Das Feature, vom 25.01.2011

Von Sigrid Dethloff

Seit August 2010 ist das Streubomben-Verbotsabkommen von Oslo in Kraft. Doch diese Waffen sind gefragt wie eh und je. In Nichtunterzeichnerstaaten wie den USA, Südkorea oder auch Singapur wird Streumunition weiterhin produziert. Die Aktien sind lukrative Anlagen und auch viele Finanzinstitute in der EU greifen zu: Sie investieren in "tödliche Renditen".

Eine Streubombe mit mehr als 600 Sprengkörpern, aufgenommen in der Nähe der libanesischen Stadt Ouazaiyeh. (AP)
Eine Streubombe mit mehr als 600 Sprengkörpern, aufgenommen in der Nähe der libanesischen Stadt Ouazaiyeh. (AP)

Wie kann es sein, dass dies in EU-Staaten geschieht, die das Völkerrechtsabkommen zur Ächtung von Streubomben unterzeichnet und ratifiziert haben? Wie kann es sein, dass deutsche Banken und Versicherungen dabei sogar zu den führenden Investoren gehören?

Eine Recherchereise über Berlin, Amsterdam, Den Haag, Brüssel und Oslo verschafft Einblicke in die Intransparenz der Finanzmärkte und die Unwissenheit von Entscheidungsträgern in Politik und Wirtschaft.

Produktion: DLF/WDR 2011

Manuskript zur Sendung als pdf oder im Textformat.