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Kulturnachrichten

Samstag, 8. Dezember 2018

Theaterpreis "Lausitzen 2019" an Oliver Bukowski

Auszeichnung erfolgt für sein Werk "Der Sohn"

Der Theaterpreis "Lausitzen 2019" geht an den Dramatiker Oliver Bukowski. Der 1961 in Cottbus geborene Autor erhält die mit 10 000 Euro dotierte Auszeichnung für sein Werk "Der Sohn", wie das Deutsch-Sorbische Volkstheater Bautzen mitteilte. Das Stück soll im April 2020 an der Neuen Bühne Senftenberg uraufgeführt werden. Insgesamt hatten sich 21 Autorinnen und Autoren um den Preis beworben. Gesucht wurden Stücke, die sich inhaltlich mit der Region Ober- und Niederlausitz auseinandersetzen. Diese historisch gewachsene Kultur-Region erstreckt sich auf die Bundesländer Brandenburg und Sachsen. Dort befindet sich das Siedlungsgebiet der Sorben.

Deutscher Menschenrechtsfilmpreis verliehen

Als bester Langfilm wurde "Styx" von Wolfgang Fischer ausgezeichnet

Unter der Schirmherrschaft von Altbundespräsident Joachim Gauck ist in Nürnberg der Deutsche Menschenrechtsfilmpreis verliehen worden. Als bester Langfilm wurde der Spielfilm "Styx" von Wolfgang Fischer über ein Flüchtlingsdrama auf dem Meer ausgezeichnet. Weitere Preise wurden in den Kategorien Kurzfilm, Magazinbeitrag, Hochschule, Amateure und Bildung vergeben. Die Laudationes hielt die Präsidentin der Deutschen Filmakademie, Iris Berben. Für den Wettbewerb waren fast 400 Produktionen eingereicht worden. Der Deutsche Menschenrechts-Filmpreis wird alle zwei Jahre vergeben.

Menschenrechtlerin Ljudmila Alexejewa gestorben

Alexejewa gründete mit Sacharow die Moskauer Helsinki-Gruppe

Die renommierte russischen Menschenrechtlerin und Kremlkritikerin Ljudmila Alexejewa ist tot. Sie sei nach schwerer Krankheit im Alter von 91 Jahren in Moskau gestorben, teilte der Menschenrechtsrat des russischen Präsidenten mit. "Das ist ein schrecklicher Verlust für die gesamte russische Menschenrechtsbewegung", sagte der Vorsitzende des Rates, Michail Fedotow, der Mitteilung zufolge. Alexejewa war eine der renommiertesten Bürgerrechtlerinnen Russlands. Gemeinsam mit dem Friedensnobelpreisträger Andrej Sacharow gründete sie 1976 die Moskauer Helsinki-Gruppe, die sich für die Einhaltung der Menschenrechte einsetzte. Dafür musste sie ins Exil. Seit 2004 war sie mit Unterbrechung Mitglied im Menschenrechtsrat. Die Aktivistin kritisierte offen die zunehmenden Repressionen gegen die russische Opposition.

Roland Kluttig geht von Coburg an die Oper Graz

Kluttig bleibt drei Spielzeiten ab der Saison 2020/2021

Der langjährige Generalmusikdirektor des Landestheaters Coburg, Roland Kluttig, wechselt an die Oper Graz. Wie das Opernhaus aus der Steiermark mitteilte, wird Kluttig ab der Saison 2020/2021 Chefdirigent der Grazer Philharmoniker. Kluttig hat in Graz einen Vertrag für drei Spielzeiten unterschrieben. In Graz leitete er bereits im März 2018 die Produktion von Dukas' "Ariane et Barbe-Bleue" und wird 2019 "König Roger" von Karol Szymanowski dirigieren. Kluttig ist seit 2010 Generalmusikdirektor am Landestheater Coburg. In Graz löst er Oksana Lyniv, die erst 2017 zur Chefdirigentin der Grazer Philharmoniker und der Oper Graz bestellt worden war.

Antike Mosaikteile wieder in alter Heimat zu sehen

Szenen der griechischen Mythologie sind nun in der Türkei zu sehen

Zwölf Teile eines Mosaikwerks aus der antiken Stadt Zeugma sind nach Jahrzehnten in den USA an ihren Ursprungsort in die heutige Türkei heimgekehrt. Sie sind nun in einer Ausstellung in Gaziantep zu sehen, Hauptstadt der gleichnamigen südosttürkischen Provinz, in der einst Zeugma stand. Die Mosaikstücke stammen aus dem großen Mosaik eines Speisesaals der Römerzeit im zweiten Jahrhundert. Sie zeigen Szenen aus der griechischen Mythologie. Sie seien in den 60er Jahren bei ungenehmigten Ausgrabungen in Zeugma gestohlen worden, hieß es. Die Bowling Green State University im US-Bundesstaat Ohio erwarb die Stücke, wusste aber nach eigenen Angaben nichts von den Umständen der Beschaffung. In Übereinkunft mit der Hochschule wurde die Kunst nun zurückgebracht.

Besitz von Ehepaar Sinatra versteigert

Sotheby's-Auktion brachte 9,2 Millionen Dollar ein

Privatbesitz des verstorbenen Sängers Frank Sinatra und seiner Frau Barbara hat bei einer Auktion 9,2 Millionen Dollar eingebracht. Die Summe wurde durch den Verkauf von Unterhaltungssammelgegenständen, Kunst, Schmuck, Büchern und anderen persönlichen Gegenständen erzielt, wie das Auktionshaus Sotheby's Freitag berichtete. Neun Malereien, die der Sänger anfertigte, wurden für mehr als 850 000 Dollar versteigert. Der Diamantenverlobungsring mit 20 Karat, den Sinatra einst seiner Verlobten in einem Champagnerglas übergab, wurde für fast 1,7 Millionen Dollar verkauft. Eine Schätzung hatte bei 1,5 Millionen Dollar gelegen. Eine jüdische Kippa mit dem Namen von Frank Sinatra übertraf eine Schätzung von 500 Dollar deutlich. Sie wurde für mehr als 9000 Dollar versteigert. Ein Teil des Erlöses soll an das Barbara Sinatra Children's Center in Rancho Mirage in Kalifornien gehen. Das Zentrum berät Opfer körperlichen, sexuellen und emotionalen Missbrauchs.

Neuer Chefredakteur beim "Badischen Tagblatt"

Michael Brenner folgt auf Markus Langer

Michael Brenner ist neuer Chefredakteur des "Badischen Tagblatts". Verlegerinnen und Geschäftsführung ernannten den 49-Jährigen mit sofortiger Wirkung, wie die Zeitung in ihrer Samstag-Ausgabe schreibt. Brenner folgt Markus Langer nach, der sich künftig in die Weiterentwicklung des Onlineauftritts und der digitalen Medien des Verlags einbringen werde. Brenner begann seine journalistische Laufbahn 1993 beim "Badischen Tagblatt". Im Anschluss an das Volontariat war Brenner als Lokalredakteur in Bühl tätig. 1997 wechselte er zu einer deutschsprachigen Zeitung nach Spanien. Nach seiner Rückkehr arbeitete er in der Lokalredaktion Baden-Baden und der Nachrichtenredaktion. 2016 übernahm er die Leitung der Journal-Redaktion. Auch als Chefredakteur behält Brenner diese Aufgabe. Zudem übernimmt er bis auf Weiteres die Leitung des Nachrichten-Ressorts.

Staatssekretär erinnert an Diktatur-Opfer

Anlass ist der Jahrestag einer Begegnungsstätte in Potsdam

Anlässlich des zehnten Jahrestages der Gründung der Stiftung Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße in Potsdam hat Staatssekretär Martin Gorholt an die Opfer politscher Diktaturen erinnert. "Die Häftlinge haben an diesem Ort unvorstellbares Leid erfahren", sagte er bei einer Feierstunde. Wer die Zukunft gestalten wolle, müsse sich mit der Vergangenheit auseinandersetzen und Lehren ziehen. "Das ist gerade in heutiger Zeit wichtiger denn je." Die Gedenkstätte leiste mit ihrer Ausstellung einen wichtigen Beitrag zur historisch-politischen Bildung. In der Leistikowstraße 1 war von August 1945 bis 1991 das zentrale Untersuchungsgefängnis der sowjetischen militärischen Spionageabwehr.

Umstrittenes Afrikamuseum in Belgien wieder eröffnet

Ideologische Erneuerung des Museums

Das umstrittene Afrikamuseum in Tervuren bei Brüssel ist nach mehrjährigen Umbauarbeiten wieder eröffnet worden. Das Gebäude hat seine Fläche fast verdoppelt. Dabei fand auch eine ideologische Erneuerung statt: Man sei von einem Kolonialmuseum zu einem Museum des zeitgenössischen Afrikas geworden, sagte der Direktor des Museums, Guido Gryseels. Weil das Museum unter Denkmalschutz steht, sei die Erneuerung eine große Herausforderung gewesen, so Gryssels. Die Kosten für Renovierung und Erweiterung belaufen sich auf über 65 Millionen Euro. Behandelt wird nun auch die afrikanische Diaspora und die Kolonialgeschichte des Kongo. Ein Großteil der Werke stammt von dort. Der Kongo war bis 1960 eine belgische Kolonie und wurde systematisch ausgeplündert, Millionen Afrikaner kamen unter der Terrorherrschaft ums Leben.

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