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Fazit / Archiv | Beitrag vom 06.05.2017

Theatertreffen BerlinMeine drei Highlights

Von Susanne Burkhardt, Redakteurin bei Deutschlandfunk Kultur

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Pfusch - Annika Meier, Jan Bluthardt (v.l.) (Thomas Aurin )
Eines der Highlights: "Pfusch" - Herbert Fritschs Volksbühnen-Inszenierung (Thomas Aurin )

Beim Theatertreffen in Berlin, das am Samstag beginnt, werden zehn Stücke aus dem deutschsprachigen Raum aufgeführt. Auf drei freut sich Theater-Expertin Susanne Burkhardt besonders - wie zum Beispiel auf Herbert Fritschs "Pfusch".

"Pfusch" von Herbert Fritsch

Mit dem Stück wird die Volksbühne unter der alten Leitung Frank Castorfs – und einer ihrer wichtigsten Protagonisten - noch einmal gewürdigt.  Ein wundervoller Abend, der Strawinskys "Frühlingsopfer"-Motiv von den großartigen, spielwütigen Akteuren – oder besser: Artisten - über mehr als eine halbe Stunde kongenial in viele Klaviere hämmern lässt. Weil hier mit elektrischen Milchschäumern an Plastikbechern Gespräche nacherzählt werden. Zum Niederknien. Wie alles bei "Pfusch" – Toll. Unvergesslich.

"Borderline Prozession – Loop um das, was uns trennt" von Kay Voges/ Schauspiel Dortmund

Die Borderline Prozession: Andreas Beck, Paulina Alpen, Ekkehard Freye (v.l.n.r.) (Marcel Schaar )Die Borderline Prozession: Andreas Beck, Paulina Alpen, Ekkehard Freye (v.l.n.r.) (Marcel Schaar )

Das Stück von Kay Voges/ Schauspiel Dortmund verspricht ein ganz neues – vielleicht zukunftsweisendes - Theatererlebnis zu werden. Kay Voges selbst spricht von einer "kybernetischen Beziehung". Es ist eine Art Überwältigungstheater, in dem der Zuschauer bestimmt, was er sieht – eine Mischung aus Terror der Gleichzeitigkeit, Überforderung der Sinne – durch Musik, Bilder, Video und real ablaufenden Situationen. Und die Zuschauer dürfen einen ganz neu entstandenen Spielort kennenlernen: die Rathenau-Hallen  im Südosten Berlins.

"89/90" von Claudia Bauer/Schauspiel Leipzig

Theatertreffen Berlin 2017: Annett Sawallisch, Andreas Dyszewski, Anna Keil, Denis Petković, Tilo Krügel, Wenzel Banneyer (Projektion) (v.l.n.r.) (Rolf Arnold )Theatertreffen Berlin 2017: Annett Sawallisch, Andreas Dyszewski, Anna Keil, Denis Petković, Tilo Krügel, Wenzel Banneyer (Projektion) (v.l.n.r.) (Rolf Arnold )

Ich bin gespannt, wie Claudia Bauer die vielen Anekdoten, die Peter Richter zu einem Roman gefügt hat, in einen Theaterabend verwandelt (es gibt einen Chor aus 24 SängerInnen). Und ob und wie sie die rechte Gewalt, die Richter ausführlich beschreibt, mit heutigen Entwicklungen in Beziehung setzt.

-Hier gibt es Informationen zu allen zehn aufgeführten Stücken <-

Programmtipps:
Samstag, 6.5.
- Studio 9, 8:40 Uhr: Zum Auftakt des Theatertreffens - Gespräch mit Daniel Richter, Co-Leiter des Treffens
- Rang I, ab 14:05 Uhr: Virtuelles Theatertreffen: Das Prinzregenttheater in Bochum
- Fazit, ab 23:05 Uhr: Sondersendung Theatertreffen - Live vom Eröffungsabend im Haus der Berliner Festspiele
Sonntag, 21.5.
- Fazit, ab 23:05 Uhr: Abschlusskommentar

Mehr zum Thema

Theatertreffen Berlin - Starke Stücke
(Deutschlandfunk Kultur, Aktuell, 04.05.2017)

Auswahl zum Theatertreffen 2017 - Vorfreude berechtigter denn je
(Deutschlandfunk Kultur, Rang I, 11.02.2017)

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(Deutschlandfunk Kultur, Kommentar, 07.02.2017)

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