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Kulturnachrichten

Sonntag, 4. November 2018

Theaterpreis "Der Faust" in neun Kategorien verliehen

Komponist Aribert Reimann für sein Lebenswerk geehrt

Der Deutsche Theaterpreis "Der Faust" ist in neun verschiedenen Kategorien sowie für ein Lebenswerk verliehen worden. Der Komponist Aribert Reimann wurde für sein Lebenswerk geehrt. Andere Preisträger waren u.a. Ramon A. John in der Kategorie "Darsteller Tanz" für seine Darbietung in "Eine Winterreise" am Hessischen Staatsballett, Thorleifur Örn Arnarsson für seine Regiearbeit bei "Die Edda" am Staatsschauspiel Hannover, Schauspielerin Barbara Nüsse für ihre Rolle in "Der Sturm" am Thalia Theater in Hamburg und Choreographin Sharon Eyal für "Soul Chain" am Staatstheater Mainz.

Deutscher Regiepreis "Metropolis" verliehen

Der Kinofilm "Styx" des Regisseurs Wolfgang Fischer ausgezeichnet

Der Kinofilm "Styx" des Regisseurs Wolfgang Fischer bekommt den Regiepreis "Metropolis". Fischer sagte, der Dreh des Dramas um ein beschädigtes und hoffnungslos überfülltes Flüchtlingsboot sei ein "physischer und psychischer Kraftakt" gewesen. Der Preis für die beste Fernsehfilm-Regie ging an Umut Dag für den Film "Das deutsche Kind". In der Kategorie Fernsehserie wurde der Regisseur Christian Schwochow für die Serie "Bad Banks" ausgezeichnet. Den Kinderfilmpreis gewann Joya Thome für "Königin von Niendorf". Für ihren Dokumentarfilm "The Cleaners" wurden Moritz Riesewieck und Hans Block prämiert. Susan Gordanshekan wurde als beste Nachwuchs-Regisseurin für "Die defekte Katze" ausgezeichnet. Bei der Gala in der Hochschule für Fernsehen und Film wurde die Regisseurin Margarethe von Trotta mit dem Ehrenpreis für ihr Lebenswerk geehrt. Es sei etwas Besonderes, von Kollegen geehrt zu werden. Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert und wurde zum ersten Mal an eine Frau verliehen.

MTV Europe Music Awards im spanischen Bilbao

Mega-Show und internationale Stars

Mit großem Staraufgebot von Nicki Minaj bis Ariana Grande hat am Sonntagabend die Verleihung der begehrten MTV Europe Music Awards in der Bizkaia Arena im nordspanischen Bilbao begonnen. Die meisten Nominierungen hat in diesem Jahr die kubanisch-amerikanische Sängerin und Songwriterin Camila Cabello eingeheimst, die in sechs Kategorien Chancen hat - darunter "Best Song" und "Best Video" für ihren Chart-Hit "Havana". Top-Acts der mehrstündigen Mega-Show sind unter anderem Hip-Hop-Superstar Nicki Minaj sowie die Platin-gekürte Künstlerin Halsey, und Star-DJ David Guetta. In der Kategorie "Best German Act" gehen Bausa, Namika, Mike Singer, Feine Sahne Fischfilet und Samy Deluxe an den Start.

Preise bei Nordischen Filmtagen vergeben

Isländischer Beitrag in vier Kategorien ausgezeichnet

Die Preise bei den Lübecker Nordischen Filmtagen sind vergeben. Der isländische Beitrag "Gegen den Strom" gewann vier Preise. Der Film gewann nicht nur den Hauptpreis des Festivals, den NDR-Filmpreis, sondern auch den Baltischen Filmpreis für den besten nordischen Spielfilm und den von der Lokalzeitschrift "Lübecker Nachrichten" ausgelobten Publikumspreis. Auch die Jury des Kirchlichen Filmpreises Interfilm entschied sich für den isländischen Beitrag. Der erstmalig vergebene Preis des Freundeskreises für das beste Spielfilmdebüt ging an den estnischen Film "Die kleine Genossin" von Moonika Siimets. Mit dem Kinder- und Jugendfilmpreis der Gemeinnützigen Sparkassenstiftung wurde Gudrun Ragnarsdóttir für ihren Film "Sommerkinder" ausgezeichnet. Den Dokumentarfilmpreis der Lübecker Gewerkschaften gewann der finnische Regisseur Antti Haase für seinen Film "Die das Licht brachten".

Judith Schalansky erhält Raabe-Literaturpreis

Auszeichnung erfolgt für ihr Buch "Verzeichnis einiger Verluste"

Die Schriftstellerin Judith Schalansky ist in Braunschweig mit dem Wilhelm Raabe-Literaturpreis 2018 ausgezeichnet worden. Sie wurde für ihr neues Buch "Verzeichnis einiger Verluste" mit dem mit 30.000 Euro dotierten Preis geehrt, den die Stadt Braunschweig gemeinsam mit dem Deutschlandfunk vergibt. "Judith Schalansky ist eine Grenzgängerin zwischen Natur und Poesie, zwischen Wissenswelten und Phantasiereichen, zwischen Zählen und Erzählen", heißt es in der Begründung der Jury. Schalansky studierte Kunstgeschichte in Berlin und Kommunikationsdesign in Potsdam. Sie gestaltet ihre Bücher selbst und erhielt dafür mehrere Designpreise. Schalanskys Werke sind in mehr als 20 Sprachen übersetzt.

Magdeburger Dom: Neues Museum für alle geöffnet

Das neue Museum ist nun auch für reguläres Publikum offen

Das Magdeburger Wahrzeichen, der Dom, hat jetzt ein eigenes Museum in direkter Nachbarschaft: Zum ersten offiziellen Eröffnungstag am Sonntag wurden rund 600 Besucher gezählt. Allein in der ersten Stunde mit freiem Eintritt seien am Vormittag gut 150 Menschen gekommen, sagte die Sprecherin der Kulturstiftung Sachsen-Anhalt. Das Museum mit dem Namen Ottonianum informiert mit einer multimedialen Ausstellung und zahlreichen archäologischen Funden über die Geschichte der ersten gotischen Kathedrale auf deutschem Boden. Rund 100 Exponate, darunter viele Originalfunde, sind dort auf etwa 650 Quadratmetern zu sehen. Im Mittelpunkt stehen der mittelalterliche Kaiser Otto der Große und seine Frau Editha. Bevor das Museum für reguläre Besucher seine Tore aufsperrte, wurde es am Samstag bereits mit geladenen Gästen gefeiert.

Domspatzen suchen neuen Domkapellmeister

Stellensuche richtet sich ausdrücklich auch an Frauen

Das Bistum Regensburg sucht ab sofort für die Domspatzen eine Nachfolge für Domkapellmeister Roland Büchner, der im kommenden Jahr in den Ruhestand geht. Laut Ausschreibung wird für den Domkapellmeister ein männlicher Bewerber oder eine weibliche Bewerberin gesucht. Damit richtet sich die Stellensuche ausdrücklich auch an Frauen. Es wäre das erste Mal, dass der renommierte Chorleiterposten von einer Frau besetzt würde. Der Bewerbungsschluss für die Nachfolge Büchners ist Mitte Dezember. Im Februar sollen sich die Bewerber in Regensburg vorstellen. Der neue Domkapellmeister oder die Domkapellmeisterin soll im September 2019 mit der Arbeit beginnen, heißt es auf deren Homepage.

Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern vergeben

Slata Roschal gewinnt Jury- und Publikumspreis

Die Schriftstellerin Slata Roschal hat den Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern 2018 gewonnen. Die Jury zeichne damit ihre Gedichte aus, die im Ton "so unspektakulär, still und melancholisch" angelegt seien, dass sie den Leser "auf Anhieb atmosphärisch in ihren Bann" ziehen, teilte das Literaturhaus Rostock mit. Die 1992 in St. Petersburg geborene Roschal studierte Slawistik, Germanistik und Komparatistik an der Universität Greifswald und promoviert zurzeit in München. Sie veröffentlichte bereits Lyrik und Kurzprosa in Literaturzeitschriften und Anthologien, übersetzte aus dem Russischen und nahm an verschiedenen Schreibwerkstätten teil. Bei den Publikumspreisen landete Roschal ebenfalls auf dem ersten Platz. Margarete Groschupf belegte den zweiten Platz, Carola Weider und Katja Thomas teilen sich den dritten Platz. Der Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern wurde bereits zum dritten Mal vergeben und stellt das literarische Schaffen von Autorinnen und Autoren in und aus dem Bundesland in den Mittelpunkt.

Operngala der Aids-Stiftung sammelt 540 000 Euro

"World Without Aids Award" an Bob Geldof verliehen

Bei der 25. Operngala der Deutschen Aids-Stiftung in Berlin sind nach Veranstalterangaben 540 000 Euro gesammelt worden. Über 2000 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Medien nahmen an der Gala teil. Auf dem roten Teppich zeigten sich unter anderem Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller, Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und die TV-Moderatorin Dunja Hayali. Die First Lady von Namibia, Monica Geingos, und der Rockmusiker Bob Geldof waren gekommen, um den "World Without Aids Award" für ihr Engagement entgegenzunehmen. Eröffnet wurde der Gala-Abend mit einer Begrüßungsrede von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Er forderte im Kampf gegen die Immunschwächekrankheit Aufklärung und Bewusstseinsbildung.

US-Jazzer Roy Hargrove mit 49 Jahren gestorben

Grammy-gekrönter Musiker erlag einer Nierenkrankheit

Hargrove erlitt am Freitag in New York nach Komplikationen im Kampf gegen eine Nierenkrankheit einen Herzstillstand, wie sein langjähriger Manager Larry Clothier auf Hargroves Facebook-Seite mitteilte. Der gebürtige Texaner Hargrove studierte an der Musikhochschule in Dallas, wo er bei einem Besuch vom legendären Trompeter Wynton Marsalis entdeckt wurde. Gefördert von Marsalis, reiste er nach seinem Hochschulabschluss zu zahlreichen Jazz-Festivals nach Europa und machte sich bereits in jungen Jahren einen Namen in der Welt des zeitgenössischen Jazz. Hargrove nahm mit zahlreichen Jazz-Größen wie Marsalis, Herbie Hancock, Joe Henderson und Joshua Redman Songs auf und wurde mit zwei Grammy-Awards ausgezeichnet.

Preise bei Dokufilmfestival DOK Leipzig verliehen

Insgesamt wurden 22 Preise mit Preisgeldern über 78 000 Euro verliehen

Das Dokumentarfilmfestival DOK Leipzig hat seine Preise verliehen. Eine mit 10.000 Euro dotierte Goldene Taube ging an die italienische Regisseurin Claudia Tosi für ihren Film "I Had a Dream". In der Langzeitstudie über das vergangene politische Jahrzehnt Italiens stellt die Regisseurin die Frage, ob Demokratie und Politik überhaupt noch am Leben sind. Im Deutschen Wettbewerb für den langen Dokumentar- und Animationsfilm wurde Pablo Ben Yakov für seinen Streifen "Lord of the Toys" über die Jugendkultur und deren erschreckende Sprache ausgezeichnet. Im Wettbewerb "Next Masters" konnte sich die brasilianische Produktion "Cinema Morocco" von Ricardo Calil über 10.000 Euro Preisgeld freuen. Insgesamt wurden bei der 61. Ausgabe 22 Preise mit einem Preisgelder von insgesamt mehr als 78 000 Euro vergeben.

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