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Kulturnachrichten

Sonntag, 22. September 2019

Taylor Swift sagt wegen Tierschützern Auftritt ab

OnlineOffenbar als Reaktion auf Proteste von Tierschützern hat US-Superstar Taylor Swift ihren Auftritt bei einem Pferderennen in Australien abgesagt. Die Musikerin hätte auf dem Melbourne Cup singen sollen, was in sozialen Online-Medien scharfe Kritik auslöste. Der Veranstalter Mushroom Events begründete die Absage mit Terminproblemen auf Swifts Tour durch Asien. Die Kampagne zum Schutz von Rennpferden hatte kritisiert, Swift stelle "Geld über Mitgefühl" unterstütze damit den Missbrauch von Tieren. Mehr als 6500 Menschen unterzeichneten eine Online-Petition, in der Swift aufgefordert wurde, ihren Auftritt abzusagen. Seit 2013 sind sechs Pferde während des Melbourne Cup gestorben. Im vergangenen Jahr wurde ein Rennpferd nach einem Schulterbruch während des Galopprennens eingeschläfert.

Schriftsteller György Konrad in Budapest beigesetzt

Der ungarische Schriftsteller György Konrad ist in Budapest beigesetzt worden. Der Romanautor, Essayist, ehemalige Dissident und frühere Präsident der Berliner Akademie der Künste war am 13. September im Alter von 86 Jahren in Budapest gestorben. Zur Beerdigung kamen zahlreiche Freunde und Weggefährten auf den jüdischen Friedhof im Stadtteil Farkasret, wie Teilnehmer berichteten. Als Kind hatte Konrad einen großen Teil seiner jüdischen Familie durch den Holocaust verloren. Zu seinen Werken gehören der Debütroman "Der Besucher" (1969), "Geisterfest" (1986) und "Gästebuch - Nachsinnen über die Freiheit" (2016). Anfang der 1990er Jahre war Konrád Präsident des internationalen PEN-Clubs. 2001 erhielt er den Aachener Karlspreis. Mit seinem Tod verstummte in Ungarn eine wichtige Stimme, die in Zeiten einer Dominanz des Rechtspopulismus in der Politik für Toleranz und Menschenrechte eintrat.

Schriftsteller Günter Kunert gestorben

Der Schriftsteller Günter Kunert ist im Alter von 90 Jahren in seiner Wahlheimat Kaisborstel bei Itzehoe gestorben. Kunert gilt als einer der wichtigsten deutschen Schriftsteller und als einer der produktivsten. Bekannt wurde er für seine Gedichte, Kurzgeschichten, Hörspiele und Romane. 1950 erschien Kunerts erster Gedichtband „Wegschilder und Mauerinschriften“und in diesem Jahr der kritische DDR-Roman „Die zweite Frau“. Das Manuskript war bereits 45 Jahre zuvor entstanden. Doch Kunert hatte es aus Sorge, ins Gefängnis zu müssen, unter Verschluss gehalten. Der mehrfach ausgezeichnete Schriftsteller gehörte 1976 zu den Erstunterzeichnern der Petition gegen die Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann. Kunert wurde daraufhin 1977 die SED-Mitgliedschaft entzogen. 1979 ermöglichte ihm ein mehrjähriges Visum, die DDR zu verlassen.

Demonstration in Köln für kirchliche Reformen

Etwa 600 Menschen haben rund um den Kölner Dom für Gleichberechtigung in der katholischen Kirche demonstriert. Initiiert hatte die Aktion die Protestbewegung "Maria 2.0". Frauen aller Generationen kamen zusammen, um eine Menschenkette um den Dom zu bilden. Es ist der Auftakt zu einer Reihe von Demonstrationen anlässlich der Konferenz der katholischen Bischöfe, die ab Montag in Fulda über Reformen in der Kirche und die weitere Aufarbeitung des Missbrauchsskandals beraten. Katholische Laien wollen für ihre Reformforderungen demonstrieren, vor allem für eine stärkere Beteiligung von Frauen.

Südtiroler Literaturpreis für Angela Lehner

Die österreichische Schriftstellerin Angela Lehner hat für ihren Debütroman "Vater unser" den Franz-Tumler-Literaturpreis der Südtiroler Landesregierung erhalten. Nach dem Urteil der Jury ist Lehner ein frecher, dynamischer und komplexer Roman von hohem literarischen Niveau gelungen, wie es bei der Preisverleihung in Laas im Vinschgau hieß. Die alle zwei Jahre vergebene Auszeichnung ist mit 8.000 Euro dotiert. Lehners Erstling handelt von einer Frau, die nicht nur ihren Psychater, sondern auch den Leser permanent auf falsche Fährten führt. Die in Klagenfurt geborene Angela Lehner studierte Vergleichende Literaturwissenschaften in Wien, Maynooth und Erlangen. Sie lebt in Berlin. Der 2007 gestiftete Preis ist nach dem Schriftsteller Franz Tumler (1912-1998) benannt, der in Bozen geboren wurde und in Berlin starb.

Batman feiert weltweit 80. Geburtstag

Batman-Fans haben weltweit den 80. Geburtstag ihres Comic- und inzwischen auch Filmhelden gefeiert. Zu später Stunde leuchtete das Fledermaus-Symbol, mit dem Batman im Comic in Gotham City zum Einsatz gerufen wird, an zahlreichen Gebäuden auf, unter anderem in New York, Tokio, Johannesburg und auch in Rom. Die Fans des Superhelden teilten die Fotos der Leuchtzeichen in den sozialen Netzwerken. Der 21. September 1939 gilt als Geburtstag des Comic-Helden, der damals zum ersten Mal bei den "Detective Comics" den Kampf gegen Schurken aufnahm. Der Verlag DC Comics hatte nach eigener Darstellung zahlreiche Händler, Schulen und Bibliotheken weltweit zur Teilnahme am "Batman-Day" aufgerufen.

PEN: Solidaritätslesung für Hongkong

Mit einer Solidaritätslesung haben PEN Deutschland und das Internationale Literaturfestival Berlin (ilb) die Hongkonger Demokratiebewegung unterstützt. Auf dem Bebelplatz in Berlin traten unter anderen Thea Dorn, Urs Jäggi und Jan Wagner auf. Mit der Lesung wolle man die Schriftstellerkollegen in Hongkong unterstützen, erklärte PEN-Präsidentin Regula Venske, eine Lesung in Berlin würde weltweit wahrgenommen. Was in Hongkong geschehe habe mit der Freiheit des Wortes zu tun, mit Presse-, Meinungs- und Versammlungsfreiheit, da gelte es Solidarität zu zeigen. In Hongkong selbst versuchen die Schriftsteller vor allem mit Lyrik die Demokratiebewegung zu stärken. Seit Anfang Juni kommt es in der Finanzmetropole immer wieder zu Protesten, die Aktivisten befürchten einen steigenden Einfluss der chinesischen Regierung auf Hongkong.

Berliner Akademie für Allianz der Künstler in Europa

Europa wird im kommenden Jahr Schwerpunktthema der Berliner Akademie der Künste. Europa sei zur Zeit das Thema, "was uns am meisten beschäftigt", sagte Akademie-Präsidentin Jeanine Meerapfel der "Berliner Morgenpost". Es gebe den starken Wunsch der Mitglieder, sich noch stärker dafür zu engagieren. Neben einer Ausstellung zur Baukunst in der europäischen Stadt sei eine Konferenz mit Vertretern europäischer Kunst- und Kulturakademien geplant, erklärte die Filmemacherin. "Wir wollen uns gegenseitig solidarisch erklären und das Modell eines aufgeklärten Europas weiter betreiben." Meerapfel betonte, es gehe darum, "wie wir Nationalismen und Rassismus überwinden". Dazu soll "eine kulturpolitische Allianz für Künstler in Europa" geschaffen werden.

Seltene Wandmalerei: "Wilder Mann" in Kirche entdeckt

In einer Kirche in Mecklenburg-Vorpommern sind bei Bauarbeiten ungewöhnliche Wandmalereien entdeckt worden. Die Motive zeigen einen „wilden Mann“mit Fell am Körper, der durch ein Waldgebiet wandert. Sie sollen aus der Zeit um 1400 stammen. Restaurator Marcus Mannewitz erklärte, solche Bilder seien für Kirchen untypisch. In Deutschland seien ihm keine weiteren Exemplare bekannt. Auch in anderen Ländern seien derartige Malereien nur vereinzelt zu finden.

ESC: Island muss wegen Provokation Strafe zahlen

Das Zeigen palästinensischer Flaggen durch die Band Hatari beim Eurovision Song Contest (ESC) in Israel kommt das Heimatland der Gruppe teuer zu stehen. Der isländische Rundfunk RÚV ist zu einer Geldstrafe verurteilt worden, weil Hatari mit der Aktion gegen das ESC-Verbot zur Politisierung des Wettbewerbs verstoßen hat, wie die Europäische Rundfunkunion (EBU) bestätigte. Wie hoch die Strafe ist, ließ der ESC-Veranstalter offen. Politische Botschaften sind laut den ESC-Statuten während der Show tabu.

"Game of Thrones" mit Rekord-Nominierung für Emmys

Bei der 71. Grammy-Verleihung am Abend in Los Angeles könnte zum letzten Mal die Fantasy-Serie "Game of Thrones" abräumen. Sie wurde nach acht Staffeln in diesem Jahr eingestellt und stellte abschließend mit 32 Emmy-Nominierungen einen neuen Rekord auf. Die aufwändige Produktion gilt unter anderem als Favorit in der Top-Kategorie "Beste Drama-Serie". Am zweithäufigsten nominiert wurde die Amazon-Serie "The Marvelous Mrs. Maisel" über eine jüdische Hausfrau, die in den USA der 50er Jahre eine Karriere als Stand-up-Comedian startet. Die Serie "Chernobyl" über den Atomunfall von 1986 wurde 19 Mal nominiert. Überreicht werden die begehrten Trophäen von Stars wie Gwyneth Paltrow und Mitgliedern des Kardashian-Clans. Auch einige Oscar-Preisträger haben ihre Teilnahme an der Gala zugesagt.

Großprojekt zu Säugetieren in Europa

Wissenschaftler aus vielen Ländern arbeiten derzeit an einem Atlas, der die Verbreitung der etwa 270 europäischen Säugetierarten erfassen soll. Dabei gehe es auch um Veränderungen im Tierbestand über die vergangenen 25 Jahre, sagte der Sekretär der Stiftung Europäische Säugetiere, Laurent Schley, in Luxemburg. Biber und Wolf seien im Kommen, andere Tiere wie der Europäische Nerz und der Feldhamster verschwänden aber. Die Informationen zur Verbreitung seien vor allem wichtig, um die Tierarten besser schützen zu können.

Oper!Award verliehen

Das Leipziger Maler-Ehepaar Neo Rauch und Rosa Loy ist mit dem Oper!Award ausgezeichnet worden. Die beiden Künstler erhielten den erstmals verliehenen Preis für die Ausstattung der Lohengrin-Inszenierung bei den Bayreuther Festspielen im vergangenen Jahr. Zum besten Opernhaus wurde das Opernhaus Zürich gekürt. Den Preis als beste Sängerin erhielt die US-Amerikanerin Joyce DiDonato, als bester Sänger wurde der Tenor Piotr Beczala ausgezeichnet. Der "Oper!Award" wurde vom Fachmagazin "Oper!" ins Leben gerufen und soll künftig jährlich verliehen werden - in insgesamt 20 Kategorien; unter anderem an Orchester, Dirigenten und Regisseure.

Tausende feiern Steuben-Parade in New York

Mit Lederhosen, Dirndl und Blasmusik sind Tausende Menschen bei der traditionellen Steuben-Parade durch den New Yorker Stadtteil Manhattan gezogen. Sie wurde im Jahr 1957 ins Leben gerufen. Mit ihr wollten deutschstämmige Amerikaner die Traditionen ihrer Vorfahren pflegen. Die Parade ist nach Friedrich Wilhelm von Steuben benannt, einem preußischen Offizier und späteren amerikanischen General. Von Steuben hatte einen großen Anteil an dem Sieg der US-Amerikaner im Unabhängigkeitskrieg.

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