Seit 20:03 Uhr Konzert

Dienstag, 22.10.2019
 
Seit 20:03 Uhr Konzert

Kulturnachrichten

Samstag, 14. Dezember 2013

Theologe: Heute gäbe es kein Asyl für Maria und Josef

Würden Maria und Josef heutzutage in Deutschland Asyl beantragen, sie würden wohl abgewiesen.

So lautet die Einschätzung des kirchlichen Flüchtlingsbeauftragten Dieter Bökemeier in der "Lippischen Landeszeitung". Jesus Eltern würden in ein vermeintlich sicheres Drittland zurückgeschickt, das sie auf ihrer Flucht betreten hätten. Außerdem hätten sie wohl Schwierigkeiten bekommen, die Gefährdung ihres Kindes durch Herodes glaubhaft nachzuweisen. Bökemeier findet, die Deutschen sollten Flüchtlinge offener aufnehmen. Hierzulande könne man sich das leisten, viel eher als etwa der Libanon, der aber eine Million syrischer Flüchtlinge aufgenommen habe.

Nürnberg identifiziert acht Kunstobjekte als NS-Raubgut

Die Stadt Nürnberg hat in ihren Sammlungen nach Raubkunst suchen lassen - und ist fündig geworden.

Wie das Stadtarchiv mitteilte, wurden acht Objekte aus Nürnberger Museen während der NS-Zeit jüdischen Eigentümern entzogen. Bei elf weiteren habe man die Herkunft nicht definitiv klären können. Um die rechtmäßigen Besitzer zu finden, hat das Archiv Bilder und detaillierte Beschreibungen der Gemälde und Grafiken auf seiner Internetseite veröffentlicht. Auf der Liste stehen auch zwei Krüge und eine Taschenuhr.

Hier geht es zum Überblick über die als Raubkunst identifizierten Objekte.

Münchner Opernintendanten äußern sich zu umstrittenem Dirigenten Gergijew

In der Diskussion um den umstrittenen zukünftigen Chefdirigenten der Münchner Phiharmoniker, Valerij Gergijew, melden sich nun die Opernintendanten der Stadt zu Wort.

Der "Münchner Merkur" zitiert den Chef der Bayerischen Staatsoper, Nikolaus Bachler, mit den Worten: "Das Fundament der Kunst ist Wahrhaftigkeit und Humanität. Es versteht sich daher von selbst, dass man schon aus Eigeninteresse als Künstler nicht schweigen kann zu Inhumanität und Menschenrechtsverletzungen." Auch der Intendant des Staatstheaters am Gärtnerplatz, Josef Köpplinger, äußert sich kritisch in dem Blatt. Dirigent Gergijew wird seine Nähe zum russischen Präsidenten Wladimir Putin vorgeworfen. Der Münchner Verein "Rosa Liste" kritisiert dessen unkritische Haltung gegenüber der schwulenfeindlichen russischen Politik und hat zu einer Demonstration aufgerufen.

Forderung: Töten von Journalisten soll Kriegsverbrechen werden

Das Töten von Journalisten muss zum Kriegsverbrechen erklärt werden.

Wie der "Miami Herald" schreibt, hat die Organisation "Reporter ohne Grenzen" diesen Vorschlag dem UNO-Sicherheitsrat in New York unterbreitet. Laut dem Leiter der NGO, Christophe Deloire, sind im vergangenen Jahr 88 Journalisten wegen ihrer Arbeit getötet worden. Dies seien so viele wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnung vor 20 Jahren. In 90 Prozent der Fälle würden die Verantwortlichen nicht gefasst. Die Erklärung zu einem Kriegsverbrechen könne dies möglicherweise ändern.

"Reporter ohne Grenzen" fordert Freilassung oppositioneller Journalisten in Sambia

Die Festnahme und Verhaftung der beiden Journalisten sei völlig ungerechtfertigt.

Die Organisation "Reporter ohne Grenzen" fordert die Freilassung zweier Redakteure der sambischen oppositionellen Tageszeitung "The Daily Nation". Der Festnahme sei ein Interview vorausgegangen, in dem der Gründer einer Stiftung die Rekrutierung von Polizisten bemängelt hatte. Daraufhin habe man allen dreien vorgeworfen, falsche Nachrichten zu verbreiten und die Bevölkerung zu beunruhigen. "Reporter ohne Grenzen" geht jedoch davon aus, dass die Regierung Sambias das Blatt unter diesem Vorwand gängeln will.

Bethlehems Bürgermeisterin appelliert an Touristen

Bitte gehen sie in die Altstadt und suchen sie Kontakt zu den Bewohnern. Helfen sie ihnen, hier weiter leben zu können.

Mit diesen Worten richtet sich Bethlehems Bürgermeisterin Vera Baboun an die Besucher der Stadt. Rund zwei Millionen Touristen und Pilger pro Jahr besuchten derzeit den Ort im Westjordanland. Viele von ihnen blieben aber nur wenige Stunden. Dabei sei Bethlehem viel mehr als nur die Geburtskirche Jesu Christis. Die meisten Besucher würden wohl abgeschreckt, vermutet die palästinensische Tourismus-Ministerin Rula Majaa als Grund für die kurzen Aufenthalte. Denn Bethlehem sei von israelischen Siedlungen eingekreist und damit umgeben von Mauern und Kontrollpunkten.

Archäologen gewinnen Erkenntnis mithilfe von Neutronen

Eigentlich kommt die Methode aus der Kernchemie - jetzt wird sie auch von Archäologen genutzt.

Ein deutsch-französisches Forscherteam hat zum ersten Mal Kalkstein aus einer 2.000 Jahre alten römischen Villa mit Neutronen beschossen. Mithilfe dieses Verfahrens konnten sie einen chemischen Fingerabdruck der Bausubstanz anfertigen. Es stellte sich heraus, dass der Kalkstein der Villa in Lothringen nicht wie vermutet aus den benachbarten Steinbrüchen stammt. Die neue Methode hat den Vorteil, dass schon geringe Mengen ausreichen und historische Funde nicht beschädigt werden müssen.

NASA erwägt mehrere Weltraumspaziergänge für Reparatur an ISS

Ein Spaziergang im All ist immer etwas besonders.

Genau das könnte bald wieder auf die Besatzung der Internationalen Raumstation zukommen. Wie die US-Raumfahrtbehörde NASA in Houston mitteilte, wird wegen eines defekten Kühlsystems über mehrere Außeneinsätze nachgedacht. Die Reparatur von der ISS aus sei den Ingenieuren nicht gelungen. Die Einsätze könnten Ende kommender Woche beginnen.

Daniel Brühl: Globe-Nominierung hat ihn umgehauen

Er geht nicht davon aus, dass es für ihn einen Preis geben wird - bei dieser Konkurrenz.

So schätzt der Schauspieler Daniel Brühl im Interview mit der Deutschen Presseagentur seine Chancen auf einen Globen Globe ein. Er freue sich aber auf einen tollen Abend gemeinsam mit seinen Kollegen. Brühl ist für den US-Preis in der Kategorie "Bester Nebendarsteller" für seine Rolle im Film "Rush" über den Rennfahrer Niki Lauda nominiert. Die Nominierung habe ihn völlig umgehauen, sagte Brühl. Pläne nun nach Hollywood zu ziehen habe er aber nicht. Obwohl sich derzeit einige Möglichkeiten eröffnen würden.

"Wir schreiben Geschichte" : Trierer Diözesansynode eröffnet

Wenn man pathetisch sei, könne man sagen, hier werde Geschichte geschrieben.

So sieht es der Bischof des Bistums Trier, Stephan Ackermann. Zum ersten Mal seit 1956 hat er die Mitglieder der Diözese zu einer Synode zusammengerufen. In den nächsten zwei Jahren sollen die 280 Mitglieder über den künftigen Kurs des Bistums beraten. Insgesamt ist die Diözesansynode auf zwei Jahre angelegt.

Piusbrüder enttäuscht über Äußerungen von Papst Franziskus

In der breiten Öffentlichkeit scheint der neue Papst gut anzukommen, nicht so bei den traditionalistischen Piusbrüdern.

In einem Rundbrief an Freunde und Wohltäter schreibt der Generalobere Bernard Fellay, der Wechsel von Benedikt XVI. zu Franziskus habe an der verheerenden Lage der Kirche nicht viel geändert. Das Festhalten am Zweiten Vatikanischen Konzil belasse die Kirche in einer dramatischen Situation, so Fellay. Die Piusbruderschaft lehnt verschiedene Reformen des Konzils, etwa zur Ökumene und Religionsfreiheit, ab.

Britische Universitäten streiten über Geschlechtertrennung bei Vorträgen muslimischer Gastdozenten

David Cameron ist "not amused".

Der britische Premierminister hat sich in die Debatte um die zeitweise Geschlechtertrennung an den Universitäten des Landes eingemischt. Cameron erklärte, es sei nicht akzeptabel, dass Männer und Frauen bei Vorlesungen religiöser Gastdozenten nicht zusammensitzen dürften. Die Debatte hatte vor einigen Monaten nach Vorträgen an zwei Universitäten begonnen. Beide wurden von islamischen Organisationen veranstaltet; das Publikum wurde nach Geschlecht platziert. Nachdem ein Universitätsverband das Vorgehen zunächst gebilligt hatte, kam es zu Protesten von Menschenrechtlern und Studenten.

RTL-Fiction-Chefin Thielen verlässt Sender

Die RTL-Chefin für den Bereich Fiction, Barbara Thielen, verlässt den Sender.

Wie ihr Arbeitgeber mitteilte, geht Thielen auf eigenen Wunsch. Acht Jahre lang war sie für alle eigenproduzierten Serien und Fernsehfilme verantwortlich. In dieser Zeit entstanden Produktionen wie "Hindenburg" oder "Die Sturmflut". Sie habe mit ihrem Team das Gesicht von RTL in einem unverändert wichtigen Programmgenre geprägt, hieß von Seiten des Senders.

Paris will öffentlichen Ort nach Jim Morrison benennen

Jährlich pilgern tausende Fans des verstorbenen Musikers Jim Morrison zum Pariser Friedhof Père-Lachaise - demnächst wird wohl ein weiterer Anlaufpunkt hinzukommen.

Wie der Kulturbürgermeister der Stadt bekanntgab, wird die Verwaltung Anfang nächster Woche darüber entscheiden, einen öffentlichen Ort nach dem Gründer der Band "The Doors" zu benennen. Ein entsprechender Antrag der Opposition werde von allen Parteien befürwortet. Ob es am Ende eine Jim-Morrison-Straße oder einen nach ihm benannten Platz geben wird, steht allerdings noch nicht fest.

Matthias Opdenhövel moderiert weiter für die ARD

Auch der WDR-Intendant setzt in diesem Fall auf Fußballer-Sprache.

Tom Buhrow bestätigte die Vertragsverlängerung der ARD mit Matthias Opdenhövel mit folgenden Worten: "Mit ihm binden wir längerfristig einen wichtigen Stamm- und Kreativspieler an unser Team." Der 43-Jährige wird noch bis mindestens 2017 weiter im "Ersten" moderieren. Opdenhövel selbst sprach von einem Traum: Bei welchem Sender könne man schon in einem Jahr Bundesliga, Olympische Spiele, Fußball-WM und Unterhaltungs-Shows moderieren.

Mailand: "Unanständiger" Weihnachtsbaum muss entfernt werden

Dieser Weihnachtsbaum war der Stadt Mailand zu unanständig.

Eine Unternehmerin hatte ihn mit frivolem Spielzeug behängt und vor ihrem Geschäft aufgestellt. "Baum des Vergnügens" hatte die Unternehmerin das Gewächs getauft. Die Stadt ließ ihn schließlich entfernen. Ein Weihnachtsbaum erfordere traditionelle Symbole, die dem Fest angemessen seien.

Autor Horst Tomayer gestorben

Der Dichter, Kolumnist und Schauspieler Horst Tomayer ist gestorben.

Das teilte die Zeitschrift "konkret" mit, für die der 75-Jährige seit Jahren tätig war. Hier schrieb er die Kolumne "Tomayers ehrliches Tagebuch". Zudem veröffentlichte der in Polen geborene Autor verschiedene Gedichtbände und spielte in Fernsehserien und Kinofilmen mit. Eine letzte von der Redaktion zusammengestellte Kolumne soll in der Januarausgabe der Zeitschrift erscheinen.

Kulturnachrichten hören

Dezember 2013
MO DI MI DO FR SA SO
25 26 27 28 29 30 1
2 3 4 5 6 7 8
9 10 11 12 13 14 15
16 17 18 19 20 21 22
23 24 25 26 27 28 29
30 31 1 2 3 4 5

Fazit

weitere Beiträge

Kompressor

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur