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Literatur / Archiv | Beitrag vom 16.09.2018

Theologie, Politik und Literatur im LibanonAuf dem Pulverfass der Religionen und Konfessionen

Von Margarete Blümel

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Römische Ausgrabungen vor der Mohammed-al-Amin-Moschee, daneben die Sankt-Georgs-Kathedrale und der Al-Nourieh-Schrein in Beirut, Libanon. (picture alliance/dpa/David Weyand)
Römische Ausgrabungen vor der Mohammed-al-Amin-Moschee, daneben die Sankt-Georgs-Kathedrale und der Al-Nourieh-Schrein in Beirut, Libanon. (picture alliance/dpa/David Weyand)

Der Libanon ist das Verlagszentrum des arabischen Raums. Bücher werden auch nach Saudi-Arabien und Kuwait exportiert, wo die Thematisierung von Sex oder patriarchaler Strukturen ungern gesehen werden. So werden die im Land vorhandenen Konflikte potenziert.

"Wir leben ständig zwischen zwei Attentaten", sagt der Intellektuelle Jabbour Douaihy über den Alltag im Libanon. Auch sein Kollege Makram Rabah beklagt in seinen Texten die immer wieder aufflammende Gewalt. Er befürchtet, dass der Nepotismus und die Machtkämpfe der Konfessionen das Land zugrunde richten.

Schreiben über Sex und patriarchalische Strukturen

Der libanesische Buchmarkt ist zwar der freieste im arabischen Raum. Doch wer publiziert, tut gut daran, Vorsicht walten zu lassen. Nicht zuletzt, weil im Libanon Bücher für den arabischen Markt produziert und auch nach Saudi-Arabien und Kuwait exportiert werden. An den rigiden Vorstellungen dort sind die Libanesinnen Joumana Haddad und Alawiyyah Sobh nicht zum ersten Mal gescheitert. Ihr Vergehen? Sie schrieben über Sex und patriarchalische Strukturen.

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