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Weltzeit / Archiv | Beitrag vom 18.03.2015

Textilfabriken in El SalvadorNähen für die anderen

Von Thomas Wöstmann

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Wird in El Salvador produziert: Mode von Pierre Cardin (picture alliance / dpa  / Alberto Estevez)
Wird in El Salvador produziert: Mode von Pierre Cardin (picture alliance / dpa / Alberto Estevez)

Am Beispiel El Salvador lassen sich die aus Sicht von Menschenrechtsorganisationen unsozialen und ungerechten Mechanismen in der Mode- und Bekleidungsindustrie sehr gut aufzeigen. Maquilas heißen die Textilfabriken in El Salvador.

Es gibt sie seit Jahrzehnten. Ihren Ursprung haben sie in den USA. Als dort die Arbeitskosten zu hoch wurden, zogen viele Unternehmen, vor allem in den Siebziger- und Achtzigerjahren in die wirtschaftsschwachen Staaten Mittelamerikas.

Die Maquilas haben viel verändert in El Salvador. Zigtausende Menschen zogen innerhalb kurzer Zeit vom Land in die Stadt.  Etwa 210 Dollar brutto im Monat beträgt der seit kurzem geltende Mindestlohn in der Textilindustrie - zu wenig, um über die Runden zum kommen und die Arbeitsbedingungen sind oft sehr schlecht. Die Klagen über Arbeitsrechtsverletzungen häufen sich. Viele bekannte Marken lassen in El Salvador fertigen: North Face, Lacoste, Pierre Cardin und Adidas.

Es sind die Zeichen der Zeit in Ilopango - einer Kleinstadt in El Salvador, ein paar Kilometer östlich der Hauptstadt San Salvador. Zeichen - als Graffiti gesprüht an den Wänden und als Tattoos gestochen an den Hälsen der jungen Männer. Es sind die Zeichen der "18" - so heißt eine der großen Jugendbanden, der Maras, die das mittelamerikanische Land im Griff haben.

Es ist ein brutaler, ein das Land lähmender Griff - pro Jahr werden geschätzt mehr als 5000 Menschen durch die Maras getötet. Wer zu Fuß durch Ilopango geht, sollte es mit Einheimischen tun, die sich auskennen.

Wir gehen mit Isabel, sie lebt dort. Sie geht gebückt und am Stock, sie wirkt klein und zierlich, aber sie kennt die jungen Männer an der Straßenecke, die mit ihrer Anwesenheit Stärke demonstrieren wollen. Isabel sagt, sie habe vorher mit ihnen gesprochen. Denn sie will uns zeigen, wie und wo sie lebt. Sie will uns ihr zuhause zeigen - und ihre Nähmaschine.

Isabel: "Ich habe hier Strom, aber nicht den ganzen Tag über Wasser. Morgens und wenn ich Glück habe, auch nachmittags. Ich hab da drüben auch noch ein kleines Badezimmer, da ist zwar Wasser, aber das muss ich aus dem Fass holen."

Isabels Zuhause - das ist nur ein Raum, wenig größer als die drei Matratzen, die auf Plastikkübeln liegen. Wände und Decke sind aus Wellblech und Holzlatten. Das "Badezimmer" ist eine kleine Ecke mit einer mobilen Toilette aus Plastik.

Hier schlafen und essen Isabel und ihre fünf Kinder - das jüngste ist 15, das älteste 23. Es ist auf-geräumt - so wie es aufgeräumt sein kann, bei Menschen, die sehr wenig zum Leben haben. Aber wie sie wohnt, was ihr womöglich fehlt, darüber mag Isabel gar nicht lange reden. Aus einer Ecke holt sie ihre uralte Triumph-Nähmaschine - die hat sie von einer Verwandten geschenkt bekommen.

Nähen mal für sich, mal auch für die Nachbarn

Isabel: "Ich nähe so gerne. Ich habe sogar eine eigene Maschine. Ich muss niemanden suchen, der mir was näht. Und meine 18-jährige Tochter, der habe ich das auch beigebracht. Ich kann hier für mich und meine Familie nähen. Und manchmal bringen mir Nachbarn was vorbei zum Nähen oder zum Flicken."

Nähen mal für sich, mal für die Nachbarn - Isabels Augen glänzen begeistert. Wenn nicht die Arbeit in dieser Fabrik wäre ... - doch darüber will sie uns später erzählen, nicht hier in Ilopango, wo es für Fremde mit Geld in den Taschen doch sehr gefährlich ist.

Zehn Minuten hier müssen reichen – und wir verlassen das Dorf, begleitet von den Blicken grinsender Jugendlicher. Später wird uns Isabel berichten, dass sie vor unserem Besuch kaum geschlafen hat: man könne sich ja nie ganz sicher sein, ob die Absprachen, uns nicht zu überfallen auch eingehalten würden.

Am anderen Ende der Hauptstadt: Schichtwechsel in einer riesigen Textilfabrik. Tausende verlassen jetzt das Werksgelände. Viele wirken müde, gesprochen wird kaum. An der großen Fernstraße schieben sich Busse eilig auf zwei oder drei Spuren in Richtung Werkstor, die Helfer der Fahrer schreien fordernd ihre Zielorte: einsteigen, es geht los.

Menschen springen in die offenen Busse, die zum Teil völlig überfüllt sind. Der Weg nach Hause kann für die Fabrikarbeiter sehr weit sein – manche fahren pro Strecke mehr als eine Stunde. 80.000 Menschen sind in der Textilindustrie El Salvadors beschäftigt - dort zu arbeiten, gilt für viele als Privileg. Ein Job mit zwar niedrigem, aber sicherem Einkommen und mit Sozialversicherung.
Umfrage Arbeiter:

Mann: "Ist in Ordnung mit dem Job, könnte mehr Geld sein."
Frau: "Gut ist das. Ich arbeite hier seit vier Jahren. Ich bin zufrieden."
Frau: "Ich muss Kuchen oder Saft auf der Straße verkaufen, sonst komme ich mit dem Geld nicht aus. Das mache ich am Wochenende, am Samstag."
Frau: "Um sieben Uhr fange ich an. Ich verdiene 78 Dollar in zwei Wochen. Das reicht nicht. Ich habe aber einen Freund, der verdient mit. So geht das irgendwie. Zusammen. Gott sei Dank."

Es ist Wahlkampf in Santo Tomas - eine Provinzstadt im Landesinneren; die Hauptstadt San Salvador ist eine halbe Busstunde entfernt. Auf einem kleinen Platz an der Hauptstraße wehen die Flaggen der konservativen Arena-Partei. Es ist oft Wahlkampf in El Salvador – weil alle drei Jahre der Präsident neu gewählt wird und dazwischen das Parlament. Dort haben die konservativen Parteien die Mehrheit. Präsident ist seit 2014 Salvador Sanchez Ceren, und damit zum zweiten Mal ein Kandidat der linken FLNP.

Wahlkampf in El Salvador ist, wie so vieles auf den Straßen im Land, vor allem laut. Und während draußen lärmend um die Wähler gebuhlt wird, treffen sich in einem kleinen Haus direkt an der Straße Frauen, die eher leise reden. Die aber nicht mehr still halten wollen.

Es ist Sonntag, der Raum ist hübsch hergerichtet und die Frauen haben sich ein wenig schick gemacht. Es sind Arbeiterinnen, die uns von ihrer Arbeit in den Textilfabriken erzählen wollen und davon, dass sie sich dort ungerecht behandelt fühlen. Noemi zum Beispiel: Sie wurde entlassen, als sie während ihrer Schwangerschaft ab und zu fehlte. Oder Jessica:

"Wenn ich mal ein Teil nicht richtig gemacht habe, oder etwas ist runtergefallen, werde ich gleich angeschrien. Man sagt, man hat kein Vertrauen in mich, ich sei eine schlechte Arbeiterin. Ich finde das ist nicht berechtigt, jeder hat das Recht, mal etwas falsch zu machen."

Noemi: "Wenn eine Arbeiterin mal drei vier Teile nicht richtig genäht hat, dann wird ein Fähnchen an ihren Arbeitsplatz gehängt und dann steht auf dem Fähnchen drauf: zur Beobachtung. Das heißt, die ganze Linie kann das sehen und das ist total unangenehm, das Fähnchen bei sich am Arbeitsplatz zu haben."

Ab einem gewissen Alter bekommt man keine Stelle mehr

Jessica hat sich irgendwann getraut und sich gemeinsam mit anderen Arbeiterinnen beschwert. Sie wirkt mutig und hat eine klare, feste Stimme.

Jessica: "Das war ganz hart am Anfang, weil ich angeschrien und beleidigt worden bin. Und ich wusste überhaupt nicht, wie ich reagieren sollte. Und dann habe ich eben gelernt, selbstsicher zu sein und mich zu äußern."

Armita hat keine Arbeit mehr in der Fabrik. Sie ist Anfang 40. In einem gewissen Alter bekomme man eben keine Stelle mehr, sagt sie. Es seien fast immer Männer, die die die Stellen besetzen. Und dann erzählt sie ihre Geschichte, die Geschichte, wie sie ihren Job verlor.

Armita: "Man hat gesagt, ich sollte mich ausziehen, damit sie sehen, was ich unter meiner Kleidung trage, ob ich da etwas versteckt habe. Und ich habe gesagt, ich ziehe mich nicht aus.

Und daraufhin bin ich entlassen worden. Es gibt oft Frauen, die fangen an zu weinen, wenn sie ausgeschimpft werden. Dann sage ich denen: Geh' in die Waschräume und weine dort. Es lohnt sich nicht vor diesen Scheiß-Kerlen zu weinen."

Maquilas heißen die Textilfabriken in El Salvador. Es gibt sie seit Jahrzehnten. Ihren Ursprung haben sie in den USA. Als dort die Arbeitskosten zu hoch wurden, zogen viele Unternehmen, vor allem in den 70er- und 80er-Jahren in die wirtschaftsschwachen Staaten Mittelamerikas.

Um den potenten Investoren aus dem Norden möglichst freies Wirtschaften zu ermöglichen, schufen die Staaten Freihandels- und Pro-duktions-Zonen, sogenannte Zonas Francas, in denen die Unternehmen praktisch steuerbefreit produzieren können – allein 17 dieser Zonen gibt es im Land.

Arbeitsmarktexperte Sergio Chavez: "Die Länder bieten sich mit ihren Standortvorteilen an. In Costa Rica war die Arbeiterschaft am besten ausgebildet. Honduras hatte einen Hafen und kurze Wege, Nicaragua die besten Strompreise, El Salvador die höchste Produktivität.

Dann gab es zentralamerikanische Regierungen, die den Unternehmen angeboten haben, für die ersten Monate die Miete für die Fabrikgebäude zu übernehmen. Manche Regierungen haben angeboten: Wir sorgen dafür, dass es wenig Gewerkschaftsarbeit gibt. Und noch heute befinden sich diese Staaten im Wettbewerb."

Die Maquilas haben damals viel verändert in El Salvador. Zigtausende zogen innerhalb kurzer Zeit vom Land in die Stadt.

Chavez: "Vor allem junge Frauen mit Kindern, schlecht ausgebildet, haben ihre Familien verlassen, ihre dörfliche Gemeinschaft. Gleichzeitig entwickelte sich der informelle Sektor, Garküchen auf den Straßen und so etwas. Am Anfang waren es 90.000 Menschen, die in den Maquilas begonnen haben."

Eine dieser jungen Frauen war Isabel - sie hat uns inzwischen mitgenommen, von Ilopango in ein altes Gebäude im Zentrum der Hauptstadt – die Räume ihrer Betriebsgewerkschaft. Hier erzählt sie uns von sich. Wie sie vom Land in die Hauptstadt kam, zunächst als Haushaltshilfe arbeitete und dann in die Maquila ging – weil sie doch so gerne näht. 23 Jahre ist das jetzt her.

Mit ihrem krummen Gang und der Gehhilfe wirkt sie wie eine alte Frau. Dabei ist sie erst 49. Ihr Gesicht wirkt sogar noch jünger, ihre Augen sind wach und meist fröhlich.

Isabel: "Ich muss ganz deutlich sagen: Keinem meiner Kinder empfehle ich, in die Maquila zu gehen. In der Maquila leidest Du. Um die 88 Dollar in zwei Wochen zu verdienen und Du darfst keinen Tag krank sein. Ich muss ja auch mal zu Versammlungen in die Schule meiner Kinder gehen.

Und wenn ich mal drei Stunden fehle, wird mir das gleich abgezogen. Die Maquila ist der größte Ausbeuter. Ich hoffe wirklich jedes Mal, dass der Chef das Geld hat, den 15-tägigen Lohn auszuzahlen. Aber ich muss noch durchhalten."

Durchhalten heißt: die Kinder durchbringen. Vier von ihnen gehen noch zur Schule. Sie muss sie allein versorgen. Warum ihr Mann nicht mehr bei der Familie ist, darüber will sie nicht viel reden – nur so viel: es sei nicht gut, wenn sich Mann und Frau vor den Kindern oft streiten.
Seit ein paar Jahren sei sie eben Mama und Papa zugleich. Isabel wiegt gerade mal 40 Kilo. Sie wirkt schwach, will aber stark sein.

Isabel: "Die Nachbarn sagen oft: Wie macht das die Frau mit den fünf Kindern. Das ist unglaublich, dass die das schafft. Ich muss auch dazu sagen: Ich bin überhaupt nicht gesund. Ich habe eine Herzschwäche und ich habe Probleme mit den Nieren.

Und die Ärztin sagt, ich müsste operiert werden. Aber das kann ich nicht, ich lass' das nicht zu, dass ich operiert werde. Schon wenn ich in die Sprechstunde gehe, und dann später zur Arbeit komme. Das ziehen die mir vom Lohn ab, ich kann mich unmöglich operieren lassen.

Um ganz ehrlich zu sein, ich weiß es selbst nicht, wie ich über die Runden komme. Aber irgendwie klappt das immer wieder. Wenn wir kein Geld haben, wenn wir nichts zu essen haben, dann ist das halt so, dann müssen wir warten bis zum 15., dass wieder Zahltag ist."

Isabel zeigt uns Etiketten, die sie in die Kleidung eingenäht hat – es ist Puma, der deutsche Sportartikelhersteller. Viele bekannte Marken lassen in El Salvador fertigen. US-Marken vor allem, wie North Face oder Fruit of the Loom.

"Es gab Strafen für Schwangere"

Auch Lacoste oder Pierre Cardin. Ebenso Adidas aus Herzogenaurach. Wir sprechen mit Arbeiterinnen, die vor zehn Jahren anfingen, sich zu wehren - in ihrer Fabrik mit dem Namen Hermosa wurden damals Adidas-Produkte hergestellt. Estella Ramirez führte damals den Protest an:

"Es gab Strafen für Schwangere, und es war verboten über Gewerkschaften zu reden. Überstunden waren obligatorisch. Wir mussten viel Ungerechtigkeit erleiden, weil wir keine Kenntnisse über unsere Rechte hatten. Und wir waren auf das Gehalt angewiesen.

2004 hat Hermosa dann Gehälter zurückgehalten. Hat aufgehört in die Versicherung einzuzahlen und Kredite zurückzuzahlen. Das war eine harte Zeit, wenn man kein Essen für die Kinder hat und für sich selbst."

Etwa 210 Dollar brutto im Monat beträgt der seit Kurzem geltende Mindestlohn in der Textilindustrie von El Salvador – zu wenig, um über die Runden zu kommen, sagen die Arbeiterinnen. Nur über ein Bonussystem sei mehr Geld zu verdienen – das aber bedeute erheblich mehr Arbeit und großen Arbeitsdruck.

Die Klagen über Arbeitsrechtsverletzungen häufen sich – beim zuständigen Ministerium in San Salvador gibt es inzwischen 15.000 Anzeigen pro Jahr. Ihnen wird aber nur sehr langsam nachge-gangen – das Arbeitsministerium hat wenig Geld, wenig Einfluss und nicht einmal für jeden Mitarbeiter ein Fahrzeug.

Eine systematische Kontrolle der Fabriken ist damit kaum möglich. Deutsche Markenunternehmen wie Puma und Adidas verweisen auf Nachfrage auf ihre "hohen Produktionsstandards" - die seien freiwillig und würden regelmäßig vor Ort kontrolliert.

Für die Wirtschaft von El Salvador sind ausländische Investoren in der Textilindustrie enorm wichtig. Die zuständige Kammer, Camtex, wirbt auf ihrer Homepage mit den besonderen Vorteilen einer Zona Franca. Und die Rechte der Arbeiter, sagt uns ein Sprecher der Kammer, würden sehr ernst genommen.

"Wir sind der größte Arbeitgeber, der größte Exportsektor. Wir möchten sie bitten zu sehen, dass zwei oder drei schwarze Schafe in einer Anzahl von 80, 90 Firmen nur kleine Ausreißer sind, die gibt es überall auf der Welt und die Tatsache, dass viele Beschäftigte zehn oder zwanzig Jahre in den Unternehmen arbeiten, sagt auch viel aus."

Isabel arbeitet seit 23 Jahren in den Maquilas. Wenn es ihr möglich wäre, würde sie sofort aufhören.

Isabel: "Mein Traum ist, dass ich irgendwann entlassen werde aus der Maquila, eine Abfindung bekomme, mir davon eine Industrienähmaschine kaufe und dann nur noch zu Hause arbeite. Dann muss ich nicht mehr um vier Uhr aufstehen, sondern um halb sieben.

Ich werde nur noch daheim sein, werde Blusen nähen, werde die verkaufen und werde endlich Zeit haben auf meine Kinder aufzupassen. Die werden immer größer, große Kinder, große Sorgen. Das wäre mein Traum: aufhören in der Maquila und zu Hause arbeiten."

Dann verabschiedet sie sich. Es geht zurück nach Ilopango, dorthin, wo Fremde besser nicht allein herumlaufen.

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