Feature, vom 17.12.2008, 00:05 Uhr

The Dick Files

Ein Science-Fiction-Autor fühlt sich beobachtet
Von Markus Metz und Georg Seeßlen

Philip K. Dick, den sein Kollege Norman Spinrad "den größten metaphysischen Autor aller Zeiten" nannte, hat in die Science Fiction eine offene und assoziative Schreibweise eingeführt, bei der man sich weder auf die Abfolge von Anfang und Ende noch auf die Einheit von Raum und Zeit verlassen kann.

Harrison Ford in dem Film "Blade Runner" (AP)
Harrison Ford in dem Film "Blade Runner" (AP)

Die 'erwachsene' Science Fiction verdankt Dick nicht nur die Stoffe für Filme wie "Blade Runner" oder "Minority Report", sondern auch die Fähigkeit, der Katastrophenfantasie eine aufklärerische Moral zu unterlegen. Dick litt unter Verfolgungsängsten und Drogenparanoia. Als er 1982 starb, war sein Ruhm als Kult-Autor noch in weiter Ferne. Heute erscheint es uns, als habe er in den 60er und 70er Jahren jene Welt beschrieben, in der wir heute leben.

Regie: Ingo Kottkamp
Darsteller: Helmut Krauss, Hans Werner Meyer, Dieter Mann, Deborah Kaufmann, Viktor Neumann, Michael Hanemann, Ulrike Stürzbecher
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2008
Länge: 53'36

Markus Metz, geboren 1958, freier Journalist und Autor, lebt in München.

Georg Seeßlen, geboren 1948, freier Journalist und Autor, lebt im Allgäu.

Abonnieren Sie unseren Newsletter!