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Themenabend 1968

Sendung vom 07.04.2008

1968 - Als alles möglich schien

Demonstration gegen den Vietnam-Krieg, Berlin 1968 (AP Archiv)

Es waren Tage und Wochen, in denen alles möglich schien: Aus ganz unterschiedlichen Motiven, doch mit ähnlichen Gefühlen meldeten sich vorwiegend junge Leute zu Wort, gingen auf die Straße, glaubten ihre sozialen und politischen Utopien in die Realität umsetzen zu können. Im Jahr 1968, vor 40 Jahren, erreichte diese Jugend- und Protestbewegung ihren Höhepunkt.

Attentat auf Dutschke - der Tatort am Kurfürstendamm, 11. April 1968 (AP Archiv)

Das Attentat auf Rudi Dutschke und die Folgen

Spätestens mit dem Vietnam-Kongress im Februar 1968 ist Rudi Dutschke der Star der Außerparlamentarischen Opposition - APO. Und er ist das Feinbild Nummer Eins für alle, die diese Jugendbewegung als Störung und Drohung sehen. Der Chor der lautstarken Gegenbewegung wird angeführt von der "Bild"-Zeitung und anderen Zeitungen des Axel Springer Verlags.

Martin Walser im Jahr 1970 (AP)

1968 und die deutsche Literatur

1968 war auch ein Datum für die Kunst: An der Literatur zum Beispiel ging die Revolte nicht vorbei. Die Schriftsteller reagierten, mit neuen ästhetischen Ideen und Ansätzen. Ein Begriff stand dabei im Mittelpunkt: die Wirklichkeit! Sie galt es auch literarisch zu verändern.

Im Theater (Stock.XCHNG)

Das Theater der 68er

Was bislang den Bildungsbürgern vorbehalten war, sollte auch anderen Zielgruppen zugänglich gemacht werden: Für die 68er hieß Theater auch Politik. Mit neuen Formen trieben sie die Modernisierung der Theaterlandschaft voran.

US-Soldaten 1965 in Vietnam (AP Archiv)

USA - Von Vietnam nach Chicago

Für die USA war 1968 ein in vielerlei Hinsicht traumatisches Jahr: Zwei bedeutende Männer, Martin Luther King und Robert F. Kennedy, wurden innerhalb weniger Wochen erschossen, die Ermordung Kings löste in den schwarzen Ghettos gewaltige Aufstände aus, in Vietnam sahen sich die USA mit einer großangelegten Offensive nordvietnamesischer Truppen und des Vietcong konfrontiert.

Studentendemonstration am 6. Mai 1968 in Paris (AP Archiv)

Frankreich im Mai 1968

"Wenn Frankreich sich langweilt" - unter diesem Titel erschien am 15. März 1968 ein berühmt gewordener Artikel in "Le Monde". Da war zu lesen, in Spanien und in Deutschland, in Japan und sogar in Polen würden die Studenten demonstrieren, aktiv sein, kämpfen. Die französischen Studenten aber beschäftigten sich mit der Frage, ob die Mädchen der Universität Nanterre die Schlafräume der Jungen betreten dürften.

Sit-in an der Freien Universität Berlin, 10.7.1968 (AP Archiv)

Die Zeitzeugen

Im Verlauf des Themenabends kommen Zeitzeugen zu Wort, die von Landeskorrespondenten des Deutschlandradios befragt wurden. Es sind nicht prominente 68er aus den Zentren des Geschehens, sondern Menschen, die einen jeweils ganz eigenen Bezug zu den Ereignissen hatten, im Westen und im Osten Deutschlands. Zufällig ausgewählt, sind Ihre Aussagen doch ein Kaleidoskop des Jahres 1968, in dem alles möglich schien.

Prager Frühling (AP Archiv)

Der Prager Frühling und sein Ende

Im August 1968 ging ein historischer Abschnitt zu Ende, der in Ost und West gleichermaßen vielen Menschen Hoffnung gemacht hatte. Der Prager Frühling, der Versuch, in der Tschechoslowakei einen menschlichen Sozialismus aufzubauen, wurde durch die Intervention der Warschauer-Pakt-Staaten zerstört.

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01.01.1970, 01:00 Uhr

Informationen zur Sendung

Neue Reportagereihe: Literarische Plätze
Literarische Plätze sind Orte, die durch einen Roman oder eine Romanfigur weltweit bekannt wurden. So ist der Alexanderplatz in Berlin untrennbar mit Döblins Franz Biberkopf verbunden. Und wer denkt nicht an Theodor Fontane, wenn vom Stechlinsee die Rede ist. Ab dem 8. Juli stellt Deutschlandradio Kultur berühmte Romanorte vor. Literarische Plätze

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