gehen und seine Stimme solistisch auffassen, um sich überhaupt Gehör zu verschaffen. Tschaikowsky selbst war sich nicht sicher, ob er eine Sinfonie oder ein Trio für drei Instrumente geschrieben hatte.
Anders verhält es sich mit dem fast nie zu hörenden Werk des armenischen Komponisten Arno Babajanian, dem Klaviertrio in fis-Moll. Der
erfahrene Pianist versteht es, das Klavier in Szene zu setzen, vergisst dabei aber nicht, die Streicherstimmen ausgewogen in Relation zu
setzen. Für Johannes Moser ein Stück, bei dem man „immer Vollgas“ geben kann, das aber auch von klangschönen Melodien durchzogen ist.

Chor der Woche

Der Münchner MaxChorGute Gemeinschaft
Das Bild zeigt ein Gruppenbild des Chores vor dem Portal einer Kirche. (Susanne Hesping)

Wer glaubt in den großstädtischen Szenevierteln lebten nur Individualisten, der irrt. Den Münchener MaxChor macht eine treue Gemeinschaft aus, die im trendigen Glockenbach¬viertel zu Hause ist. Mehr

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Eine Szene aus Benjamin Brittens Sommernachtstraum an der Wiener Staatsoper mit Mitgliedern der Opernschule, der Sopranistin Erin Morley und dem Bariton Peter Rose (Wiener Staatsoper/Michael Pöhn)

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Eine junge Frau blickt freundlich und hebt den linken Zeigefinger. In der anderen Hand hält sie einen Dirigierstab. (Universal Music)

Saisonstart bei der Birmingham Symphony: In seinem gewaltigen Werk über die Verfolgung der Juden in Deutschland orientierte sich Michael Tippett an den Passionen Bachs und den Oratorien Händels. Mirga Gražinytė-Tyla leitete damit die Spielzeit ein.Mehr

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