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Zeitfragen | Beitrag vom 19.10.2020

TelemedizinDer polnische Patient am Bildschirm

Von Arkadiusz Luba

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Eine Ärztin sitzt in ihrer Praxis und spricht per Videokonferenz mit einer Patientin, die in ihrem Zuhause ist. (imago images / Westend61)
Gerade in Zeiten von Corona wird die Kommunikation per Videokonferenz immer mehr eine Alternative für Ärztinnen und Ärzte und Patienten. (imago images / Westend61)

In der Vergangenheit waren viele Mediziner in Polen der Meinung, dass es unmöglich sei, Patienten telefonisch zu behandeln. Jetzt sagen einige von ihnen sogar, dass Telemedizin die Hauptkontaktform zwischen Arzt und Patienten sein sollte.

Die polnische Internetplattform "Medicalls" hat in nur zwei Jahren unterschiedliche fernmedizinische Einrichtungen in Form von Boxen entwickelt, die von einem feststehenden Diagnosezentrum 24 Stunden überwacht werden können. Und das Telemedizin-System soll laut Geschäftsführer Robert Jurganoch weiter ausgebaut werden:

"Wir wollen ein modulares Altersheim bauen, zum Beispiel in einer kleinen Stadt, für zehn Personen. Jedes Modul kann anhand der vorhandenen Erkrankungen individuell konfiguriert werden. Es können orthopädische oder kardiologische Module werden. Am Morgen wird zum Beispiel eine Urinprobe genommen und untersucht, und je nach Ergebnis erfolgt dann die Medikation."

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